Lkw: Scania eröffnet Batteriemontage – VW-Tochter kämpft mit der Elektrowende
Bis 2030 soll die Hälfte aller neu verkauften Lkw bei Scania und MAN elektrisch fahren.
Foto: ScaniaDüsseldorf. Lastwagen fahren immer noch fast ausschließlich mit Diesel. Der schwedische Lkw-Bauer Scania kommt nun bei der Elektrifizierung aber einen großen Schritt voran. Diese Woche hat das Unternehmen, das zur Volkswagen-Nutzfahrzeugsparte Traton gehört, seine erste Batteriemontage am Hauptsitz in Södertälje eröffnet. Man verfüge damit nun „über einen Schlüsselfaktor“ für die Elektromobilität, sagte Scania- und Traton-Chef Christian Levin dem Handelsblatt.
An dem Standort werden Batteriezellen der Firma Northvolt in Module eingesetzt und zu fertigen E-Lkw-Batterien zusammengebaut. Scania und Northvolt hatten die gemeinsam entwickelte Batteriezelle Ende April vorgestellt. Sie ist auf eine Lebensdauer von 1,5 Millionen Straßenkilometern ausgelegt. Scania investiert etwa 125 Millionen Euro in die Fertigungsanlage.
Trotz der guten Nachrichten steht Traton bei der Elektrowende noch ganz am Anfang. Gerade einmal 654 vollelektrische Lkw und Busse hat Traton mit den Marken Scania und MAN in den ersten sechs Monaten 2023 verkauft. Gemessen am Gesamtabsatz im ersten Halbjahr entspricht das einer Elektroquote von 0,4 Prozent. Bis 2030 soll der Anteil bereits auf 50 Prozent gewachsen sein. Die engsten Konkurrenten Daimler Truck und Volvo nennen ähnliche Ziele.