Pfizer, Roche und Co.: Zweiteilung der Pharmaindustrie: Wer von Covid-19 profitiert – und wer nicht
Währungsbereinigt dürfte die Pharmabranche während der Pandemie um etwa zwei Prozent geschrumpft sein.
Foto: AFPFrankfurt. Die Covid-Pandemie hat die Pharmabranche ins Rampenlicht gerückt und ihr ein unerwartetes neues Wachstumssegment verschafft. Eine Analyse der jüngsten Quartalszahlen der Branche indessen zeigt, wie stark sich der Effekt auf einige wenige Firmen konzentriert, während der Rest der Branche von der Pandemie operativ eher gebremst wird.
Unter den 30 führenden Pharmaherstellern offenbart sich damit inzwischen ein Wachstumsgefälle, wie es die Branche bisher wohl noch nie gesehen hat. Und im Jahresverlauf dürfte sich der Effekt sogar noch verstärken.
Das liegt zum einen daran, dass mit den Biotechaufsteigern und Covid-Impfstoffentwicklern Moderna und Biontech erstmals zwei Newcomer aus dem Stand unter die 30 umsatzstärksten Arzneimittelanbieter der Welt vorrückten. Sie hatten im Vorjahr noch keinerlei operatives Pharmageschäft, sondern nur einige bescheidene Einnahmen aus Forschungsallianzen mit anderen Pharmafirmen.
Entsprechend astronomisch fallen nun die Wachstumsraten im ersten Quartal aus. Moderna steigerte den Umsatz von acht Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf gut 1,9 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2021. Das entspricht rund 24.000 Prozent Umsatzwachstum. Biontech legte von knapp 28 Millionen Dollar auf mehr als 2,4 Milliarden Dollar zu.