Erfahrungsberichte: „Es gibt keine Worte für diese Brutalität“: Was Unternehmer mit Ukraine-Geschäft jetzt bewegt
Deutsche Unternehmer fürchten um das Schicksal ihrer Mitarbeiter in der Ukraine.
Foto: Viessmann, Polaris/laif, ddp/Ziv Koren/PolarisDüsseldorf. Rund 2000 Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind in der Ukraine aktiv. Sie beschäftigen etwa 50.000 Menschen. Das Handelsblatt hält seit mehreren Wochen Kontakt zu deutschen Familienunternehmen und Start-ups, die einen Firmensitz im Land haben – und die sich nach dem Angriff Wladimir Putins um ihre Mitarbeiter und deren Familien sorgen. Hier sprechen fünf Unternehmer über ihre Erfahrungen.
Max Viessmann: „Ein Angriff auf unsere menschliche Welt und unsere Werte“
Als Mensch und Familienvater, aber auch als Familienunternehmer sehe ich in den Angriffen auf die Ukraine einen Angriff auf unsere menschliche Welt und unsere Werte. Eine Welt, in der wir gerne leben, die auf Werten basiert, die das Wohlergehen der Menschen, das freie Denken, die freie Meinungsäußerung und die demokratische Entscheidungsfindung fördert und die die unverzichtbare Grundlage dafür bildet, dass wir bei Viessmann unserer Aufgabe, Lebensräume für zukünftige Generationen (mit-)zu gestalten, gerecht werden können.
Angesichts des Krieges gegen die Menschlichkeit und das ukrainische Volk erscheint es fast wie eine Randnotiz, dass unser Büro- und Logistikzentrum in Kiew durch die Bomben der Putin’schen Streitkräfte völlig zerstört wurde. Es gibt keine Worte für die Brutalität, die wir in der Ukraine erleben müssen.