Thyssen-Krupp-Chef im Interview: „Die grüne Transformation bietet Wachstumschancen“
Essen. Seit sieben Monaten ist Miguel López Vorstandsvorsitzender von Thyssen-Krupp, gut ein halbes Jahr, in dem der Manager sich bereits bemüht hat, den Konzern strategisch neu auszurichten. Neben dem Börsengang der Wasserstofftochter Nucera und Verkaufsgesprächen über die Stahlsparte wurde zuletzt der Vorstand erweitert – damit brachte López die Arbeitnehmer gegen sich auf.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt begründet der Thyssen-Krupp-Chef den Schritt und erklärt, wie er den Industriekonzern endgültig aus der Schieflage führen will. Dazu brauche es eine gute Performance, Portfoliomaßnahmen und die grüne Transformation. Bei Letzterer benötige die energieintensive Industrie Unterstützung aus der Politik, sagt López. Er warnt, dass auch in diesem Kontext die steigenden Umfragewerte der AfD ein Risiko für Deutschland darstellen.
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Herr López, Sie sind seit sieben Monaten Vorstandschef von Thyssen-Krupp. Es gab eine ganze Reihe Misstöne. Zuletzt ging es ausgesprochen geräuschvoll zu. Haben Sie die Mannschaft gegen sich aufgebracht?
Wir haben eine Menge angestoßen und sind mit Tempo und Intensität unterwegs. Dass Veränderungen nicht überall auf Anhieb Begeisterung auslösen, ist so. Deshalb ist es wichtig zu erklären, was wir tun und warum.