Interview: „Wenn wir es richtig machen, werden die USA immer weniger gebraucht“
Paris. Am liebsten hätten sich Michael Schöllhorn und Florian Seibel wohl selbst ins Cockpit eines der Flieger oder Hubschrauber gesetzt und wären losgeflogen. Glaubt man den beiden ehemaligen Piloten der Bundeswehr, dann könnten sie es wohl auch noch. Doch die Manager sind auf der Pariser Air Show, um über ihr Geschäft zu reden. Dort geben sie dem Handelsblatt ein Interview.
Schöllhorn ist Chef der Rüstungssparte des weltgrößten Luftfahrtkonzerns, Airbus Defence and Space. Seibel hat das Drohnen-Start-up Quantum Systems mitgegründet. Beide Unternehmen haben eine Kooperation beschlossen und planen, ein gemeinsames Ökosystem für die Luftaufklärung zu entwickeln.
Doch wie realistisch ist es, dass Deutschland und Europa tatsächlich unabhängig von den USA werden und eine eigene Sicherheitsarchitektur aufbauen? Die USA werden „immer weniger“ gebraucht, ist sich Schöllhorn sicher – „wenn wir es richtig machen“.