Deutz: Motorenhersteller setzt mehr auf Rüstung – Aktie bricht dennoch ein
Düsseldorf. Der Kölner Motorenhersteller Deutz hat seine Pläne für einen Ausbau seines Rüstungsgeschäfts konkretisiert. Wie Konzernchef Sebastian Schulte anlässlich der Jahreszahlen bekannt gab, rechnet das SDax-Unternehmen mit mittleren zweistelligen Millionenumsätzen aus dem Bereich in diesem Jahr.
Ab 2026 könnte das Geschäft nach Einschätzung des Managers anziehen, langfristig sieht Schulte erhebliches Wachstumspotenzial. „Die Zeitenwende ist für uns eine Riesenchance“, sagte Schulte dem Handelsblatt unter Bezugnahme auf die Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Frühjahr 2022. Seit einigen Wochen arbeite ein Projektteam an dem Thema. Deutz habe „eine lange Liste mit Möglichkeiten“.
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Weil die von Scholz ausgerufene Zeitenwende viel öffentliches Geld für den Rüstungssektor vorsah, hat die Deutz-Aktie wegen der Spekulationen über ein stärkeres Engagement im Rüstungssektor allein seit Jahresanfang mehr als 40 Prozent an Wert zugelegt. Zwischenzeitlich notierte das Papier im Vergleich zu Anfang Januar sogar mehr als 90 Prozent im Plus