Uhde Chlorine Engineers: Thyssen-Krupp will Zukunftsgeschäft mit Wasserstoff-Elektrolyseuren auslagern
Der Ruhrkonzern gilt als Marktführer bei Anlagen für die alkalischen Elektrolyse.
Foto: Thyssen-KruppDüsseldorf, Frankfurt. Die Zukunftsvision für Thyssen-Krupp hat einen Namen: Sie heißt Wasserstoff – und wird das Geschäftsmodell des Essener Industriekonzerns in den nächsten Jahrzehnten deutlich verändern.
Ob in der Stahlindustrie, der Automobilindustrie oder im Anlagenbau: Fast überall, wo Thyssen-Krupp mit seinen zahlreichen Sparten vertreten ist, sind die Hoffnungen groß, dass rund um den klimaneutralen Energieträger eines Tages milliardenschwere Märkte entstehen.
Für diesen Boom will sich der Ruhrkonzern nun bereitmachen. Wie das Handelsblatt im Gespräch mit dem Finanzchef der Sparte „Multi Tracks“, Oliver Tietze, erfuhr, soll dazu die Tochterfirma Uhde Chlorine Engineers aus dem Chemieanlagenbau herausgelöst und verselbstständigt werden, „um besser auf die speziellen Anforderungen dieses Geschäfts einzugehen“.
So bewege sich der Konzern in den anderen Geschäften des Chemieanlagenbaus, also beispielsweise im Düngemittel- oder Kokerei-Anlagenbau, in geringer wachsenden Märkten. „Bei der Wasserelektrolyse dagegen handelt es sich um ein hochdynamisches Wachstumsgeschäft“, sagt Tietze. „Deshalb müssen wir zum Beispiel die Marktentwicklung und den Vertrieb deutlich stärken sowie uns strategisch positionieren.“