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Günther Fielmann und Sohn MarcDer Brillenkönig und sein Kronprinz

Günther Fielmann bereitet den Generationswechsel im Brillenreich vor: Sein 26-jähriger Sohn Marc wird Kronprinz und steigt in den Vorstand der Kette auf. Noch lässt der Senior die Zügel aber nicht locker.dpa und Christoph Kapalschinski 18.12.2015 - 16:47 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Marc Fielmann (links) ist der designierte Nachfolger seines Vaters Günther.

Foto: dpa

Hamburg. Es sind 50 Jahre, die Vater und Sohn trennen. Ansonsten demonstrierten sie am Freitag aber Eintracht. Beide kamen in modischen, schmal geschnittenen Anzügen zur mit Spannung erwarteten Pressekonferenz in Hamburg – der Vater in dunklem Farbton, der Sohn in hellem Grau. Inhaltlich wollen sie sich nicht auseinanderdividieren lassen.

Denn Marc Fielmann, der Sohn des Firmengründers Günther Fielmann, rückt zum Jahresbeginn in den Vorstand der Augenoptiker-Kette auf. Er wird die Verantwortung für den Bereich Marketing übernehmen. Das habe der Aufsichtsrat bereits am 26. November beschlossen. Viele Journalisten hatten damit gerechnet, dass Günther Fielmann die Staffel an seinen Sohn weitergeben würde, zumal der 76-Jährige schon häufiger von seinem Rückzug in absehbarer Zeit gesprochen hatte.

