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Kompromiss im Machtkampf Daimler baut Elektroantrieb künftig im Stammwerk

Teile des elektrischen Antriebs für Mercedes-Modelle werden künftig in Stuttgart gefertigt. Darauf haben sich Management und Betriebsrat geeinigt.
11.12.2019 - 13:37 Uhr 1 Kommentar
Der Machtkampf um die Produktion des elektrischen Antriebsstrangs ist entschieden. Quelle: dpa
Daimler in Untertürkheim

Der Machtkampf um die Produktion des elektrischen Antriebsstrangs ist entschieden.

(Foto: dpa)

München Mitte Oktober schockte Daimler-Chef Ola Källenius die Arbeiterführer des Mercedes-Herstellers. Es sei ziemlich unwahrscheinlich, dass der Autobauer den elektrischen Antriebsstrang (eATS) für seine Strommodelle künftig selbst im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim herstellen werde, ließ der Topmanager die Betriebsräte im Rahmen einer Zusammenkunft wissen.

Für die Arbeitnehmervertreter war das ein Affront, markiert der Akku-Antrieb, bestehend aus Elektromotor, kleinem Getriebe samt Differenzial sowie Leistungselektronik einschließlich Steuerungssoftware, für sie doch eine rote Linie. Die Betriebsräte sehen im eATS das zentrale Symbol dafür, dass die mehr als 170.000 Beschäftigten von Daimler in Deutschland bei der Transformation hin zur Elektromobilität nicht zu kurz kommen.

Eine Fremdvergabe des elektrischen Antriebsstrangs sei daher „nicht tolerierbar“, polterten die Arbeiterführer in einer Resolution und schlossen Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik nicht aus. Doch der drohende Aufstand ist nun abgesagt. Management und Betriebsrat haben sich nach einem wochenlangen Machtkampf auf einen Kompromiss geeinigt, wie aus einer gemeinsamen Erklärung hervorgeht.

„Am Mercedes-Benz Standort Untertürkheim werden künftig Teile des elektrischen Antriebsstrangs (eATS) gefertigt und montiert. Die Produktion des eATS ist ein Bekenntnis zum Mercedes-Benz Traditionsstandort Untertürkheim und ein zukunftweisendes Signal für die Beschäftigten“, erklärten Standortleiter Frank Deiß und Michael Häberle, Betriebsratschef im Daimler-Stammwerk, am Mittwoch in einem gemeinsamen Statement.

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    Details zu der Einigung nannten die beiden zunächst nicht. Erst am Donnerstagnachmittag wollen der Manager und der Betriebsrat die Ergebnisse ihres Kompromisses vor Journalisten erörtern.

    Klar ist aber: Für seine ersten Elektroautos der Marke EQ, wie den Strom-SUV EQC, kauft Daimler den elektrischen Antriebsstrang noch beim Zulieferer ZF zu. Der nun mit dem Betriebsrat geschlossene Kompromiss bezieht sich auf die nächste Generation des eATS, der ab 2024 teils in Untertürkheim hergestellt wird.

    Das älteste Werk von Daimler ist durch den Wandel zur Elektromobilität besonders betroffen, hängt es derzeit doch fast ausschließlich am Verbrennungsmotor. Fast 11 000 Frauen und Männer produzieren hier in sechs Werksteilen entlang des Neckars Motoren, Getriebe und Achsen samt Gussteilen.

    Mehr: Der von der EU geplante Green Deal werde in der Autobranche viele Jobs kosten, warnt Bosch-Chef Denner. Er fordert, nicht nur den Ausstoß, sondern die CO2-Bilanz der gesamten Prozesskette anzuschauen.

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