Banken: Pennylane sammelt 175 Millionen Euro ein
Frankfurt. Frisches Kapital für Pennylane: Wie das Pariser Fintech am Dienstagmorgen mitteilte, sichert es sich in einer Finanzierungsrunde 175 Millionen Euro. Aus dem Umfeld des Unternehmens ist zu vernehmen, dass sich die Bewertung dabei etwa verdoppelt haben soll. Bei der letzten Finanzierungsrunde im Frühjahr des vergangenen Jahres wurde Pennylane mit 2,2 Milliarden Dollar (etwa 1,9 Milliarden Euro) bewertet.
Angeführt wird die Runde von der Investmentgesellschaft TCV. Auch Blackstone Growth, eine Investmentsparte des Vermögensverwalters Blackstone, ist beteiligt, ebenso wie Bestandsinvestoren.
„Gerade für den deutschen Buchhaltungs- und Finanzmarkt ist diese Finanzierungsrunde ein wichtiger Meilenstein für Pennylane“, sagte Tobias Janiesch, der bei Pennylane das Deutschlandgeschäft verantwortet.
Das Kapital ermögliche erhebliche Investitionen in den deutschen Markt. Langfristig erhalte man dadurch auch finanzielle Ressourcen, um frühzeitig auf eine mögliche Konsolidierung des europäischen Marktes reagieren zu können, heißt es vom Unternehmen.
Pennylane beschäftigt derzeit 1000 Mitarbeiter und ist eine KI-gestützte Plattform für Buchhaltung und Finanzmanagement. Das 2020 in Paris gegründete Unternehmen wirbt damit, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Steuerberatungen auf ihrer Plattform zusammenarbeiten können, etwa bei Themen wie Buchhaltung, Rechnungsstellung, Zahlungsverkehr oder Reporting.
Dadurch und durch die Automatisierung einer Vielzahl manueller Aufgaben könnten die Kunden „erhebliche Einsparungen“ erzielen, wirbt Pennylane. Derzeit nutzen etwa 800.000 Unternehmen in Frankreich sowie 6000 Steuerberatungen in ganz Europa die Software.
Ende November vergangenen Jahres expandierte das Fintech in die Bundesrepublik. Das Unternehmen lässt offen, wie viele Kunden es seitdem in Deutschland, seinem zweiten Markt, für sich gewonnen hat. Hierzulande tritt Pennylane etwa in Konkurrenz mit der Buchhaltungssoftware Datev.
Profitabel ist das Pariser Fintech noch nicht. Aktuell beläuft sich der jährlich wiederkehrende Umsatz nach eigenen Angaben auf etwa 115 Millionen Euro. Man nähere sich der Profitabilität, betonte Janiesch. Dennoch strebe das Unternehmen keine Profitabilität „um ihrer selbst willen“ an. „Unsere Unternehmensstrategie folgt einer langfristigen Vision: Wir investieren heute massiv, um zügig das bestmögliche Tool zu schaffen“, sagte Janiesch.