Autoindustrie: 4000 Beschäftigte haben Mercedes mit Abfindung verlassen
Stuttgart. Im Rahmen des laufenden Abfindungsprogramms haben bislang mehrere Tausend Mitarbeiter den Autobauer Mercedes-Benz verlassen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Insider sprechen von rund 4000 Beschäftigten.
Das Abfindungsprogramm laufe über den Erwartungen, sagt ein Top-Manager. Das Unternehmen wollte die Zahl auf Anfrage nicht kommentieren.
Mercedes-Chef Ola Källenius will bis zum Jahr 2027 etwa fünf Milliarden Euro einsparen – rund eine Milliarde davon durch geringere Personalausgaben. Das Abfindungsprogramm richtet sich an indirekte Mitarbeiter. Das sind alle Beschäftigten, die nicht in der Produktion sind, also Mitarbeiter der Verwaltung, aber auch Ingenieure oder IT-Fachkräfte. Darunter fallen auch Teamleiter und Meister.
Da diese Mitarbeiter in Deutschland über Betriebsvereinbarungen bis Ende 2034 vor Kündigungen geschützt sind, muss der Dax-Konzern ihnen attraktive Angebote vorlegen, damit sie freiwillig ihren Vertrag auflösen. Das Abfindungsprogramm startete Anfang April und läuft noch bis Ende März 2026.
Branche baut zehntausende Stellen ab
Laut Insidern strebt der Autobauer am Ende einen Personalabbau im hohen vierstelligen Bereich an. Dabei gehe es nicht um eine vorher festgelegte Zahl an Stellen. Stattdessen solle das Sparziel von rund einer Milliarde Euro erreicht werden. Gleichzeitig arbeite der Konzern daran, Mitarbeiter für Zukunftsaufgaben zu qualifizieren, sagt eine ranghohe Führungskraft.