Private Equity: Wann sich ein Investoren-Einstieg für Familienunternehmen auszahlt
Düsseldorf, München. Die Familie Bogner hat sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht. Mehr als 50 Jahre lang hat Willy Bogner das von seinen Eltern gegründete Modeunternehmen mit eigenen finanziellen Mitteln weiterentwickelt.
Doch nun hat der 82-Jährige gemeinsam mit seiner Tochter Florinda entschieden, erstmals einen Investor am Unternehmen zu beteiligen. „Wir wollen die Erfolgsgeschichte von Bogner gemeinsam mit einem starken Partner fortführen“, betont Florinda Bogner.
Um weltweit zu wachsen, sei eine Eigenkapitalstärkung notwendig, begründet die Familie den Schritt. Man gehe ergebnisoffen in den Prozess, teilte Bogner auf Nachfrage mit, suche aber nach einem Partner, „der zu Bogner und unserer Unternehmenskultur gut passt“.
Das könnte für den Modehändler eine Herausforderung werden. Denn dass es nicht einfach ist, einen Private-Equity-Investor zu finden, der ein Familienunternehmen im Geist der Gründerfamilie weiterführt, haben schon zahlreiche Familienunternehmer erleben müssen. Doch häufig sind es vermeidbare Fehler, die über Erfolg oder Misserfolg einer solchen Partnerschaft entscheiden können.