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SportartikelherstellerWährungsturbulenzen in Argentinien verderben Puma das Ergebnis

Die massive Inflation in dem Land hat Auswirkungen auf die Bilanz von Puma. Im abgelaufenen Jahr führte die Abwertung des Peso zu einem Gewinnrückgang. Die Aktie gibt deutlich nach. 24.01.2024 - 13:46 Uhr aktualisiert

München. Die Abwertung der argentinischen Währung hat dem fränkischen Sportartikelkonzern Puma 2023 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die weltweite Nummer drei hinter Nike und Adidas sei „auf dem besten Weg gewesen, alle Erwartungen zu erfüllen“, sagte Vorstandschef Arne Freundt am Mittwoch.

Doch dann wurde der Peso kurz vor dem Jahreswechsel um 54 Prozent abgewertet, was vor allem das Finanzergebnis drückte. Der Nettogewinn fiel daher im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 305 (2022: 353,5) Millionen Euro. „Aufgrund des Ausmaßes und des Zeitpunkts dieser Währungseffekte konnten wir die gesamten negativen Auswirkungen am Jahresende nicht vollständig kompensieren“, sagte Freundt in Herzogenaurach.

Dass der seit einem Jahr amtierende Puma-Chef auch für 2024 nur verhalten Zuversicht verbreitet, schockierte die Anleger, die die Aktie am Mittwoch mit einem Minus von sieben Prozent auf 39,90 Euro zum größten Kursverlierer im MDax machten.

Puma stellt für 2024 ein Umsatzwachstum um nur rund fünf Prozent in Aussicht, 2023 war der Umsatz noch währungsbereinigt um 6,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro gestiegen, ohne die Peso-Abwertung hätte er sogar um acht Prozent zugelegt. Für Länder mit hoher Inflation gelten besondere Bilanzierungsregeln.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag im vergangenen Jahr mit 622 (640,6) Millionen Euro in der unteren Hälfte der angepeilten Spanne von 590 bis 670 Millionen Euro. 2024 visiert Puma ein Ebit von 620 bis 700 Millionen an, das also zumindest auf Vorjahresniveau liegen soll. Mögliche weitere Abwertungen des Peso sollen durch höhere Preise in Argentinien kompensiert werden.

„2024 erwarten wir weiterhin geopolitische und makroökonomische Herausforderungen und volatile Währungen. Das wirkt sich negativ auf die Konsumentenstimmung und die Nachfrage aus, vor allem im ersten Halbjahr“, erklärte der Puma-Chef die vorsichtige Prognose. Puma stehe aber besser da als vor einem Jahr: „Wir haben unsere Bestände reduziert, wir haben eine starke Produktpalette mit großartigen Neuheiten und Innovationen für dieses Jahr, und wir werden bald unsere neue Markenkampagne starten.“

rtr
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