Valentinstag: Warum gefährden zu teure Geschenke eigentlich die Beziehung?
Düsseldorf. Valentinstag, der Tag der Liebe – und Geschenke. Bereits Mitte Januar erinnern die Websites bekannter Blumenhändler oder Drogerien daran, dass es am 14. Februar nur um das eine geht: Liebe mit einem meist rosa- oder rotfarbenen, vor allem aber gerne teuren Geschenk auszudrücken.
Doch während in Ländern wie den Vereinigten Staaten oder Südkorea das Beschenken ein festes Ritual ist, bleiben die Deutschen zurückhaltend. Denn: „Valentinstag ist für die Deutschen ein Konsumtag und kein Tag für die Liebe“, sagt Bernd Stauss, Konsumforscher und ehemaliger Professor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Sie wollen sich dem Druck, ein Geschenk zu machen, der in anderen Ländern vorherrscht, nicht beugen.
Trotzdem beschenken laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Yougov 29 Prozent der Deutschen ihre Liebsten am Valentinstag. Dafür geben sie im Schnitt zehn bis 50 Euro aus, sagt das Netzwerk für Handelsmarketing Offerista. Leider offenbar oft für das Falsche: Während sich laut einer Umfrage der Geschenkideenplattform Perfecto4U die meisten Beschenkten eine Wochenendreise wünschen, bekommen sie Blumen. Ein Konfliktherd, warnt Stauss. Doch wie findet man das perfekte Geschenk?