Sportartikelhersteller: Währungsturbulenzen in Argentinien verderben Puma das Ergebnis
München. Die Abwertung der argentinischen Währung hat dem fränkischen Sportartikelkonzern Puma 2023 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die weltweite Nummer drei hinter Nike und Adidas sei „auf dem besten Weg gewesen, alle Erwartungen zu erfüllen“, sagte Vorstandschef Arne Freundt am Mittwoch.
Doch dann wurde der Peso kurz vor dem Jahreswechsel um 54 Prozent abgewertet, was vor allem das Finanzergebnis drückte. Der Nettogewinn fiel daher im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 305 (2022: 353,5) Millionen Euro. „Aufgrund des Ausmaßes und des Zeitpunkts dieser Währungseffekte konnten wir die gesamten negativen Auswirkungen am Jahresende nicht vollständig kompensieren“, sagte Freundt in Herzogenaurach.
Puma stellt für 2024 ein Umsatzwachstum um nur rund fünf Prozent in Aussicht, 2023 war der Umsatz noch währungsbereinigt um 6,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro gestiegen, ohne die Peso-Abwertung hätte er sogar um acht Prozent zugelegt. Für Länder mit hoher Inflation gelten besondere Bilanzierungsregeln.
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag im vergangenen Jahr mit 622 (640,6) Millionen Euro in der unteren Hälfte der angepeilten Spanne von 590 bis 670 Millionen Euro. 2024 visiert Puma ein Ebit von 620 bis 700 Millionen an, das also zumindest auf Vorjahresniveau liegen soll. Mögliche weitere Abwertungen des Peso sollen durch höhere Preise in Argentinien kompensiert werden.
„2024 erwarten wir weiterhin geopolitische und makroökonomische Herausforderungen und volatile Währungen. Das wirkt sich negativ auf die Konsumentenstimmung und die Nachfrage aus, vor allem im ersten Halbjahr“, erklärte der Puma-Chef die vorsichtige Prognose. Puma stehe aber besser da als vor einem Jahr: „Wir haben unsere Bestände reduziert, wir haben eine starke Produktpalette mit großartigen Neuheiten und Innovationen für dieses Jahr, und wir werden bald unsere neue Markenkampagne starten.“