Green Innovation Week: Glasfaser und heizende Rechenzentren – So soll das Internet grüner werden
Laut einer Studie war die IT- und Telekommunikationsindustrie schon 2019 für 2,8 Prozent der globalen fossilen Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Foto: DigitalVision/Getty ImagesHamburg, Düsseldorf. Daten stinken nicht. In digitalisierter Form erscheinen sie sauber, hinterlassen unmittelbar weder Lärm noch Abgase, wenn sie von einem Ort zum anderen wechseln. Doch die Eleganz, die von ihrer Übermittlung ausgeht, täuscht. Die weltweiten Kommunikationsnetze verursachen aufgrund ihres Energieverbrauchs ein erhebliches Umweltproblem.
Denn der Datenverkehr wächst. Stark. In diesem Jahr dürften sich die Youtube-Videos, E-Mails oder digitalen Musikstücke, die allein die Mobilfunknetze weltweit durchleiten, auf mehr als 77,5 Milliarden Gigabyte summieren. Dabei hat die Digitalisierung mancher Branchen gerade erst begonnen.
Neue Angebote wie Mark Zuckerbergs Metaverse dürften den Datendurchsatz abermals vervielfachen. Das kostet vor allem Strom – und damit Emissionen. Das gilt nicht zuletzt für die großen Rechenzentren, deren Server permanent gekühlt werden müssen.
Green Innovation Week: Das Internet als leiser Klimakiller?
Das Internet ist ein leiser Klimakiller – in der politischen Debatte oft ignoriert, aber nicht minder mächtig. Telekommunikationskonzernen wie Tech-Riesen ist das schmerzlich bewusst. Sie wollen schließlich weiterwachsen und strengeren Auflagen von Regierungen und Investoren genügen. Die betroffenen Unternehmen überbieten sich deshalb regelmäßig mit neuen Nachhaltigkeitszielen. Entscheidend wird dabei sein, welche Fortschritte bei der Infrastruktur gelingen.