Novo Nordisk: Umstrittene Aufsichtsratswahlen setzen Vorstand unter Druck
München. Wenn Mike Doustdar etwas anpackt, dann mit Tempo und Risiko. Erst seit wenigen Monaten führt er als neuer Vorstandschef Novo Nordisk. Seitdem verfolgt er eine aggressive Akquisitions-Strategie. Und musste dabei bereits erste Rückschläge hinnehmen. Aufhalten lassen will er sich davon nicht. Bremsen könnte ihn nun aber ausgerechnet der wichtigste Aktionär des Unternehmens und jener Mann, der heute an die Spitze des Aufsichtsrats gewählt werden soll.
Investoren des dänischen Abnehmspritzenherstellers stimmten am Freitag dafür, den ehemaligen Konzernchef Lars Rebien Sorensen zum neuen Vorsitzenden des Gremiums zu machen. Der Däne, der das Unternehmen 16 Jahre führte, steht inzwischen an der Spitze der Novo Nordisk Stiftung, die 77 Prozent der Stimmrechte hält. Er erhält damit eine seltene Doppelrolle, die Doustdars Kurs künftig enger kontrollieren dürfte.