Pharmaunternehmen: Die 50-Milliarden-Dollar-Chance: So viel bringt KI der Pharma-Branche
Die Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe könnte durch KI eine deutliche Verbesserung erfahren.
Foto: BloombergFrankfurt, Düsseldorf. Durchschnittlich zehn bis zwölf Jahre – so lange dauert es, bis ein neues Medikament entwickelt ist. Klinische Studien, bei denen ein Wirkstoffkandidat an Patientengruppen getestet wird, machen davon sieben Jahre aus. Mehr als zwei Milliarden Euro kostet es im Schnitt, ein Medikament bis zur Marktreife zu bringen.
Was, wenn man die Kosten senken könnte? Die Entwicklung beschleunigen? Die Medikamente schneller an die Patienten bringen? Genau das erhoffen sich Pharmaunternehmen vom Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Und erste Projekte sind vielversprechend gestartet.
Bis zu 70 Prozent an Zeit und Kosten könnte man einsparen, prophezeite Ashwini Ghogare Anfang des Jahres auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Chemikerin leitet bei der Merck-Tochter MilliporeSigma den Bereich AI and Automation in Drug Discovery. „Künstliche Intelligenz bietet enormes Potenzial, um neue und wirksamere Medikamente zu entdecken“, sagt sie. „So können bessere Therapien schneller für Patienten verfügbar werden.“
Neue Medikamente könnten künftig vielleicht schon in drei Jahren auf den Markt kommen. Und es dürfte mehr neue Therapien geben, erwarten die Biotech-Analysten von Morgan Stanley.