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Jeff Bezos Amazon-Chef will zehn Milliarden Dollar für Klimaschutz spenden

Der Chef des Onlinehändlers gibt zehn Milliarden Dollar für den Umweltschutz. Damit positioniert sich Bezos gegen Donald Trump.
18.02.2020 Update: 18.02.2020 - 18:30 Uhr 1 Kommentar

„Bezos Earth Fund“: Amazon-CEO plant milliardenschweren Umweltfond

New York Mit einem Foto der Erdkugel aus dem All hat Jeff Bezos seine bislang größte wohltätige Aktion im sozialen Netz Instagram angekündigt: Der Gründer und CEO des Onlinehändlers Amazon will den zehn Milliarden Dollar schweren „Bezos Earth Fund“ gründen, um damit den Klimawandel zu bekämpfen.

„Klimawandel ist die größte Bedrohung für unseren Planeten“, teilte der reichste Mann der Welt mit. „Diese globale Initiative soll Wissenschaftler, Aktivisten und NGOs finanzieren – alles Anstrengungen, die eine reale Möglichkeit bieten, die natürliche Welt zu erhalten und zu schützen“, erklärte er.

Anders als Bill Gates, Warren Buffett oder auch Mark Zuckerberg hatte Bezos bisher nicht viel für Spenden übrig und hat seine Milliarden lieber in sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin gesteckt. Seine Exfrau MacKenzie Bezos dagegen hat bereits angekündigt, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden.

Mit seiner neuen Initiative hat sich Bezos ein Thema ausgesucht, bei dem er selbst stark in der Kritik steht. Amazon stößt schließlich mit seinen Lkw-Lieferungen bis vor die Haustür nicht nur viel CO2 in die Atmosphäre. Auch die gewaltigen Datenzentren für die lukrativen Cloud-Dienste verbrauchen enorm viel Strom. Im September hatte Bezos daher angekündigt, dass Amazon bis 2040 CO2-neutral werden soll. Viele Mitarbeiter protestierten daraufhin und forderten 2030 als frühere CO2-Deadline.

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    Bezos positioniert sich mit dem neuen „Earth Fund“ auch erneut gegen den US-Präsidenten Donald Trump, der die menschliche Verantwortung am Klimawandel leugnet. Die beiden bekriegen sich schon lange: Trump attackiert Bezos als Besitzer der regierungskritischen Zeitung „Washington Post“ und weil Amazon seiner Ansicht nach zu wenig Steuern zahle. Amazon klagt derzeit gegen die US-Regierung, weil man bei einer Ausschreibung des Pentagons über zehn Milliarden Dollar mit seinem Cloud-Service gegen Microsoft verloren habe. Das Unternehmen wirft Trump politische Einflussnahme vor.

    Der Milliardär ist laut der Rangliste des „Forbes"-Magazins der reichste Mensch der Welt. Der Wert seiner Amazon-Aktien beträgt mehr als 100 Milliarden Dollar. Das von ihm vor 25 Jahren gegründete Internetversandhaus verursacht jedes Jahr einen enormen Kohlendioxidausstoß, denn um Milliarden von Lieferungen weltweit zu den Kunden zu bringen, setzt es Flugzeuge, Lastwagen und Lieferautos ein.

    Die Firma hat angekündigt, 2030 ihren gesamten Energiebedarf aus Solarzellen und erneuerbaren Energieträgern zu decken. Vor dem Amazon-Chef hatten bereits andere US-Milliardäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates Umweltstiftungen gegründet.

    Bezos war in der Vergangenheit auch Kritik ausgesetzt, dass er gemessen an seinem Reichtum vergleichsweise wenig Geld spende. In den vergangenen Jahren hatte er seine Spenden jedoch ausgebaut. Erst vor wenigen Tagen hatte Bezos Schlagzeilen gemacht mit dem Kauf eines Luxusanwesens in Beverly Hills für 165 Millionen US-Dollar.

    Mehr: Amazon kündigt ehrgeizige Klimaziele an und ordert 100.000 Elektro-Lieferwagen. Andere Konzerne sollen nachziehen – doch viele Fragen bleiben offen.

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    1 Kommentar zu "Jeff Bezos: Amazon-Chef will zehn Milliarden Dollar für Klimaschutz spenden"

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    • "Das Geld solle in eine Initiative namens Bezos Earth Fund fließen, die ab dem Sommer Wissenschaftler, Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen finanzieren werde, schrieb Bezos auf Instagram." Einzig und allein für die Forschung hinsichtlich Entwicklung neuer Technik und Technologien sollte dieses Geld zielführend angelegt werden. Klima-Wissenschaftler, Aktivisten und NGO`s werden mit noch mehr Öffentlichkeitsarbeit keines der Probleme unserer Gesellschaft hinsichtlich Erhalt unseres Lebensstandards und Sicherung elementarer Grundbedürfnisse lösen, denn wir wollen doch nicht mit wegen radikaler Überzeugungen einzelner Gesellschaftsmitglieder zurück in die Lehmhütte ohne Kühli und Sanitärporzellan.

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