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Autozulieferer Leoni kämpft mit Problemen bei Großprojekt – Verlust höher als erwartet

Der Autohersteller muss eine Rückstellung bilden und 20 Millionen Euro abschreiben. Das drückt Leoni noch tiefer in die roten Zahlen als befürchtet.
25.02.2020 Update: 25.02.2020 - 13:36 Uhr Kommentieren
Die im SDax notierte Aktie hatte im vergangenen Jahr zu den größten Verlierern an der Börse gehört. Quelle: dpa
Leoni-Zentrale in Nürnberg

Die im SDax notierte Aktie hatte im vergangenen Jahr zu den größten Verlierern an der Börse gehört.

(Foto: dpa)

Nürnberg Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni ist 2019 wegen der Krise der Autobranche, dem Konzernumbau und Problemen bei einem Großauftrag noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als ohnehin befürchtet. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei ein Verlust von 384 Millionen Euro angefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Nürnberg auf Basis vorläufiger Zahlen mit. 2018 hatte das Ebit noch 144 Millionen Euro betragen.

Experten hatten angesichts der bereits roten Zahlen in den ersten neun Monaten und den bekannten Problemen sowie Umbaukosten mit einem Verlust gerechnet, dabei allerdings nicht in dieser Höhe.

Leoni steht mitten in der Sanierung, nachdem dem Unternehmen in den vergangenen Jahren die eigene Expansion über den Kopf gewachsen war. „Wir befinden uns weiterhin in einer Situation, in der wir konsequent daran arbeiten müssen, Leoni wieder auf Kurs zu bringen“, erklärte Vorstandschef Aldo Kamper.

Grund dafür sind Schwierigkeiten bei einem Großprojekt. Aufgrund aktueller Erkenntnisse musste eine Rückstellung von 80 Millionen Euro gebildet werden und 20 Millionen Euro mussten abgeschrieben werden. Der Umsatz ging 2019 auf rund 4,8 Milliarden (2018: 5,1 Milliarden) Euro zurück.

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    Fortschritte gab es in den vergangenen drei Monaten immerhin bei der Liquidität. Die verfügbaren Mittel seien in den letzten drei Monate um rund sieben Prozent auf 624 Millionen Euro gestiegen – Ende 2018 hatte Leoni allerdings noch rund eine Milliarde Euro zur Verfügung.

    Die Aktie war am Dienstag mit einem Abschlag von rund sieben Prozent größter Verlierer im Kleinwerteindex SDax.

    Mehr: Dieser Zulieferer steht im Brennpunkt des Umbruchs in der Autoindustrie.

    • dpa
    • rtr
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