Mercedes, VW, BMW: 6000 Euro Gewinn pro Auto: Warum Neuwagen und Gebrauchte immer teurer werden
Luxusautos wie die Mercedes G-Klasse sind auf Jahre ausverkauft.
Foto: HandelsblattMünchen. Je mehr Autos verkauft werden, desto besser. Dieser Logik folgten nahezu alle Fahrzeughersteller über Jahrzehnte hinweg und produzierten unter Volllast. Kam es zu Überkapazitäten, drückten die Handelspartner der Konzerne ihre Karossen einfach zum Monatsende mit erheblichen Nachlässen in den Markt – Verluste hin oder her.
Nun steuert die Industrie allerdings konsequent um. Die neue Leitwährung der Branche ist nicht länger der Absatz, sondern der Gewinn. Dank ein paar Tricks verdienen Mercedes-Benz, BMW und die Marken des Volkswagen-Konzerns trotz teils schrumpfender Auslieferungen infolge von Coronakrise und Chipmangel mehr Geld als je zuvor.
Konkret haben die drei großen heimischen Autohersteller laut einer Analyse des Center Automotive Research (CAR), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, im vergangenen Jahr im Schnitt einen Ertrag von 5963 Euro pro Neuwagen erzielt. Das entspricht einem Zuwachs von 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist historisch betrachtet ein absoluter Rekordwert. Auch der durchschnittliche Umsatz pro Fahrzeug liegt mit 50.552 Euro auf einem Höchststand.