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AutobauerOpel-Mutterkonzern PSA gibt düstere Prognose für 2020 ab

Die Coronakrise hat tiefe Bremsspuren im Geschäft des französischen Autobauers hinterlassen. Für das laufende Jahr rechnet PSA mit einem deutlichen Einbruch. 21.04.2020 - 13:13 Uhr aktualisiert

Die Franzosen hatten im März die Produktion in 15 Autowerken in Europa, darunter auch bei der deutschen Tochter Opel, wegen der grassierenden Pandemie gestoppt.

Foto: AFP

Paris. Die französische Opel-Mutter PSA hat die Folgen der Coronavirus-Pandemie im ersten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz des Autoherstellers sackte im ersten Quartal um 15,6 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro ab, wie der Konzern am Dienstag in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte. Der weltweite Absatz war im ersten Jahresviertel um gut 29 Prozent auf rund 627.000 verkaufte Fahrzeuge eingebrochen. Angaben zum Gewinn machte PSA nicht.

Der Marktausblick von PSA für das laufende Jahr 2020 sieht düster aus. Die Franzosen rechnen nun mit einem Einbruch von rund einem Viertel in Europa und Lateinamerika, einem Rückgang von 20 Prozent in Russland sowie 10 Prozent in China. Die Prognose hänge aber unter anderem von der Dauer und Ausbreitung der Virus-Krise sowie den Maßnahmen der betroffenen Länder ab.

PSA sieht sich aber dank seines Liquiditätspolsters in der Lage, die Coronakrise zu überstehen. Mit Mitteln von zuletzt 19,4 Milliarden Euro sei die Gruppe einschließlich des dazu gehörenden Zulieferers Faurecia selbst für härtere Zeiten gerüstet, sagte Finanzchef Philippe de Rovira. Darin sind zusätzliche Kreditlinien nicht mitgerechnet, die sich der Autobauer unlängst gesichert hatte.

„Nachdem wir unsere Liquidität gesichert und die Kosten drastisch gesenkt haben, konzentriert sich die Gruppe nun voll und ganz auf die Vorbereitung des Wiederaufschwungs in einem chaotischen wirtschaftlichen Umfeld“, erklärte der Finanzchef. Die Werbeausgaben strich PSA dabei fast komplett, da in der Krise ohnehin kaum Autos verkauft werden. Das Ziel einer durchschnittlichen operativen Rendite von mehr als 4,5 Prozent für den Zeitraum 2019 bis 2021 bekräftigte Rovira.

Wie andere Autobauer auch bereitet PSA das Wiederanfahren seiner europäischen Werke vor. Wegen Problemen bei den Zulieferketten, der fehlenden Nachfrage aber auch Bedenken wegen der Ansteckungsgefahr in der Produktion stehen die Bänder in vielen Werken seit Wochen still. Über einen Fahrplan und Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter verhandelt PSA mit den Arbeitnehmervertretern.

Daimler hat zu Wochenanfang bereits damit begonnen, an einigen Standorten zu produzieren. Bei VW ist das Werk in Bratislava angelaufen, am Donnerstag soll die Produktion in Zwickau beginnen. Danach sollen die anderen Werke folgen.

PSA bereitet sich zur Zeit auf seine Mega-Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Autokonzern Fiat Chrysler vor. Zum französischen Hersteller gehören neben Opel und seiner britischen Schwestermarke Vauxhall die Marken Peugeot, Citroën und DS.

dpa, rtr
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