Jugendkonto Vergleich – Top Angebote für junge Leute

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Frank Baecke
24.10.2025 – 12:30 Uhr aktualisiert
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Jugendlicher spart Geld in ein Sparschwein – Symbolbild für Jugendkonto
Jugendlicher spart Geld in ein Sparschwein – Symbolbild für Jugendkonto
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Jugendkonto sammeln Teenager wichtige Erfahrungen im Umgang mit Geld und können ihr Einkommen aus Nebenjobs oder Ausbildung sicher verwalten.
  • Ein Jugendkonto schützt zudem vor Verschuldung und bietet moderne Banking-Features wie Apple Pay, Google Pay und Apps für die digitale Generation.
  • Attraktive Angebote für Teenager und junge Erwachsene finden sich derzeit bei Comdirect, Commerzbank, DKB, ING und N26.

Die finanzielle Eigenständigkeit beginnt für viele Jugendliche mit einem eigenen Bankkonto. Ein spezielles Jugendkonto ermöglicht Teenagern, Einkommen aus Ferienjobs oder Ausbildung zu verwalten, eigenständig zu sparen und moderne Zahlungsmittel zu nutzen. Für Jugendliche über 18 gibt es bei vielen Banken auch Azubi- und Studentenkonten.

Diese Vorteile bieten Jugendkonten

In der Regel handelt es sich bei einem Jugendkonto um ein Kinderkonto mit erweiterten Funktionen. Zum Beispiel können Teenager bei manchen Banken bereits ab 14 Jahren eine Prepaid-Kreditkarte (mehr zu diesen Karten gibt es auch hier) nutzen. Andere Banken ermöglichen jungen Kunden ab 16 Jahren mobiles Bezahlen mit Apple Pay oder Google Pay. Gleichzeitig bleiben die Sicherheitsmechanismen des Kinderkontos bestehen: Es funktioniert ausschließlich auf Guthabenbasis, wodurch eine Verschuldung ausgeschlossen ist.

Ein weiterer Vorteil von Jugendkonten ist, dass volljährige Azubis, Praktikanten, Volontäre und Studenten sie bei manchen Banken über den 18. Geburtstag hinaus bis zum 28. Geburtstag kostenfrei weiternutzen können. Erst danach erfolgt die Umstellung auf ein reguläres (kostenpflichtiges) Erwachsenenkonto. Das ist eine wichtige finanzielle Entlastung in der Ausbildungszeit.

Fünf Jugendkonten im Vergleich

Die Wahl des richtigen Jugendkontos hängt vom Alter und von den Bedürfnissen ab. Schüler benötigen in erster Linie ein sicheres Konto auf Guthabenbasis, mit einfacher App und kostenloser Karte. Für Auszubildende und Studierende rücken dagegen Aspekte wie weltweite Bargeldversorgung, Mobile Payment oder ein Dispokredit ab 18 in den Vordergrund. Wichtig sind außerdem Funktionen wie Kartensperren per App, Echtzeit-Benachrichtigungen und die Möglichkeit, Bargeld kostenlos abzuheben und einzuzahlen. 

Gerade für junge Erwachsene unterscheiden sich hier die Angebote deutlich. Während manche Banken mit Filialservice punkten, setzen andere auf rein digitale Lösungen. Am Beispiel der folgenden fünf Anbieter werden die Unterschiede sichtbar: Comdirect, Commerzbank, DKB, ING und N26 stehen für verschiedene Ansätze und zählen zugleich zu den gefragtesten Jugendkonto-Anbietern am Markt.

Jugendkonten: Konditionen im Überblick – Teil 1 

MerkmalComdirectCommerzbank
Konto für Kinder und JugendlicheJunior Giro StartKonto für Kinder und Jugendliche
Konto für Studenten und AzubisStudentenkonto StartKonto für Studenten und Auszubildende
Kontoführung0 € für Jugendliche bis 18 Jahre

0 € für Studenten bis 28 Jahre
0 € für Jugendliche bis 18 Jahre

0 € für Studenten und Azubis bis 28 Jahre
KartenJugendkonto: kostenlose Visa Debitkarte, auf Wunsch kostenlose Girocard

Studentenkonto: kostenlose Girocard und Visa Kreditkarte
Jugendkonto: kostenlose Girocard, ab 14 J. kostenlose Prepaid-Kreditkarte 

Studenten- u. Azubi-Konto: kostenlose Girocard, kostenlose Visa Kreditkarte 
Bargeld abhebenmit Visa Debitkarte und Kreditkarte weltweit 3 x mtl. kostenlos (danach 4,90 €)kostenlos an Cash Group-Automaten und  bei Handelspartnern 
App 
Tagesgeldkontokostenlos verfügbarnicht integriert
Dispositionskredit erst ab Volljährigkeit bei regelmäßigem Geldeingangkein Dispo für Jugendliche, nur im Studentenkonto verfügbar
Besonderheitenzwei Karten, dichtes Automatennetz, kostenlos für Studenten bis 28 Jahredeutschlandweites Filialnetz, Prepaid-Kreditkarte ab 14 Jahren, Studentenkonto mit echter Kreditkarte
Webseitecomdirect.decommerzbank.de
Quelle: Webseiten und Preis-Leistungsverzeichnisse der Anbieter
Stand: August 2025

Jugendkonten: Konditionen im Überblick – Teil 2

MerkmalDKBINGN26
Konto für Kinder und Jugendlicheu18-Konto Girokonto JuniorBling Card (Taschengeldkarte) kann über N26-Konto der Eltern integriert werden
Konto für Studenten und AzubisStudentenkontoGirokonto StudentGirokonto für Studenten & Azubis
Kontoführung0 € für Jugendliche bis 18 Jahre

0 € für Studenten bis 28 Jahre oder bei 700 € mtl. Geldeingang
0 € für Jugendliche bis 18 Jahre

0 € für Studenten bis 28 Jahre oder bei 1.000 € mtl. Geldeingang
für die Bling
Card ab 2,99 €
mtl. (im Jahresabo),
im Monatsabo ab
3,99 € mtl.

