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  4. Rheinpegel bei Kaub steigt über die Meter-Marke – Absinken nach Höhepunkt am Dienstag erwartet

NiedrigwasserWichtiger Rheinpegel steigt deutlich: Frachtschiffe können wieder mehr laden

Schiffe am Mittelrhein können wieder schwerer beladen werden. Der Pegel wird hier aber wieder sinken, bevor die Welle den Niederrhein erreicht. 22.08.2022 - 08:56 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Pegelstände am Rhein steigen weiter. Sie dürften jedoch am Mittelrhein bereits wieder sinken, bevor sie den Niederrhein erreichen.

Foto: dpa

Düsseldorf. Der für die Schifffahrt auf dem Rhein wichtige Pegelstand bei Kaub steigt und hat am Montagmorgen die Ein-Meter-Marke erreicht. Das waren 40 Zentimeter mehr als am Sonntagmorgen und fast 70 Zentimeter mehr als beim niedrigsten Stand von 32 Zentimetern am Freitagmorgen. Einer Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zufolge könnte der Pegelstand bis zum Dienstagmorgen auf 143 Zentimeter steigen.

Da die Fahrrinnentiefe bei Kaub aktuell mehr als 1,10 Meter über dem Pegelstand liegt, könnten einige Frachtschiffe theoretisch wieder fast voll beladen die Engstelle passieren.

Kräftige Regenfälle in Süddeutschland hatten sich Ende der vergangenen Woche noch deutlich weniger auf den Pegel der wichtigen Wasserstraße ausgewirkt als erwartet. Nun kommt der Regen zwar an, ab Dienstag rechnet die WSV jedoch bereits mit wieder sinkenden Werten in Kaub.

Für die Rheinschifffahrt ist Kaub in Rheinland-Pfalz eine wichtige Schnittstelle, der Fluss ist an dieser Stelle besonders flach. Bei Niedrigwasser können Güterschiffe nur deutlich leichter beladen werden, sie sinken sonst zu tief ein. Die sinkenden Beförderungskapazitäten wirken sich auf die Produktion von Industrieunternehmen am Niederrhein aus, denen Vorprodukte und Rohstoffe fehlen.

Der Kraftstoffkonzern Shell musste daraufhin bereits die Produktion am Standort im Chemiepark zwischen Köln und Bonn reduzieren, Der Container-Transporteur Contargo befördert die Stahlboxen von Mannheim bis zu den Häfen Duisburg und Emmerich am Niederrhein auf der Schiene. „Bislang geschah dies nur in Einzelfällen“, sagt dazu eine Sprecherin. „Nun plant Contargo, dieses Lösung zum Regelverkehr zu machen.“ Den Grund nennt sie gleich mit: „Das Niedrigwasser wird noch eine ganze Weile dauern.“

Pegelstand ist nicht gleich Wassertiefe
Pegel und Pegelnullpunkt
Fahrrinnentiefe

Von mindestens zwei bis drei Wochen ist bei dem Duisburger Container-Hinterlandlogistiker die Rede. Doch auch die Bahn plagen enorme Transportprobleme. Unzählige Baustellen, hohe Krankenstände und fehlende Waggon-Kapazitäten setzen dem Ausweichen auf die Schiene enge Grenzen.

Weiter flussabwärts kamen die höheren Pegelstände auch in Nordrhein-Westfalen an. Der Pegelstand in Köln lag am Montagmorgen bei 94 Zentimetern, ein Plus von 14 Zentimetern gegenüber dem Vortag. In Düsseldorf stieg der Pegelstand um sechs auf 44 Zentimeter.

In Emmerich nahe der niederländischen Grenze wird der höhere Wasserstand wohl erst in den kommenden Tagen ankommen, wenn die Pegelstände im Süden bereits wieder sinken. Über das Wochenende bis zum Montagmorgen stagnierte der Pegel hier bei etwa drei Zentimetern, nachdem er vor dem Wochenende in den Minusbereich gesunken war.

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Eine Erholung der Güterbeförderung über den Rhein ist also vorerst nicht zu erwarten, obwohl Frachtschiffe auf Teilabschnitten des Flusses nun zwischenzeitlich wieder schwerer beladen werden können.

Mit Material von dpa.

the, cs
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