Broker-Apps: Wie Neobroker den Wertpapierhandel umwälzen
Per Smartphone ist der Handel von überall möglich.
Foto: Moment/Getty ImagesFrankfurt. Für Privatanleger hat sich der Wertpapierhandel in den vergangenen 20 Jahren grundlegend verändert. Hat er sich mit den Onlinebrokern zunächst von der Bankfiliale auf den eigenen PC verlagert, kommt jetzt die nächste Umwälzung. Per Smartphone ist der Handel nun von überall möglich.
Befeuert wird der Trend durch Neobroker wie Trade Republic, Justtrade und Co. „Mit unserer leicht verständlichen App für die mobile und provisionsfreie Geldanlage erreichen wir die Mitte der Gesellschaft, die sich vor dem Hintergrund von demografischem Wandel, Negativzinsen und Inflation zunehmend um die private Altersvorsorge kümmert“, so Trade-Republic-Gründer Christian Hecker.
Trade Republic verlangt pro Transaktion eine Fremdkostenpauschale von einem Euro – deutlich weniger als große Anbieter wie Comdirect, Consorsbank oder ING. Bei anderen Neobrokern wie Gratisbroker und Justtrade ist das Handeln sogar komplett gebührenfrei. Und Scalable Capital brachte 2020 mit einer Trading-Flatrate noch eine neue Variante ins Spiel.
Kunden können bei den jungen Angreifern zwar meist nur unter einem eingeschränkten Produktangebot oder wenigen Handelsplätzen wählen. Für Anleger ist der Wettbewerb in der Branche dennoch positiv: Auch etablierte Broker werben mit neuen Apps und kostenfreien Wertpapiersparplänen um Kunden.