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MedienDöpfner schließt Börsengang von Axel Springer nicht aus

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner denkt über einen möglichen Börsengang nach. Im Fokus soll weiterhin das Journalismusgeschäft stehen – KI eröffnet neue Chancen für Print. 19.08.2025 - 11:37 Uhr Artikel anhören
Mathias Döpfner: „Unsere Limitation ist im Moment nicht das Geld, sondern unsere eigene Kreativität und Exzellenz, unsere eigenen Ideen.“ Foto: AP

Berlin. Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner schließt einen erneuten Börsengang des Berliner Medienkonzerns nicht aus. Trotz der Suche nach neuen Geschäftsmodellen bleibe der Fokus auch künftig auf Journalismus mit Marken wie „Bild“, „Welt“ und „Politico“, sagte der Vorstandsvorsitzende und Großaktionär von Springer dem „Manager Magazin“.

Zudem gehe es darum, die Marketingtöchter wie Idealo, Bonial und Awin als zweite Säule zu stärken. „Unsere Limitation ist im Moment nicht das Geld, sondern unsere eigene Kreativität und Exzellenz, unsere eigenen Ideen“, erklärte Döpfner.

„Aber schließe ich aus, dass wir in fünf Jahren einen Börsengang machen oder eine neue Allianz mit einem Private-Equity-Unternehmen schmieden, wenn sich eine tolle Gelegenheit ergibt? Nein, ich schließe gar nichts aus.“

Erster Börsengang hielt 35 Jahre

Springer war bereits von 1985 bis 2020 an der Börse. Ende April 2025 hatte Europas größter Digitalverlag die geplante Aufspaltung vollzogen: Das Mediengeschäft des 1946 gegründeten Verlags ist unter Kontrolle von Döpfner, der Verlegerwitwe Friede Springer und der Springer-Familie.

Der Konzern ist somit nach 40 Jahren wieder ein Familienunternehmen in privater Hand. Die Mehrheit am weitaus gewinnträchtigeren Geschäft mit Kleinanzeigen wie Jobportalen (Stepstone) und Immobilien (Aviv) halten der US-Finanzinvestor KKR und der kanadische Pensionsfonds CPP Investments.

Bei diesen „Classifieds“ bleibt Springer mit zehn Prozent an Bord. Die Beteiligung bleibe „ein riesiger Vermögenswert, den wir über einen Börsengang oder einen Verkauf zu Geld machen könnten, wenn wir es bräuchten“, betonte Döpfner und fügte hinzu: „Im Moment brauchen wir es aber nicht.“

Künstliche Intelligenz als Kostenfaktor

Der Manager hatte im Juni angekündigt, den Firmenwert innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Dies habe man schließlich auch seit 2019 zusammen mit KKR geschafft, sagte Döpfner nun. Diese Verdoppelung sollte allein aus dem Journalismus und dem Marketing-Geschäft kommen – auch durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

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Die KI habe etwa dafür gesorgt, dass man die Printausgabe der Zeitung „Welt“ unter der Woche deutlich günstiger produzieren könne. „Wir werden das genau so lange betreiben, wie es im Zusammenspiel mit den digitalen Produkten wirtschaftlich sinnvoll ist.“

rtr
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