Worauf es bei der Nachfolge ankommt
Eine geordnete Übergabe braucht Zeit, egal ob ein familieninterner oder externer Nachfolger zur Verfügung steht. Experten gehen für die Übergangszeit von drei bis fünf Jahren aus. Viele Unternehmer fühlen sich jedoch unentbehrlich und halten erst mit 60+ nach einem Nachfolger Ausschau. Ein so später Zeitpunkt erschwert die Nachfolge meist. Die frühzeitige Regelung der Nachfolge verbessert zudem das qualitative Rating, das von Banken und Sparkassen für eine Kreditvergabe zugrunde gelegt wird.Quelle: Unternehmensnachfolge. Die optimale Planung. Hrsg. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Viele Seniorunternehmer gehen mit zu hohen Erwartungen in die Verhandlungen für die Nachfolge. Der ideelle Wert spielt aber keine Rolle. Eine Bewertung durch Unternehmens-, Rechts- oder Steuerberater sollte den realistischen Wert der Firma ermitteln, um den Kapitalbedarf richtig einzuschätzen.
Es ist nicht unbedingt leichter ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen. Oft verhält es sich umgekehrt. Bei Neugründungen kann der angehende Unternehmer seinen Betrieb von Anfang an nach seinen Vorstellungen aufbauen, muss aber Mitarbeiter auswählen, den Markt für sein Produkt erobern und sich dort etablieren. Aber er wächst Zug um Zug mit seinem Unternehmen.
Bei der Übernahme, also der Fortführung eines Unternehmens, muss der Nachfolger auf den bestehenden Vorgaben aufbauen. Er muss von Anfang an sein Können auf allen Schauplätzen des bereits gewachsenen Betriebs unter Beweis stellen. Viele mittelständischen Unternehmen sind durch die Persönlichkeit des Seniorunternehmers geprägt. Der neue Chef muss sich das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten erst erarbeiten. Die Übernahme bringt aber auch viele Vorteile: Das Unternehmen ist bereits etabliert, die Beziehungen zu Kunden und Lieferanten existieren, das Team ist eingespielt und der Junior baut auf den Erfahrungen des Vorgängers auf.
Nachfolger müssen die persönlichen, unternehmerischen und fachlichen Anforderungen in jedem Fall erfüllen, um erfolgreich zu sein. Ein Nachfolger, der sich allein aus Traditionsbewusstsein für die Karriere im Familienbetrieb entscheidet, hat schlechte Karten. Auch die Tatsache, künftiger Erbe des Betriebs zu sein, qualifiziert nicht automatisch für die Unternehmensnachfolge. Ein ausreichendes Know-how ist wichtig.
Eine Unternehmensnachfolge ist keine Kleinigkeit. Die vielen und unterschiedlichen Detailfragen und der Kaufpreis sollten in jedem Fall rechtzeitig mit Fachexperten (Anwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater) besprochen werden. Vor allem Finanzierung und Businessplan sollten intensiv geprüft werden.
Senior- und Juniorunternehmer sollten gemeinsam mit Beratern eine Übergabestrategie und einen genauen Fahrplan entwickeln. Kein Wechsel in der Unternehmergeneration verläuft ohne Reibungen. Gegensätze sollten konstruktiv, im Interesse beider Parteien, ausgeglichen werden. Die Phase des Übergangs, die gemeinsame Unternehmensleitung, sollte gut geplant, aber auch nicht zu lang sein. Oft führt diese Phase zu Kompetenzüberschneidungen und Irritationen im Unternehmen und bei Geschäftspartnern.
Emotionen spielen bei der Unternehmensnachfolge eine große Rolle. Oft sind sie der Grund für das scheitern des Vorhabens. Viele Seniorunternehmer haben zwar rational durchaus die Notwendig für die Übergabe erkannt, können ihr Lebenswerk aber emotional nicht loslassen. Wenn der ehemalige Chef aber immer mal wieder reinschaut, nach dem Rechten sieht und sich sogar ungebeten einmischt, kann das die Arbeit seines Nachfolgers erheblich belasten. Oft kritisiert der Senior Entscheidungen des Juniors, greift in die Unternehmensführung ein, was in der Regel zu Auseinandersetzungen führt, die dem Unternehmen schaden.
Bei der Familiennachfolge gibt es mehrere Varianten. In den meisten Fällen geht das Unternehmen in Form der vorweggenommenen Erbfolge bzw. Schenkung auf die nächste Generation über. Der Nachfolger erhält dabei den Betrieb unentgeltlich. Es gibt aber auch Varianten, in denen es sinnvoll oder sogar notwendig ist, dass der Nachfolger eine Gegenleistung für das Unternehmen erbringen muss. Ist etwa die Altersversorgung der Eltern nicht durch sonstiges Vermögen sichergestellt, so sollte gewährleistet sein, dass diese durch wiederkehrende Zahlungen, zum Beispiel eine Rente, versorgt sind. Geht das Unternehmen auf den Sohn, die Tochter oder ein anderes Familienmitglied über, erfolgt die Übergabe des Unternehmens entweder im Rahmen:  einer schrittweise Übertragung durch Beteiligung an einer Personen- oder Kapitalgesellschaft der vorweggenommenen Erbfolge bzw. Schenkungder Erbfolge per Testament oder Erbvertrag der gesetzlichen Erbfolge
Wenn Mitarbeiter des Unternehmens „ihren“ Betrieb kaufen und dies vor allem aus Eigenmitteln finanzieren, wird dies als Management-Buy-out (MBO) bezeichnet. Wird das Unternehmen von externen Führungskräften eines anderen Unternehmens übernommen, spricht man von Management-Buy-in (MBI). Wird der Kauf jeweils überwiegend mithilfe von Fremdkapital finanziert, spricht man zusätzlich von Leveraged-Buy-out (LBO).
Dass sich der zukünftige Nachfolger ein genaues Bild vom Unternehmen machen muss, liegt auf der Hand. Schließlich geht es darum, festzustellen, wie viel das Unternehmen wert ist. Aus diesem Grund sollte auch der Inhaber sein Unternehmen noch einmal genau „unter die Lupe nehmen“. Natürlich kennt er sein Unternehmen in- und auswendig, aber dennoch: Manche Einschätzung ist vielleicht doch zu positiv und muss korrigiert werden. Andererseits werden vielleicht bislang verborgene Werte entdeckt. Wichtig ist, dass sowohl Nachfolger als auch Unternehmer über denselben Wissensstand verfügen, um bei den anstehenden Verhandlungen einen angemessenen Preis auszuhandeln. Der Käufer sollte v.a. folgende Aufgabegründe des Unternehmers prüfen:Der Unternehmer möchte sich zur Ruhe setzenDer Unternehmer ist krankDer Unternehmer ist gestorben, die Erbenverkaufen das UnternehmenDer Unternehmer sucht eine neue TätigkeitDer Unternehmer benötigt GeldDas Unternehmen ist „heruntergewirtschaftet“
Das Thema Rechtsform ist sowohl für den Nachfolger als auch für den übergebenden Unternehmer von Bedeutung. Inhaber und Nachfolger müssen entscheiden, ob es sinnvoll ist, die bestehende Rechtsform zu behalten oder umzuwandeln. Welche Steuerbelastungen fallen je nach Rechtsform an? Welche Entscheidungsstrukturen entstehen? Wie reagiert die Hausbank? Für den Fall, dass Nachfolger und Übergeber eine gemeinsame Übergangsphase planen, kann es sinnvoll sein, das Unternehmen von einem Einzelunternehmen in eine GmbH oder Personengesellschaft umzuwandeln. Je nach Rechtsform sind bei der Übertragung wichtige Fragen zur Haftung und Zustimmung evtl. weiterer Gesellschafter verknüpft. Inwieweit haftet beispielsweise der Käufer für Schulden, die vor der Übertragung entstanden sind? Inwieweit haftet der Verkäufer nach der Übertragung für zurückliegende Verbindlichkeiten? Die entscheidenden Kriterien bei der Wahl der Rechtsform sind vor allem Haftung, Steueroptimierung, die Finanzierung beim Kauf und die Eignung für eine schrittweise Nachfolge.

