Dax-Jahresbilanzen: Konzernbilanzen: Nach den Rekordgewinnen verdüstern sich die Aussichten
Der Autobauer zählt zu den gewinnstärksten Dax-Konzernen.
Foto: Volkswagen AGDüsseldorf. Mit 117 Milliarden Euro Nettogewinn haben die 40 Dax-Konzerne im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr zweitbestes Ergebnis in der Geschichte eingefahren. Beim Gewinn vor Steuern und Zinsen waren es mit 165 Milliarden Euro sogar rund drei Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2021. Mit der Präsentation der Porsche Holding, in der die Vermögen der Familien Porsche und Piëch gebündelt sind, haben nun alle Dax-Konzerne ihre Bilanz für 2022 veröffentlicht.
Noch stärker stiegen die Umsätze um gut 15 Prozent auf rekordhohe 1,8 Billionen Euro. Hier wirkte sich die hohe Inflation mit stark steigenden Preisen aus. Doch die Bilanzen werden getrübt: Das Schlussquartal signalisierte mit einem Gewinnrückgang von zehneinhalb Prozent einen Richtungswechsel, der sich fortsetzen dürfte.
„2023 wird ganz im Zeichen einer hohen Inflation, hoher Zinsen und erheblicher geopolitischer Spannungen stehen“, prognostiziert Mathieu Meyer, Partner bei der Unternehmensberatung EY.
Auslaufende Corona-Effekte, die 2022 beflügelt hatten, sowie steigende Preise und Zinsen dürften die Ergebnisse in diesem Jahr belasten. Das geht aus den Ausblicken der Unternehmen in ihren Jahresbilanzen hervor. Doch der wohl größte aktuelle Negativfaktor ist die Bankenkrise.