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Demografischer WandelThyssen-Krupp plant Ausbau von Geschäft mit Treppenliften – erwägt Zukäufe

Aufgrund der alternden Bevölkerung glaubt der Konzern an die Profitabilität von Treppenliften. In einigen Jahren könne bei den Erlösen die Milliardenmarke geknackt werden. 19.10.2018 - 01:42 Uhr Artikel anhören

Dank Digitalisierung soll künftig die Zeitspanne zwischen Ausmessen und Einbau deutlich reduziert werden.

Foto: obs

Essen. Thyssen-Krupp will in seiner Aufzugssparte in den kommenden Jahren das Geschäft mit Treppenliften ausbauen und peilt dabei auch Zukäufe an. „Das ist ein stark wachsendes Geschäft. Es ist sehr profitabel“, sagte der Chef von Thyssen-Krupp Elevator, Andreas Schierenbeck, am Donnerstag am Rande einer Presseveranstaltung des Konzerns in Essen.

„So wie die Bevölkerung altert, wird das ein Wachstumsmarkt bleiben.“ Thyssen-Krupp habe das Geschäft in diesem Bereich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt. „Der Umsatz liegt irgendwo zwischen 300 und 600 Millionen Euro“, sagte der Manager. In fünf, sechs Jahren könne bei den Erlösen die Milliardenmarke geknackt werden.

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Die Aufzugssparte ist die Ertragsperle des Konzerns. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro und beschäftigt über 50.000 Mitarbeiter. Die Zahlen für 2017/18 (per Ende September) legt der Konzern am 21. November vor. Im Geschäft mit Treppenliften beschäftigt das Unternehmen rund 1000 Mitarbeiter. Zu den Konkurrenten gehören die Unternehmen Handicare aus Schweden, die niederländische Otolift und Stannah aus den USA.

„Wir sind Marktführer in dem Geschäft“, erläuterte Schierenbeck, der seit Januar 2013 Chef von Thyssen-Krupp Elevator ist. In Deutschland liege der Marktanteil an Treppenliften bei rund 20 Prozent.

„Die wichtigsten Märkte sind in Europa. Wir sind aber auch in Asien, beispielsweise in Japan, unterwegs.“ Thyssen-Krupp wolle das Wachstum noch beschleunigen und setze dabei auch auf Zukäufe. „Wir erwarten eine Konsolidierung des Marktes.“

Thyssen-Krupp ist zwar bislang eher für Stahl, Autoteile, Anlagen, U-Boote und auch Fahrstühle bekannt, produziert aber bereits seit mehr als 60 Jahren Treppenlifte. Für den Mischkonzern ist dieser Bereich der einzige, in dem sich das Unternehmen unmittelbar an den Endverbraucher richtet. Firmenangaben zufolge kostet ein Treppenlift in Europa zwischen 8000 und 12.000 Euro.

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Schierenbeck äußerte sich am Rande eines Pressegesprächs, bei dem der Konzern über die Möglichkeiten der Digitalisierung im Vertriebsgeschäft informierte. Hierbei kommt beim Ausmessen des Treppenhauses eine Art Mixed-Reality-Brille zum Einsatz, wie man sie sonst eher aus Science-Fiction-Serien kennt.

Thyssen-Krupp arbeitet dabei mit dem US-Software-Riesen Microsoft und der Zühlke-Gruppe zusammen. Mit dieser Technologie soll die sonst übliche Zeit zwischen Ausmaß und Einbau von derzeit zwischen 40 und 70 Tagen auf zwei Wochen verkürzt werden.

rtr
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