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Industrie Stahlhändler Klöckner & Co baut 1000 Stellen ab

15 Prozent der Jobs sollen bei dem Stahlhändler KlöCo künftig wegfallen. Trotz der Coronakrise will das Unternehmen die Digitalisierung ausbauen.
04.05.2020 - 14:17 Uhr Kommentieren
Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen operativen Verlust. Quelle: dpa
KlöCo

Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen operativen Verlust.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der von der Coronakrise gebeutelte Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) will die Digitalisierung vorantreiben und dabei etwa 15 Prozent der Stellen abbauen. „Die Krise ist eine enorme Chance, um bestimmte Themen schneller umzusetzen“, erklärte Vorstandschef Gisbert Rühl am Montag in einer Telefonkonferenz.

So werde KlöCo die seit Jahren laufende Digitalisierung ausbauen. Das werde den Abbau von über 1000 der insgesamt rund 8200 Stellen nach sich ziehen. Die Kosten dafür bezifferte Rühl mit 50.000 bis 60.000 Euro je Mitarbeiter, also insgesamt rund 60 Millionen Euro.

Trotz des Absatz- und Ergebniseinbruchs infolge der Corona-Pandemie sieht der Manager den Stahlhändler finanziell gut gerüstet. „Wir werden ohne staatliche Hilfe auskommen“, betonte Rühl. Der Cash Flow werde 2020 zwar sinken, aber deutlich positiv ausfallen.

Im ersten Quartal verbuchte KlöCo mit einem Nettoverlust von 21 Millionen Euro einen um elf Millionen Euro höheren Fehlbetrag als im Vorjahreszeitraum. Bei einem Umsatzrückgang um 14,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro sank das operative Ergebnis (Ebitda) auf 21 (Vorjahr: 34) Millionen Euro.

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    Im zweiten Quartal erwartet Rühl ein negatives Ebitda im niedrigen zweistelligen Millionen Euro Bereich und einen Absatzeinbruch wie im April von voraussichtlich 30 Prozent. Wegen der Unwägbarkeiten wagte Rühl keinen Jahresausblick. Ergebnis und Umsatz würden aber deutlich sinken.

    An der Börse sorgten die Nachrichten zeitweise für einen 14-prozentigen Kurseinbruch auf 3,20 Euro. Die Warnung vor einem operativen Verlust im laufenden Quartal sei eine Überraschung, sagt ein Börsianer.

    Mehr: Thyssen-Krupp: Finanzieller Spielraum nach Milliarden-Deal „weitaus geringer als angenommen“.

    • rtr
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