Tesla-Herausforderer: Elektroauto-Hersteller Fisker startet Serienproduktion des Ocean
Der Automobilhersteller will mit dem Ocean in Serie gehen. Im Unterschied zu Tesla und anderen lässt Fisker die Elektroautos im Auftrag bauen.
Foto: HandelsblattNew York. Es ist ein lange erwarteter Schritt: Beim österreichischen Automobilproduzenten Magna in Graz hat die Serienproduktion des lange erwarteten Elektroautos Fisker Ocean begonnen. Das teilte der US-Autobauer am Donnerstag mit.
„Es ist ein emotionaler Tag, an dem wir die Produktion des nachhaltigsten Fahrzeugs der Welt in Rekordzeit und pünktlich in der klimaneutralen Fabrik in Graz starten“, erklärte Fisker-Gründer Henrik Fisker.
Im Unterschied zu Wettbewerbern wie Tesla, Rivian oder Lucid setzt Fisker nicht auf die Eigenproduktion, sondern lässt seine Autos im Auftrag bauen. Dadurch kann das Unternehmen direkt auf eingespielte Produktionsstandorte zurückgreifen, statt die komplexe Massenfertigung selbst zu meistern. Im Gegenzug fließt ein signifikanter Teil der Verkaufseinnahmen an den Partner Magna.
Fisker wird 2022 zunächst nur 15 Elektroautos verkaufen
„Wir haben das alte Modell der langen Entwicklungszeiten infrage gestellt“, so Henrik Fisker. Schon zur Markteinführung sollten die eigenen Autos „die höchste Qualität“ aufweisen.
Bis zum Jahresende will Fisker lediglich 15 Fahrzeuge ausliefern. Richtig losgehen soll es im ersten Quartal 2023 mit mehr als 300 Autos. Im zweiten Quartal sollen dann über 8.000 Autos hergestellt werden; im Gesamtjahr 2023 plant Fisker mit einer Produktion von 42.400 Autos. Rund 80 Prozent der gesamten Jahresproduktion sind damit erst für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.