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Trend zu größeren BootenDie Wassersportbranche boomt

Größere Boote und mehr Charter-Kunden: Der Markt für Yachten und Segelboote wächst weiter. Die Wassersportwirtschaft machte in Deutschland zuletzt zwei Milliarden Euro Umsatz. Vor allem eine Bootsklasse ist beliebt. 11.01.2018 - 13:57 Uhr Artikel anhören

Die Branche profitiert von einem Trend zu immer größeren Booten und einer steigenden Charternachfrage.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die deutsche Wassersportwirtschaft hat 2017 von einem Trend zu immer größeren Booten und einer steigenden Charternachfrage profitiert. Für das zurückliegende Jahr rechne die Branche mit einem Umsatzplus um vier Prozent auf mehr als zwei Milliarden Euro, teilte Jürgen Tracht vom Bundesverband Wassersportwirtschaft am Donnerstag im Vorfeld der Wassersportmesse Boot (20. bis 28. Januar) mit.

Auch für 2018 werde mit einem weiteren Wachstum gerechnet. Bei den deutschen Bootsherstellern seien auch die beiden führenden Werften, die Bavaria und die HanseGroup, weiter auf Wachstumskurs.

Bei Segelbooten seien neben den großen Jachten zunehmend auch Katamarane gefragt. Der Trend zu immer größeren Schiffen sei aber auch bei Motorbooten zu beobachten. Fast die Hälfte der deutschen Bootsflotte sei jedoch bereits älter als 25 Jahre. Gebrauchte Boote etwa aus der 1980er Jahren seien mittlerweile zu Preisen ab etwa 15.000 Euro zu haben, berichtete Tracht.

Es sind Europas Beste der Bootsbranche, die jährlich in Düsseldorf ausgezeichnet werden: Zum vierzehnten Mal wurde die internationale Auszeichnung „European Yacht of the Year“ vergeben und zum elften Mal das „European Powerboat of the Year“ gekürt. Die Jury setzt sich aus den Testleitern und Chefredakteuren der elf führenden Segel- und neun führenden Motorboot-Magazine Europas zusammen. Die renommierten Preise wurden auf der Messe „Boot“ am ersten Messe-Wochenende vergeben...

Foto: dpa

Jedes Jahr kommen in Europa rund 70 neue Segelboote auf den Markt. Doch nur fünf Werften dürfen sich über die Auszeichnung „European Yacht of the Year 2017“ freuen.

In der Kategorie der Family Cruiser siegte die RM 970. Nicht nur wegen der Sperrholz-Rümpfe sind RM-Yachten etwas Besonderes. Auch die offene Gestaltung unter Deck sowie die Wahlfreiheit bei Kiel und Ruder heben sie vom Standard ab.

Foto: Delius Klasing Verlag

Darauf hat die Gemeinde der Offshore-Fans gewartet: Pogo Structures bringt eine neue Mittelklasseyacht. Das Boot eignet sich nicht nur zum Rasen, sondern auch zum Reisen.

Foto: Delius Klasing Verlag

In der Kategorie Luxury Cruiser konnte sich die Oceanis Yacht 62 durchsetzen - das neue Top-Modell von Beneteau – der weltgrößten Sportbootwerft. Die Oceanis bietet eine Menge spannende Details, eine sehr eigenständige, markante Linienführung, viel Platz und interessante Optionen. Die innovativen Details, guten Segeleigenschaften und ein günstiger Preis sicherten ihr den Sieg in der Luxus-Kategorie.

Foto: Delius Klasing Verlag

Bei den Special Yachts flog die die Seascape 24 auf den ersten Rang. Die „Rakete zum Reisen“ schafft den Kompromiss zwischen Sportboot und schnellem Wanderboot. Ein echtes Multitalent und dabei leicht trailerbar, mit nur sieben Meter Schiffslänge.

Foto: Delius Klasing Verlag

In der Kategorie Multihulls ging die begehrte Auszeichnung an den Outremer 4X. Als sportlich und rasant sind die Katamarane von Outremer ohnehin schon bekannt. Mit dem 4X bringen die Katamaranbauer aus Südfrankreich jetzt eine noch leistungsstärkere Variante des Outremer 45 auf den Markt. Die Rümpfe werden mit hohen Kohlefaser-Anteilen laminiert, das Rigg ist ebenfalls aus Carbon.

Foto: Delius Klasing Verlag

Bei den Motorbooten gibt es die fünf Längen-Klassen bis 25 Fuß, bis 35 Fuß, bis 45 Fuß, über 45 Fuß sowie eine längenunabhängige Verdränger-Klasse. Neben den üblichen Qualitätsmerkmalen eines Bootes, wie beispielsweise der Verarbeitung oder den Fahreigenschaften, spielen die Raumaufteilung, das Gesamtkonzept und das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtige Rollen bei der Auswahl und Bewertung der Juroren. Häufig sind es auch innovative Ideen, die eine Werft am Ende jubeln lassen ...

