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Stiftung Warentest Die besten Raumluftfilter gegen Coronaviren im Test

Coronaviren werden über kleinste Tröpfchen in der Luft übertragen. Diese lassen sich mit speziellen Geräten herausfiltern. Die besten im Überblick.
21.01.2021 - 09:56 Uhr Kommentieren
Luftreiniger im Test 2021: Die besten Luftfilter gegen Coronaviren
Philips Luftreiniger AC2889/10

Laut Stiftung Warentest ist dieser Luftreiniger am langlebigsten.

Quelle: PR

Düsseldorf Die Übertragung von Coronaviren geschieht über kleinste, unsichtbare Tröpfchen in der Luft – sogenannte Aerosole. Sie sind ein feines Gemisch aus festen und flüssigen Teilchen mit einer Größe von weniger als fünf Mikrometern. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 100 Mikrometer dick.

Ein Atemstoß enthält bis zu 1000 Aerosole, unter denen auch Sars-CoV-2-Viren sein können. Deswegen wurde gleich zu Beginn der Pandemie die sogenannte AHA-Regel eingeführt: Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. Damit lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung effektiv senken.

Später wurde noch das regelmäßige Lüften als wichtige Maßnahme einführt, um die Konzentration potenziell infektiöser Aerosole in der Raumluft zu verringern. Doch gerade im Winter sind Stoßlüftungen alle 20 Minuten schwer mit dem Kälteempfinden zu vereinbaren, wie bereits viele Schüler und Lehrer erfahren mussten.

Eine Alternative zum Stoßlüften stellen Raumluftfilter dar. Doch bei den vielen Anbietern auf dem Markt verlieren mögliche Interessenten schnell den Überblick. Aus diesem Grund hat die Stiftung Warentest die drei besten Modelle aus dem Luftreiniger-Test von Anfang 2020 noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Wegen der aktuellen Situation wurden die Geräte nun auch auf die Filterleistung bei Aerosolen geprüft.

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    Um eine betriebsbedingte Abnutzung zu simulieren, wurde jedes Filtergerät dem Rauch von 100 Zigaretten ausgesetzt. Danach wurde wieder die Filterleistung bei Aerosolen geprüft.

    Die drei besten Luftfilter gegen Coronaviren:

    Das Modell: Philips AC2889/10
    Das Testergebnis: Im Test zeigte sich, dass das Gerät von Philips auch nach dem Zigaretten-Experiment noch 90 Prozent der Aerosole filterte. Somit landete es auf Platz 1.
    Die Kosten: ca. 350 Euro
    Kubikmeter pro Stunde: 333 m³/h bei maximaler Stufe. Dieser Wert zeigt an, wie viel Raumluft ein solches Gerät innerhalb einer Stunde filtern kann. Zum Vergleich: Ein 30 Quadratmeter großer Klassenraum mit einer Deckenhöhe von 2,50 Metern hat ein Raumvolumen von 75 Kubikmetern.
    Maximale Lautstärke: 52 dB (ab 55dB ist konzentriertes Arbeiten schwierig)

    Das Modell: Rowenta Intense Pure Air Connect PU6080
    Das Testergebnis: Das Gerät von Rowenta konnte im Test dauerhaft 80 Prozent der Aerosole filtern. Das reichte für Platz 2.
    Die Kosten: ca. 350 Euro
    Kubikmeter pro Stunde: 360 m³/h bei maximaler Stufe
    Maximale Lautstärke: 63,7 dB (ab 55 dB ist konzentriertes Arbeiten schwierig)

    Das Modell: Soehnle Airfresh Clean Connect 500
    Das Testergebnis: Der Luftfilter von Soehnle hat im intensiven Test nur noch 46 Prozent der Aerosole gefiltert. Das bedeutet, dass der Filter hier häufiger gewechselt werden müsste und damit die Kosten für das Gerät steigen. Unter dem Strich heißt das Platz 3.
    Die Kosten: ca. 250 Euro
    Kubikmeter pro Stunde: 300 m³/h bei maximaler Stufe
    Maximale Lautstärke: 60 dB (ab 55 dB ist konzentriertes Arbeiten schwierig)

    Fazit: Im Neuzustand filtern die Geräte von Philips, Rowenta und Soehnle ähnlich gut. Doch „jeder Luftreiniger im Test lässt mit der Zeit in seiner Leistungskraft nach“ schreibt die Stiftung Warentest. Am besten abgeschnitten hat daher der Luftfilter von Philips.

    Hinweis: Die drei Geräte sind eher für den privaten Gebrauch gedacht. Doch auch hier sollten Verbraucher vor dem Kauf die Messdaten genau prüfen und dabei nicht nur auf die angegebene Quadratmeterzahl achten, sondern auch darauf, wie viel Kubikmeter Luft das jeweilige Gerät pro Stunde filtern kann (m³/h). Schließlich muss die Deckenhöhe eines Raumes immer mit in die Rechnung einfließen.

    Einer Studie der Bundeswehruniversität München zufolge muss der Luftdurchsatz im Kampf gegen Corona im Schnitt sechsmal so hoch sein wie das Volumen des jeweiligen Raumes. Beispiel: Eine Küche mit zwölf Quadratmetern und einer Deckenhöhe von 2,30 Metern hat ein Raumvolumen von 27,6 Kubikmetern. Multipliziert man das nun mit sechs, ergibt das einen erforderlichen Luftdurchsatz von 165,6 Kubikmetern pro Stunde, die ein entsprechendes Gerät gewährleisten müsste.

    Wenn Unternehmen und Büros dauerhaft mit Raumluftfiltern ausgestattet werden sollen, müssen zudem weitere Faktoren wie die Lautstärke oder die Kompatibilität zu bereits bestehenden Filteranlagen beachtet werden.

    Mehr: Was Unternehmen vor dem Kauf eines Filtergeräts wissen müssen

    • aiv
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