Der 26-jährige Marc Fielmann hat nach seinem Studium in London und einer augenoptischen Ausbildung seit 2012 im Familienunternehmen Fielmann gearbeitet. In mehr als 50 Filialen bediente der Junior tausende von Kunden und verkaufte 1000 Brillen. Zurück in der Hamburger Verwaltung durchlief er die Abteilungen und verantwortete diverse Projekte mit Schwerpunkt im Marketing und Vertrieb. Er soll perspektivisch die Führung der Firma übernehmen, doch zunächst bleibt Günther Fielmann Vorstandsvorsitzender.

Sohn Marc betont, er habe vom Vater auch für den Umgang mit Facebook gelernt. Der Vater erinnert daran, sein Sohn habe schon als Schüler innerhalb einer halben Stunde eine Seite Latein-Vokabeln gelernt, mit 17 die Schule abgeschlossen, mit 21 das Studium. Die Botschaft: So jemand kann auch mit 26 einen Vorstandsposten ausfüllen - und perspektivisch das Unternehmen führen. „Ich habe nicht die Absicht, noch jemand anderen von außen in den Vorstand zu holen“, sagt Günther Fielmann.

Auch Marc Fielmann selbst betont seine Erfahrung: Ein ganzes Jahr sei er Woche für Woche in eine andere Filiale gewechselt, um das Geschäft vor Ort kennenzulernen, habe Brillen mit angepasst und verkauft. Auch in anderen Unternehmen hat er in den USA und Großbritannien die Branche nach dem Studium an der der renommierten Wirtschaftshochschule London School of Economics kennengelernt.

„Wenn mein Vater mir nun diese Verantwortung zutraut, so ist dies für mich Herausforderung und Verpflichtung zugleich“, sagte Marc Fielmann. Vater und Sohn demonstrierten bei dem Auftritt Einverständnis und Harmonie. „Wir haben uns eigentlich nie gestritten“, beschrieb der Senior die Jahre der gemeinsamen Arbeit im Unternehmen.

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Mittelstand auf einen Blick

Günther Fielmann selbst hat Deutschland verändert. In nahezu jeder Fußgängerzone findet sich eine Filiale seiner Optik-Kette. Jede zweite Brille in Deutschland wird von Fielmann verkauft, 90 Prozent der Bevölkerung kennen das Unternehmen, das einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro macht. Millionen Kunden tragen seine Produkte, mehr als 17.000 Mitarbeiter arbeiten für Fielmann.

