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AutozuliefererConti will sich stärker auf Vernetzung und Software von Fahrzeugen konzentrieren

Continental will sich stärker auf Zukunftstechnologien fokussieren. Der neue Konzernchef Nikolai Setzer stellte am Mittwoch seine Strategie vor. 16.12.2020 - 09:32 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Autozulieferer will in bestimmten Technologiefeldern stärker wachsen als die Konkurrenz.

Foto: dpa

Hannover. Continental will unter seinem neuen Chef Nikolai Setzer vor allem durch verstärkte Investitionen in weitere Software- und Elektronik-Projekte die Krise hinter sich lassen. „Wir setzen künftig mit noch mehr Kraft und Mitteln auf unsere Wachstumsfelder und Zukunftstechnologien“, kündigte der seit Mitte November amtierende Vorstandsvorsitzende am Mittwoch an. „Die Software macht den Unterschied.“

Der Dax-Konzern aus Hannover gibt sich nun eine neue Strategie. In deren Rahmen sollen Bereiche wie Vernetzung, assistiertes Fahren oder Hochleistungsrechner im Auto stark ausgebaut werden. Gleichzeitig gilt es, die Marktposition in gesättigteren Segmenten wie Sicherheitstechnik, Anzeigesystemen oder dem Reifengeschäft in Europa zu halten sowie „Wertbeiträge zu sichern“.

Das Kerngeschäft mit der Autozulieferung hatte bei Conti zuletzt merklich geschwächelt. Auf Konzernebene strebt Setzer mittelfristig nun ein Wachstum aus eigener Kraft – also ohne Wechselkurseffekte und Zukäufe gerechnet – von 5 bis 8 Prozent jährlich an, nachdem die maue Branchenlage und Corona-Pandemie den Hannoveranern das Geschäft verhagelt hatten. Bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnspanne vor Zinsen und Steuern plant das Unternehmen mit 8 bis 11 Prozent – ohne die Antriebstechnik, die im kommenden Jahr in die neue Firma Vitesco abgespalten werden soll.

Setzer sagte, das Autozuliefergeschäft insgesamt solle mittelfristig mit 7 bis 11 Prozent Wachstum der wesentliche Treiber sein und damit auch um 2 bis 4 Prozentpunkte stärker zulegen als der Markt. Die Antriebstechnik rechnet Conti auch hier schon nicht mehr dazu. Der Konzern konzentriert sich künftig neben Bremsen und Innenraumteilen auf Elektronik, Sensorik und Software.

dpa
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