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ElektroautoWegen Sicherheitsrisiken: Tesla ruft mehrere zehntausend Fahrzeuge zurück

Elektropionier Tesla muss eine Software updaten, die Fahrzeuge an Kreuzungen zum Stoppen bringen soll. Erst im November hatte der Konzern 12.000 Fahrzeuge zurückrufen müssen.Felix Holtermann 02.02.2022 - 04:33 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Software in vielen Tesla-Modellen musste zuletzt immer wieder per Update überarbeitet werden.

Foto: AP

Washington. US-Elektroautobauer Tesla muss wegen Sicherheitsrisiken mehrere zehntausend Fahrzeuge updaten. Betroffen seien insgesamt 53.822 Autos mit einer Software, die sogenannte rollende Stopps ermögliche und an Kreuzungen nicht vollständig den Wagen stoppe, teilte die US-Sicherheitsbehörde NHTSA mit. Dies stelle ein Risiko für die Sicherheit auf den Straßen dar. Tesla werde ein Software-Update vornehmen, das die Funktion „Rolling Stop“ deaktiviere. Die Behörde fügte hinzu, dass sie „regelmäßige Gespräche mit allen Herstellern führt, um potenzielle Sicherheitsbedenken bei dieser Art von Systemen zu diskutieren“.

Auf Twitter äußerte sich Tesla-Vorstandschef Elon Musk zu dem Rückruf. Er erklärte, dass es „keine Sicherheitsprobleme“ mit der Funktion gegeben habe.

Ein Tesla-Auto mit der Funktion „verlangsamte einfach auf rund zwei Meilen pro Stunde und fuhr vorwärts, wenn freie Sicht bestand“ und keine anderen Autos oder Fußgänger unterwegs waren, so Musk.

Erst im November hatte Tesla fast 12.000 US-Fahrzeuge zurückgerufen, die seit 2017 verkauft worden waren. Grund war hier ein Software-Update, das unter anderem zu einer plötzlichen, fehlerhaften Notbremsung führen konnte.

Im Dezember hatte die NHTSA eine vorläufige Untersuchung der Tesla-Modelle 3, S, X und Y der Baujahre 2017 bis 2022 eröffnet. Hintergrund war hier die Funktion „Passenger Play“, die nach Ansicht der Behörde den Fahrer ablenken und das Risiko eines Unfalls erhöhen kann.

Und in der letzten Woche hatte die NHTSA mitgeteilt, im Rahmen einer Untersuchung von 580.000 Fahrzeugen zusätzliche Informationen von Tesla angefordert zu haben, da der Autohersteller nun Fahrgästen das Spielen von Games auf dem Touchscreen in der Mitte des Autos ermögliche.

Bereits August hatte die NHTSA eine formelle Sicherheitsuntersuchung des Autopiloten von Tesla in 765.000 US-Fahrzeugen eingeleitet. Zuvor war es zu rund einem Dutzend Unfällen gekommen, an denen Tesla-Modelle beteiligt waren. Auch diese Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

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Mit Material von Reuters.

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