Sein Imperium schuf der gebürtige Schleswig-Holsteiner aus dem Nichts. 1972 eröffnet Fielmann im Alter von 33 Jahren im niedersächsischen Cuxhaven sein erstes Geschäft. Das war so etwas wie der Urknall in der verschlafenen Optiker-Branche, die Innovationen desinteressiert gegenüberstand. Fielmann begnügte sich mit einer geringeren Marge, schaltete den Zwischenhandel aus, gab den Kunden Garantien - der junge Unternehmer setzte auf strikte Kundenorientierung. „Der Kunde bist Du“, gibt Fielmann seinen Mitarbeitern als Motto auf den Weg.

Diese Branchen sind fest in Familienhand
Im Baugewerbe sind drei Viertel aller Betriebe im Familienhand. Wie wichtig diese im großen Maßstab sind zeigt die Firma Goldbeck aus Bielefeld: 2014 erwirtschafteten sie einen Umsatz von 1,57 Milliarden und waren damit das sechstgrößte Bauunternehmen Deutschlands.Quelle: Studie des Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn, Februar 2015
Ein weitere Kernbranche der Familien ist der Handel: Sie stellen knapp 70 Prozent aller großen Unternehmen. Vor allem die Lebensmittelhändler wie die Schwarz-Gruppe (Lidl, Edeka) oder die Rewe-Group dominieren mit Umsätzen von jenseits der 70 beziehungsweise 50-Milliarden-Euro-Grenze.
Rang Drei der Branchen mit den meisten familiengeführten Unternehmen ist das verarbeitende Gewerbe, die zu 69,3 Prozent von Inhabern geführt wird. Zum verarbeitenden Gewerbe zählen unter anderem die Schwerindustrie oder die chemische Industrie. Ein Beispiel ist die Firma Würth, die mit seiner Produktion von Schrauben bekannt wurde.
Das Gastgewerbe ist traditionell stark in Familienhand. Heute ist das noch bei zwei Drittel aller Betriebe der Branche der Fall. So betreibt etwa die Münchner Kuffler Gruppe deutschlandweit über 40 Restaurants.
Immer noch 59 Prozent der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen werden von Familien gesteuert. Unter die schwammige Kategorie fallen beispielsweise die Vermietung von Fahrzeugen, die Überlassung von Arbeitskräften oder auch Reisebüros.
Die nächste breite Kategorie im Ranking sind die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen. Mehr als die Hälfte (56,4 Prozent) dieser Firmen werden von Familien geführt.
Etwa 53 Prozent der großen Verkehrsunternehmen werden von Familien geführt. Dazu gehört unter anderem die Logistikbranche mit Firmen wie Kühne und Nagel, Dachser oder Rhenus.
Genau die Hälfte aller großen Immobilienunternehmen sind Familienunternehmen. Dominiert wird die Immobilienbranche zwar von großen Unternehmen wie Deutsche Annington oder Deutsche Wohnen. In der Breite führen aber noch viele Familien die Geschäfte in dieser Branche.

Der endgültige Durchbruch kam 1981, als Fielmann den Krankenkassen die Kassenbrille abhandelte und durch eine Vielzahl von modernen Modellen ersetzte. „Bis dahin musste jeder Brillenträger den Nachweis seines geringen Einkommens auf der Nase tragen“, erinnert sich Fielmann. Kassenbrillen wurden erstattet, wer mehr wollte, musste zahlen – die traditionellen Optiker erreichten so Margen von bis zu 30 Prozent. In Kiel eröffnete Fielmann 1982 sein erstes Super-Center, ein Optik-Fachgeschäft neuer Dimension mit 7000 Brillen.

