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Pharmakonzern Eli Lilly trennt sich vom Tiergesundheitsgeschäft

Der Pharmakonzern verabschiedet sich von der Tier-Sparte. Eli Lilly will sich stärker auf Medikamente in anderen Bereichen konzentrieren.
24.07.2018 - 14:32 Uhr Kommentieren
Das Geschäft mit Arzneimitteln für Tiere war in den vergangenen Jahren stark in Bewegung. Quelle: AP
Eli Lilly

Das Geschäft mit Arzneimitteln für Tiere war in den vergangenen Jahren stark in Bewegung.

(Foto: AP)

Frankfurt Der US-Pharmakonzern Eli Lilly trennt sich von seinem Tiergesundheitsgeschäft. Zunächst solle ein Minderheitsanteil von weniger als 20 Prozent an die Börse gebracht werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dieser Prozess solle im zweiten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden. Der verbleibende Teil des Geschäfts, das unter dem Namen Elanco geführt wird, solle dann durch eine steuereffiziente Transaktion verkauft werden.

Eli Lilly könne sich mit dem Schritt stärker auf sein Pharmageschäft mit Medikamenten etwa in den Bereichen Krebs, Diabetes und Immunologie konzentrieren, erklärte Vorstandschef David Ricks. Der Konzern hatte seine Tiergesundheitssparte im Herbst auf den Prüfstand gestellt.

Das Geschäft mit Arzneimitteln für Tiere war in den vergangenen Jahren stark in Bewegung. So hatte Deutschlands zweitgrößer Pharmakonzern Boehringer Ingelheim die Tierarzneisparte Merial von Sanofi übernommen. Der US-Pharmariese Pfizer hatte einen Anteil an seinem Tiergesundheitsgeschäft Zoetis 2013 an die Börse gebracht und sich im selben Jahr von den restlichen Anteilen getrennt.

Zudem gibt es immer wieder auch Spekulationen, dass sich der Leverkusener Bayer-Konzern von seinem Tiergesundheitsgeschäft trennen könnte. Zoetis ist der weltgrößte Anbieter in dem Markt.

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    Eli Lilly hatte im vergangenen Jahr zuletzt gut 13 Prozent seines Umsatzes von insgesamt 22,9 Milliarden Dollar in der Tiergesundheit erzielt. Im zweiten Quartal machte das Unternehmen einen höheren bereinigten Gewinn als erwartet und hob seine Ergebnisprognose an.

    Unter dem Strich fiel jedoch ein Nettoverlust von knapp 260 Millionen Dollar nach einem Vorjahresgewinn von rund einer Milliarde Dollar an wegen hoher Kosten im Zusammenhang mit Zukäufen. Der Umsatz erhöhte sich um neun Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar. Dazu trug ein starkes Geschäft mit neuen Arzneien gegen Diabetes, rheumatoide Arthritis und Schuppenflechte bei.

    • rtr
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