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Dirk Hoke Der Airbus-Rüstungschef muss Jobs streichen

Keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien und Altlasten im eigenen Haus: Der Chef von Airbus Defence and Space steht vor schwierigen Zeiten.
20.02.2020 - 19:31 Uhr Kommentieren
Der Manager leitet die Airbus-Sparte Verteidigung. Quelle: dpa
Dirk Hoke

Der Manager leitet die Airbus-Sparte Verteidigung.

(Foto: dpa)

München An seiner Entschlossenheit lässt Dirk Hoke keinen Zweifel. Seit drei Jahren sinkt der Auftragsbestand in der Rüstungssparte, nun sei er „zum Handeln gezwungen“. Mitte der Woche erklärte Hoke seinen Betriebsräten, dass rund 2300 Jobs abgebaut werden sollen. Bis zum Sommer soll der Plan stehen.

Die Airbus-Rüstungssparte ist seit Jahren ein Krisenherd für den sonst recht erfolgreichen Flugzeugbauer. Hoke, der 2016 von Siemens zu Deutschlands wichtigstem Rüstungsunternehmen wechselte, hat von seinen Vorgängern zahlreiche Probleme geerbt. Nach jahrelangen Verzögerungen verdient Airbus mit dem Militärtransporter A400M kein Geld mehr, die Produktion des Eurofighters läuft allmählich aus.

Hinzu kommt der Ausfall eines wichtigen Exportkunden. Wegen der Beteiligung von Saudi-Arabien am Krieg im Jemen hat die Bundesregierung einen Ausfuhrstopp verhängt. Die Saudis sind treue Eurofighter-Käufer und waren auch am A400M interessiert. Hoke hatte auf zusätzliche Aufträge spekuliert.

Hoke nimmt nun die deutsche Politik in die Pflicht, die Bundeswehr muss ihre „Tornado“-Flotte erneuern. Neben dem Eurofighter ist auch die amerikanische F-18 im Gespräch, Airbus braucht den Auftrag. Für die Zukunft soll Airbus gemeinsam mit Dassault ein neues Kampfflugzeug entwickeln. Doch das hilft Hoke kurzfristig kaum: Der Flieger ist für 2040 geplant.

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