Medienkonzern: Murdoch-Familie legt Rechtsstreit bei – ein Sohn an der Spitze
New York. Die Familie hinter dem Murdoch-Medienimperium hat ihren jahrelangen Rechtsstreit beigelegt. Lachlan Murdoch soll die Kontrolle über das Familienunternehmen erhalten. Wie US-Medien berichten, sei der nun erzielte Deal rund 3,3 Milliarden US-Dollar wert und soll die konservative Ausrichtung des Konzerns und dessen Medien sichern. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem Publikationen wie die „New York Post“, das „Wall Street Journal“ und der Nachrichtensender Fox News.
Gegenstand des Rechtsstreits war die Aufstellung des Treuhandfonds, der die Mehrheitsbeteiligungen an den beiden großen Medienkonzernen Fox Corp. und News Corp. hält.
Im Rahmen der Einigung scheiden drei von Murdochs Kindern – Prudence, Elisabeth und James – als Begünstigte des Treuhandfonds aus, wie es in einer Mitteilung vom Montag heißt. Stattdessen erhalten sie Erlöse aus dem Verkauf von Vorzugsaktien von Fox und News Corp.
Der Rechtsstreit innerhalb der Familie hatte Spekulationen über die künftige Ausrichtung des Unternehmens im Falle des Todes des 94-jährigen Familienoberhaupt Rupert Murdoch ausgelöst. In seinen Schriftsätzen hatte der Patriarch angedeutet, dass der konservative Erfolgskurs des Senders Fox News gefährdet sein könnte, wenn die liberaleren Geschwister von Lachlan die Kontrolle über das Unternehmen erlangen würden.