Foto: AP

In der kleinen Klasse bis 25 Fuß Bootslänge standen sich diesmal erneut fünf spannende Konzepte gegenüber. Die Sting 610 BR hatte am Ende die Nase vorn. Begründung der Jury: Die Sting 610 BR verfügt über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und punktet darüber hinaus durch gute Fahreigenschaften. Clevere Ausstattungsdetails und viel Platz im Cockpit machen das Boot zu einer guten Wahl, insbesondere für Motorboot-Einsteiger.

Foto: Delius Klasing Verlag

Boote der 35-Fuß-Klasse müssen vor allem praktische Lösungen, eine gute Verarbeitung und ein sicheres Handling auf allen Gewässern vorweisen können. In dieser Kategorie erhielt die Marex 310 Sun Cruiser die Auszeichnung.

Die Marex zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich gute Verarbeitung und sichere Fahr-eigenschaften aus. Das Boot verfügt über viele durchdachte Detaillösungen, die in dieser Bootsklasse Maßstäbe setzen.

Foto: Delius Klasing Verlag

Bei der Abstimmung in der bis 45-Fuß-Klasse überzeugte die Jetten Beach 45. Die Jetten Beach 45 vermittelt aufgrund der offenen Aufteilung und der großen Fenster-flächen ein völlig neues Raum- und Bootsgefühl.

Man könnte sie auch als eine Art „Loft auf dem Wasser“ bezeichnen. Sie hat alles, was einen gelungenen „Family Cruiser“ ausmacht lautet das abschließende Jury-Urteil.

Foto: Delius Klasing Verlag

In der  Klasse über 45 Fuß Bootslänge entschied sich die Jury für die Absolute 50 Fly. Sie verkörpert die gelungene Kombination aus italienischem Design, praktischer Bootsaufteilung und guten sowie sicheren Fahreigenschaften. Sie bietet auf 50 Fuß Bootslänge Komfort und Raumgefühl, welches man sonst nur von größeren Yachten kennt.

Foto: Delius Klasing Verlag

In der längenunabhängigen Verdränger-Klasse ging der „European Powerboat of the Year“-Award 2017 an die Bavaria E 40. Mit der E 40 beschreitet Bavaria völlig neue Wege in der Raumaufteilung eines Verdränger-Bootes.

Die neuartige Innenraum-gestaltung integriert den Fahrstand im Salon und ermöglicht so dem Skipper, auch während der Fahrt am Bordleben teil zunehmen. Sie bietet für ein 40-Fuß-Boot erstaunlich viel Platz. Hinzu kommt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Foto: Delius Klasing Verlag

Der Innovation-Award 2017 im Rahmen der „Powerboat of the Year“-Verleihung ging in diesem Jahr an Volvo Penta. Der Bootsantriebs-Spezialist hat sich in den letzten Jahren stark um das Thema „Easy Boating“ verdient gemacht. Als Vorreiter in der Antriebstechnik hätten Volvo-Produkte wie beispielsweise das IPS, die Joystick-Steuerung, die Easy Docking-Funktion oder das neue Batterie-Management-System das Bootsleben für viele Menschen angenehmer, komfortabler und sicherer werden lassen, fasste BOOTE-Chefredakteur Torsten Moench die Jury-Begründung zusammen.

Foto: Hersteller

Das rund 7,4 Millionen Euro teure Boot aus Großbritannien ist einer der Stars der weltgrößten Bootmesse, die dieses Jahr das Motto "Play Now!" trägt.

Internationaler als je zuvor in ihrer 48-jährigen Geschichte präsentieren im Rahmen der Messe 1.813 Aussteller aus 70 Ländern rund 1.800 Boote. Mehr als 70 Weltpremieren werden in den Hallen mit Segel- und Motoryachten gefeiert.

Auf mehr als 220.000 Quadratmetern gibt es vom 21. bis 209. Januar aber auch alles rund um Tauchen, Angeln, Urlaub am und auf dem Wasser sowie Trendsport zu sehen.

Foto: AP

Nach Berechnungen des Verbands wechselten jährlich rund 18.000 Gebrauchtboote den Besitzer. Gefragt seien dabei jedoch vor allem jüngere Boote, während „alte Schätzchen“ kaum noch Käufer fänden.

Angesichts eines vergleichsweise hohen Durchschnittsalters der Bootsbesitzer von mittlerweile 61 Jahren sei zudem eine möglichst komfortable Ausstattung zunehmend gefragt. Im Trend seien etwa hochwertige Kühlschränke, Heizungen oder Kocheinrichtungen ebenso wie Multimediaausstattungen. Zu der weltweit größten Wassersportmesse werden in diesem Jahr mehr als 1900 Aussteller aus 68 Ländern in Düsseldorf erwartet.

dpa
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