Es folgte der Börsengang 1994 und die Expansion ins Ausland, die allerdings immer verhalten blieb und sich vor allem auf die Schweiz und Österreich fokussierte. Mittlerweile ist Fielmann vorsichtiger als in den Anfangsjahren. Das Unternehmen ist schuldenfrei, hoch liquide und zu mehr als 70 Prozent in Familienbesitz. Längst ist Fielmann nicht nur Händler und Handwerker, sondern auch Produzent von Brillen mit einem Produktionszentrum im brandenburgischen Rathenow. Als Ziel formuliert Fielmann, deutschlandweit je 100.000 Einwohner eine Niederlassung zu betreiben.

Neben seinen unternehmerischen Erfolgen engagiert sich Fielmann als Ökolandwirt. Mehr als 2300 Öko-Artikel sind im Hofladen von Hof Lüthjensee zu kaufen. Mit den Betrieben Hof Ritzenau und Gut Schierensee in Kiel, wo Fielmann auch wohnt, bewirtschaftet er mehr als 2000 Hektar in Schleswig-Holstein. Auch das Schloss Plön hat Fielmann gekauft und renoviert; dort werden Augenoptiker für die gesamte Branche ausgebildet. Der Unternehmer spendet viel, für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Ökologie und Naturschutz. Er hat seine Mitarbeiter über Aktien am Unternehmen beteiligt und pflanzt für jeden von ihnen jedes Jahr einen Baum.

In einem Alter, in dem Normalbürger schon seit zehn Jahren den Ruhestand genießen, macht sich nun auch Günther Fielmann Gedanken um die Nachfolge im Unternehmen. Er hat spät geheiratet, mit 48 Jahren. Die damals 19-jährige Studentin Heike Eggert, die sich als Brillen-Model in der Fielmann-Zentrale etwas dazuverdienen wollte, wird seine Ehefrau und bekommt die Kinder Marc und Sophie-Luise. Die Verbindung hielt zwölf Jahre.

Schon bei früheren Gelegenheiten hat er Fielmann deutlich gemacht, dass er nicht mehr mit 80 Jahren an der Spitze stehen will. Der Wechsel ist also nur eine Frage der Zeit. „Aber natürlich muss Marc sich bewähren.“ Er könne sich zudem auf ein erfahrenes Management-Team stützen.

„Dank meinem Vater lernte ich schon in jungen Jahren, mich auf Herausforderungen vorzubereiten“, sagt Marc Fielmann über seine Kindheit. Nach der 10. Klasse des Gymnasiums in Ahrensburg wechselte er auf das Elite-Internat Schloss Salem, wo er mit 17 die Ausbildung abschloss. Es folgte ein Wirtschaftsstudium an der London School of Economics, das er mit 21 Jahren erfolgreich beendete.

Marc ist weltläufiger als sein erfolgreicher Vater, der eher dem Typus des wortkargen Schleswig-Holsteiners entspricht. Er absolvierte Praktika im In- und Ausland, sowohl in der Optikerbranche als auch in anderen Wirtschaftsunternehmen. „Ich denke zur Hälfte auf Deutsch, zu Hälfte auf Englisch“, sagt er. „Meine Freunde leben in Europa, Indonesien und den USA.“

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Die Aktie reagierte kaum auf die Nachricht. „Die verkündete Lösung erscheint vor dem Hintergrund des Agierens in der Vergangenheit logisch. Die so gut wie gar nicht vorhandene Kursreaktion erscheint da nur konsequent. Alles andere wäre eine Überraschung gewesen, die den Markt irritiert hätte“, sagte ein Analyst der Hamburger Sparkasse (Haspa) dem Handelsblatt.

Marc Fielmann will sich um mehr E-Commerce bemühen: Ab Januar soll eine App die Nachbestellung von Kontaktlinsen zu niedrigen Preisen ermöglichen. Brillen sollen weiterhin allein in der Filiale angepasst werden – da vertritt der Sohn weiterhin den Kurs des Vaters.

Seine Schwester Sophie-Luise ist 21 Jahre alt und studiert noch. Der Vater hofft, dass auch sie eines Tages für das Unternehmen tätig wird. Doch da bremst der Sohn ein wenig, wohl auch aus seiner eigenen Erfahrung: „Wir würden uns riesig darüber freuen. Aber das muss jeder Mensch allein entscheiden, weil es viel verändert.“

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