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Industrie- und AutozuliefererStabilus investiert in Automatisierung und baut Stellen ab

Der Zulieferer steckt rund zehn Millionen Euro in die Modernisierung seines Hauptwerks in Koblenz. Dadurch will Stabilus den Personalbedarf senken. 31.07.2023 - 12:39 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Schon heute setze der Konzern in seinem Hauptwerk zehn Prozent weniger Beschäftigte ein als 2022.

Foto: Stabilus GmbH

Frankfurt. Der Industrie- und Autozulieferer Stabilus sieht wegen der geplanten Automatisierung seines Hauptwerkes in Koblenz weniger Personalbedarf. Bis 2025 sollten 15 Prozent der Stellen dort abgebaut werden, hauptsächlich durch natürliche Fluktuation und Renteneintritte, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Montag mitteilte.

Schon heute setze der Konzern dort zehn Prozent weniger Beschäftigte ein als 2022. Der Jobabbau betreffe hauptsächlich die Produktion, in der 1000 Beschäftigte arbeiteten, erläuterte ein Sprecher. Rund zehn Millionen Euro will Stabilus in die Modernisierung und Automatisierung des Werkes stecken, um Produktionswege und körperliche Arbeiten zu reduzieren.

„Koblenz ist das Herz und der Motor unseres Konzerns, darum wollen wir den Standort zeitnah und wirksam zukunftsfähig aufstellen und in diesen investieren“, erklärte Vorstandschef Michael Büchsner. Ziel der Modernisierung sei es, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Vor Kurzem sei mit der Gewerkschaft IG Metall ein Zukunftstarifvertrag für den Standort vereinbart worden.

Konzernweit beschäftigt Stabilus, spezialisiert auf Gasfedern unter anderem für Autositze und -türen, Dämpfer und elektromechanische Antriebe, gut 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im abgelaufenen Quartal, dem dritten im Geschäftsjahr 2022/23, stieg der Umsatz um gut 13 Prozent auf 306,5 Millionen Euro.

In Europa und Asien sei vor allem das Geschäft mit Spindelantrieben für das Anheben von Auto-Heckklappen oder auch Dachfenstern kräftig gewachsen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte etwas weniger stark als der Umsatz um 10,6 Prozent auf 41,9 Millionen Euro zu. Daraus ergibt sich eine bereinigte Ebit-Marge von 13,7 (Vorjahresquartal: 14,0) Prozent.

Bei der Prognose für das Gesamtjahr sieht Stabilus den Umsatz nun mit 1,2 Milliarden Euro am oberen Ende der Spanne (1,1 bis 1,2 Milliarden) und die bereinigte Ebit-Marge mit 13,0 Prozent am unteren Ende (13 bis 14 Prozent). Ursachen dafür seien das schwache China-Geschäft zu Beginn des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres, eine ungünstige Entwicklung von Wechselkursen und deutlich steigende Arbeitskosten, erklärte Finanzchef Stefan Bauerreis.

Prozentual seien die Löhne in Deutschland mit einem Plus von fünf Prozent dabei weniger stark gestiegen als in Mexiko oder Rumänien, wo aufgrund hoher Inflationsraten zehn bis 15 Prozent mehr gezahlt wird. Das Unternehmen versuche, zum Ausgleich dazu die Preise anzuheben. In China habe sich die Lage gebessert, ergänzte Vorstandschef Büchsner. Mit dem Hochlauf einer neuen Fabrik sei Stabilus hier auf einem starken Wachstumspfad.

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