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Blutgerinnungshemmer Pradaxa Boehringers Wundermittel unter Verdacht

Für Konzerne wie Bayer und Pfizer sind Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, ein globales Milliardengeschäft. Doch die Klagen mehren sich. Nun ermittelt die Mainzer Staatsanwaltschaft gegen Boehringer Ingelheim.
07.12.2015 - 07:39 Uhr
Die Staatsanwaltschaft Mainz geht einer Strafanzeige nach, die dem Konzern vorwirft, die europäische Zulassungsbehörde EMA getäuscht zu haben. Quelle: dpa
Boehringer Ingelheim

Die Staatsanwaltschaft Mainz geht einer Strafanzeige nach, die dem Konzern vorwirft, die europäische Zulassungsbehörde EMA getäuscht zu haben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Sie sind echte Kassenschlager: Medikamente, die Schlaganfälle verhindern, indem sie die Blutgerinnung hemmen. Seit 2011 haben die beiden deutschen Pharmariesen Boehringer Ingelheim und Bayer, aber auch der US-Konzern Pfizer ihre Mittel Pradaxa, Xarelto und Eliquis auf dem Markt. Boehringer und Bayer setzen damit bereits jeweils mehr als eine Milliarde Euro im Jahr um. Aber jetzt droht großer Ärger rund um die Top-Produkte.

Nach Informationen des Handelsblatts ermittelt neuerdings die Staatsanwaltschaft Mainz im Zusammenhang mit dem Boehringer-Präparat Pradaxa. Grund ist eine Strafanzeige: Sie wirft Verantwortlichen von Boehringer Ingelheim vor, die europäische Zulassungsbehörde EMA sowie Patienten und Ärzte getäuscht zu haben. In mindestens einem Fall soll ein Pradaxa-Patient sogar gestorben sein.

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