Ransomware-Attacken: Darkside – eine Hackergruppe wird zum Albtraum der Wirtschaft
Für Hacker sind Attacken auf die IT-Systeme von Unternehmen ein einträgliches Geschäft geworden.
Foto: dpaDüsseldorf. Es ist der Albtraum eines jeden Unternehmens: Mehr als 150 Gigabyte sensibler Daten soll die Hackergruppe Darkside vom Essener Chemiehersteller Brenntag gestohlen haben. Die Originale, die auf den Servern der Firma lagerten, wurden verschlüsselt. Die Vollzugsmeldung an die Konzernverantwortlichen verbanden die Kriminellen mit einer Lösegeldforderung: 7,5 Millionen US-Dollar, zu zahlen in Bitcoin.
Andernfalls, so die Drohung, würden die Dokumente, die neben Mitarbeiterinformationen auch Finanzdaten und Verträge enthalten sollen, im Internet veröffentlicht.
Laut dem IT-Portal „Bleeping Computer“, das am Donnerstag zuerst über den Vorfall berichtete, habe Brenntag sich mit den Kriminellen schließlich auf die Zahlung von 4,4 Millionen US-Dollar geeinigt, um die eigenen Daten wieder entschlüsselt zu bekommen und eine Veröffentlichung zu verhindern. Die Website gilt üblicherweise in Fragen der IT-Sicherheit als gut informiert und belegt die Attacke auf Brenntag mit Screenshots, in denen die Erpresser ihre Forderung geltend machen.
Brenntag selbst bestätigte den Angriff auf Anfrage. „Brenntag wurde in Nordamerika mit einem Fall von eingeschränkter Informationssicherheit konfrontiert“, sagte eine Sprecherin. Die betroffene Einheit habe daraufhin betroffene Systeme vom Netzwerk getrennt und umgehend Cybersicherheits- und Forensik-Experten beauftragt, sie bei der Untersuchung zu unterstützen. „Brenntag nimmt den Schutz seiner Systeme und Daten sehr ernst.“