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VW-Großaktionär Porsche SE schreibt rote Zahlen

Die VW-Dachgesellschaft rutscht in die roten Zahlen. Für das Gesamtjahr peilen die Familien Porsche und Piëch aber weiterhin einen Gewinn an.
10.08.2020 - 11:01 Uhr Kommentieren
Die Holding der VW-Eignerfamilien leidet unter der Coronakrise. Quelle: dpa
Porsche SE

Die Holding der VW-Eignerfamilien leidet unter der Coronakrise.

(Foto: dpa)

Hamburg VW-Haupteigner Porsche SE ist wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in die Verlustzone gerutscht. Nach sechs Monaten stand ein Netto-Verlust von 329 Millionen Euro zu Buche, wie die Familienholding am Montag in Stuttgart mitteilte. Im vergangenen Jahr hatte die Porsche SE noch fast 2,4 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen.

Der Gewinn der Dachgesellschaft, über den die Familien Porsche und Piëch die Mehrheit an Volkswagen halten, speist sich zum größten Teil aus dem Geschäft des Wolfsburger Autobauers.

Weil die Porsche SE ihren VW-Anteil unlängst auf 53,3 Prozent leicht erhöhte, sank die Netto-Liquidität auf 505 (Vorjahr 553) Millionen Euro. Für das Gesamtjahr verzichtete die Holding wegen der Unsicherheit in der Coronakrise auf einen konkreten Ausblick, stellte aber einen Gewinn in Aussicht. Volkswagen hat für 2020 bereits einen „gravierenden Rückgang“ beim operativen Ergebnis angekündigt, rechnet aber nicht mit einem Verlust.

Bei der Netto-Liquidität peilt die Porsche SE für das Gesamtjahr unverändert einen Wert zwischen 400 und 900 Millionen Euro an. Die Sparte, in der die Porsche SE Beteiligungen an Firmen in der Transportlogistik, der Verkehrsplanung und dem Verkehrsmanagement zusammenfasst, kam auf einen Umsatz von 50 (52) Millionen Euro. Der Netto-Verlust weitete sich hier auf elf Millionen Euro von vier Millionen im Vorjahr aus. Als Grund nannte die Holding unter anderem gestiegene Personalkosten.

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    Genau wie VW plant auch die Porsche SE, die Dividende für das Jahr 2019 zu kürzen. Je Vorzugsaktie sollen nun nur noch 2,21 Euro ausgeschüttet werden, für jede Stammaktie soll es rund 2,20 Euro geben. Das wären jeweils 90 Cent weniger als ursprünglich geplant. Sämtliche Stammaktien werden von den Familien Porsche und Piëch gehalten. Alle übrigen Aktionäre haben mit ihren Vorzugsaktien kein Stimmrecht, bekommen dafür im Gegenzug aber eine geringfügig höhere Dividende.

    Mehr: Die Familien Porsche und Piëch stellen die Machtbalance wieder her

    • rtr
    • dpa
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