Adnoc-Covestro-Deal: „Es ist ein gutes Zeichen für Deutschland und den Standort“
Düsseldorf. Nach monatelangen Verhandlungen haben Covestro und Adnoc eine Investitionsvereinbarung unterzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat von Covestro unterstützen das Angebot.
„Adnoc hat offenbar sehr großes Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit und Strategie unseres Unternehmens“, sagt Covestro-Chef Markus Steilemann im Interview mit dem Handelsblatt. Für den deutschen Standort sei es ein gutes Zeichen, dass ein ausländisches Unternehmen eine solche Direktinvestition tätigt.
Die Eigenständigkeit von Covestro sei sehr konkret gesichert. „Es wird die Mitbestimmung im Aufsichtsrat beibehalten und unabhängige Aufsichtsräte auf der Kapitalseite geben“, sagt Steilemann.
Auch der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland gelte bis 2032. Aus der Politik und den Behörden hat Covestro bisher noch keine Signale, dass es Widerstände gegen den Verkauf gebe.
Lesen Sie hier das komplette Interview:
Herr Steilemann, Covestro hat sich mit dem arabischen Ölkonzern Adnoc auf eine Übernahme geeinigt. Ist das ein guter Tag für das Unternehmen oder ein trauriger, weil Sie lieber eigenständig geblieben wären?
Ich glaube, dass es für Covestro ein guter Tag ist. Wichtig ist einmal, dass wir das Unternehmen weiterentwickeln. Und wir haben nun in konstruktiven und langen Verhandlungen Covestro in die Lage versetzt, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Kultur und Geist des Konzerns waren nicht verhandelbar und bleiben ebenso wie die Eigenständigkeit erhalten. Wir haben jetzt einen finanzstarken und langfristig orientierten Partner an der Seite. Das Fundament, auf dem wir unsere nachhaltige Strategie umsetzen können, ist jetzt viel größer.