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Boston ConsultingCarsten Kratz geht – Warum der Deutschlandchef von BCG sein Amt aufgibt

Der Deutschlandchef der Boston Consulting Group tritt Ende des Jahres ab – dabei war er ziemlich erfolgreich. Was steckt dahinter?Sebastian Matthes und Alexander Demling 24.09.2018 - 12:10 Uhr Artikel anhören

Der Chef der Boston Consulting Group in Deutschland gibt turnusmäßig seinen Posten ab.

Foto: Frank Beer für Handelsblatt

„Mister Dax“ war sein Spitzname bei der Boston Consulting Group (BCG). Ihn erlangte Carsten Kratz, 51, durch seinen guten Draht zu einigen der wichtigsten CEOs der deutschen Industrie. Mit Siemens-Chef Joe Kaeser etwa soll sich der Deutschlandchef der US-Beratung bestens verstehen.

Der Wirtschaftsingenieur sucht nach Informationen des Handelsblatts trotzdem bald eine neue Beschäftigung: Bis Ende des Jahres gibt Kratz seinen Posten ab. Er leitet die Deutschland-Niederlassung aber bis Frühjahr 2019 weiter, damit sich sein Nachfolger einarbeiten kann.

Die rund 170 Partner in Deutschland und Österreich müssen sich in den nächsten Monaten auf einen Namen verständigen, die finale Entscheidung treffen dann der BCG-Europachef Christoph Schweizer und Weltchef Rich Lesser. Ungewöhnlich ist der Vorgang nicht: Bei BCG ist es üblich, dass Landeschefs nur zwei jeweils dreijährige Amtszeiten ausüben, danach übernehmen sie oft andere Posten in der Beratungsfirma.

Unter seiner Führung habe sich das Deutschlandgeschäft „innerhalb von sechs Jahren auf nahezu eine Milliarde Euro verdoppelt – und wir steuern 2018 erneut auf ein Rekordjahr zu“, schreibt BCG-Europachef Schweizer in einer internen Mail an alle Partner. Mit dem Wachstum liegt BCG aber im Branchentrend. Die Digitalisierung jagt vielen deutschen Managern Angst ein und erhöht ihren Beratungsbedarf. Der Branchenumsatz wuchs 2017 um 8,5 Prozent.

Intern ist Kratz nicht bloß beliebt – er gilt auch als erfolgreich: „Carsten Kratz hat große Unterstützung“, sagt ein BCG-Partner, der nicht genannt werden will. „Und es gibt durchaus Kolleginnen und Kollegen, die es schade finden, dass er aufhört. Doch es ist genauso wichtig, dass wir uns erneuern.“ 

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Als neue Aufgabe für Kratz ist nun die Rolle als BCG-Chairman im Gespräch, wie das Handelsblatt aus dem Unternehmen erfuhr. Wie der Job am Ende genau aussehen wird, hängt aber wohl auch von der Nachfolgerwahl ab. Unter anderem soll Kratz sich aber auch in Zukunft um die Betreuung großer Kunden, Recruiting und die Kommunikation nach außen kümmern.

In den vergangenen Jahren hatte BCG Kratz immer wieder auch Jobs mit globaler Verantwortung angeboten. Doch sein Fokus blieb Deutschland. Auch Angebote aus der Industrie lehnte er immer wieder ab. Gut möglich, dass sich das nun ändert. 

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