Luftfahrt: Chef von Eurowings stellt dreistelligen Millionengewinn in Aussicht
Palma de Mallorca. Der Lufthansa-Ableger Eurowings wird das laufende Jahr voraussichtlich erneut mit einem guten Ergebnis abschließen können. „Wenn es weiter so wie bisher läuft, wenn nichts ganz Gravierendes passiert, ist ein dreistelliger Millionengewinn in Aussicht“, sagte Jens Bischof, der CEO der Fluggesellschaft, bei einem Pressegespräch auf der spanischen Insel Mallorca.
Es wäre das zweite Jahr in Folge, in dem das Unternehmen dem Mutterkonzern eine ansehnliche Dividende überweisen könnte. „Das zeigt: Es war keine Eintagsfliege, was wir mit der Eurowings gemacht haben“, sagte Bischof. Seine Gesellschaft wurde einst gegründet, um mit Billiganbietern wie Ryanair zu konkurrieren. Doch die Airline war viele Jahre ein Sorgenkind der Gruppe. Erst 2023 gelang es, in die schwarzen Zahlen zu kommen. Insgesamt brachte die Tochter ab 2016 rund 1,5 Milliarden Euro ein.
Ein neues Geschäftsfeld soll dabei helfen, die Trendwende dauerhaft abzusichern. Im April gründete das Unternehmen mit Eurowings Holidays einen eigenen Reiseveranstalter. Es ist die Expansion in einen Markt, der von etablierten Reiseanbietern wie Tui oder Dertour dominiert wird und nicht als sonderlich margenstark gilt. Berechnungen des Handelsblatts zeigen, welche Risiken und welche Chancen die Lufthansa-Tochter bei ihrem Vorhaben hat.