Cisco-Manager investiert in Start-up Dedrone: Mit frischen Millionen gegen Drohnen
Lukrative Geschäfte in den USA.
Foto: PRDüsseldorf. Zwischen einer guten Idee und einer üppigen Finanzierung liegen im Silicon Valley oft nur ein paar Tage. Die Kapitalgeber in der dortigen High-Tech-Szene entscheiden schnell, wenn sie von einem Start-up überzeugt sind. Für Jörg Lamprecht war das ein wichtiger Grund, den Hauptsitz seiner Firma Dedrone von Kassel nach San Francisco zu verlegen – obwohl er in der Heimat deutlich mehr Mitarbeiter beschäftigt.
Wie hilfreich diese Nähe ist, zeigte sich am Montag: Das Führungsteam um Lamprecht, Jahrgang 1969, gewann den früheren Cisco-Chef John Chambers als Investor. 15 Millionen Dollar stellen er und andere Kapitalgeber dem Start-up zur Verfügung, vor allem, um das Wachstum zu bezahlen. Die Gesamtfinanzierung ist damit auf 28 Millionen Dollar gewachsen.
Das Unternehmen hat ein Drohnenwarnsystem entwickelt. Mit Hilfe von Sensoren spürt es Flugobjekte in der Luft wie auch ihre Piloten auf dem Boden auf. Das Start-up illustriert das auf der eigenen Webseite mit einer Halbkugel, die sich schützend über ein Flughafenterminal spannt. In einer Zeit, in der ferngesteuerte Flieger zum Geschenkpreis zu haben sind, verspricht das ein lukratives Geschäft zu werden.
Mehr als 200 Kunden konnte Dedrone in den vergangenen zwölf Monaten gewinnen, zum Einsatz kam das System unter anderem beim Weltwirtschaftsforum in Davos und während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Gerade in den USA ist die Nachfrage hoch – auch beim Vertrieb hilft also die Nähe.
Trotzdem bleibt Kassel für Dedrone ein wichtiger Standort: Entwicklung und Produktion mit 45 Mitarbeitern sind dort angesiedelt.