Konto 0 € für Studenten und Azubis (keine Altersgrenze)
KartenJugendkonto: kostenlose Visa Debitkarte

Studentenkonto: kostenlose Visa Debitkarte
Jugendkonto: kostenlose Visa Debitkarte 

Studentenkonto: kostenlose Visa Debitkarte, optional zusätzliche Girocard für 1,49 € mtl. 
Jugendkonto: Prepaid Mastercard (Taschengeldkarte)

Studentenkonto: kostenlose Virtual Card (Mastercard Debit)
Bargeld abhebenkostenlos in Euro und Fremdwährungen (zzgl. Automatenbetreiber-Gebühr), Voraussetzung beim Studentenkonto sind 700 Euro mtl. Geldeingangim Euro-Raum kostenlos, außerhalb mit GebührBlingCard: kostenlos an Mastercard-Automaten
(evtl. zzgl. Automatenbetreiber-Gebühr)

Virtual Card:
je nach Kontomodell 2 x oder 3 x mtl. kostenlos an Automaten und im Handel  
App 
Tagesgeldkontokostenlos zubuchbarnicht integriertkostenlos verfügbar für Studentenkonto
Dispositionskredit kein Dispo für u18-Konto, nur im Studentenkonto ab Volljährigkeit und 700 mtl. Geldeingangkein Dispo für Jugendliche, nur im Studentenkonto möglichkein Dispo für Bling Card-Nutzer bis 18 Jahre, nur im Studentenkonto verfügbar 
BesonderheitenEltern müssen DKB-Kunde sein für u18-Eröffnung, Bargeld abheben weltweit gratis, moderne AppMobile Payment schon ab 16 Jahren, für Visa Card breites Automatenangebot in Deutschland, Eltern müssen ING-Kunden seinBling Card und App mit pädagogischem Nutzen, aber kein echtes Girokonto und gebührenpflichtig 
Webseitedkb.deing.den26.com
Quelle: Webseiten und Preis-Leistungsverzeichnisse der Anbieter
Stand: September 2025

Die fünf Jugendkonten im Detail

Ein Blick auf die einzelnen Angebote zeigt, wie unterschiedlich die Banken ihre Jugendkonten ausgestalten. Während klassische Institute wie Commerzbank und Comdirect Wert auf Bargeldservice und Automatenverbünde legen, setzen Direktbanken wie DKB, ING und N26 auf digitale Lösungen. Unterschiede gibt es vor allem bei Bargeldeinzahlungen, Auslandseinsatz und Altersgrenzen. Dadurch lässt sich für verschiedene Lebenssituationen – vom Schüler über den Auszubildenden bis zum Studenten – ein passendes Konto finden.

Comdirect: Jugendkonto mit breiter Bargeldversorgung und moderner App

Comdirect bietet für Kinder und Jugendliche von sieben bis 18 Jahren mit dem Junior Giro ein kostenloses Konto auf Guthabenbasis an. Im Paket enthalten sind eine Girocard und eine Visa Debitkarte. Zusätzlich kann ein Tagesgeldkonto Junior eröffnet werden, um Guthaben separat zu sparen. Für volljährige Studierende gibt es ein Studentenkonto. Es ist bis zum 28. Geburtstag ohne Mindestgeldeingang gebührenfrei und ebenfalls mit kostenloser Girocard und Visa Debitkarte ausgestattet. Im Unterschied zum Junior-Konto bietet das Studentenkonto volle Funktionalität, inklusive Mobile Payment und Dispokredit.

Mit dem Kartenduo ist eine breite Bargeldversorgung sichergestellt. Abhebungen sind mit der Girocard in Deutschland an rund 5.000 Cash Group-Automaten und bei 13.000 Einzelhandelspartnern kostenlos möglich. Mit der Visa Debitkarte sind weltweit drei kostenlose Abhebungen möglich, ab der vierten Transaktion fällt eine Gebühr von 4,90 Euro an.

Vorteile des Junior Giros sind die Kartenkombination, die dichte Bargeldversorgung und die moderne Banking-App. Eltern können auf das Jugendkonto zugreifen und zum Beispiel Überweisungslimits festlegen. Geeignet ist das Junior Giro für Familien, die digitale Kontoführung und breite Automatenverfügbarkeit wünschen. Das Studentenkonto eignet sich besonders für junge Erwachsene, die während des Studiums ein vollwertiges Girokonto mit allen modernen Funktionen zu dauerhaft fairen Konditionen nutzen wollen.

Commerzbank: Jugend- und Studentenkonten mit Filialnetz und Kreditkartenoption

Das StartKonto der Commerzbank ermöglicht unter 18-Jährigen den kostenlosen Einstieg  ins Banking ab sieben Jahren. Für Jugendliche ab 18 steht das kostenlose StartKonto für Studenten und Auszubildende zur Verfügung. Es ist kostenfrei bis zum 28. Geburtstag. Bei beiden Konten sind eine Commerzbank Girocard und eine Banking-App inklusive. 

Jugendliche ab 14 Jahren können eine Prepaid Junior Kreditkarte beantragen, die bis zum 18. Lebensjahr kostenlos ist. Sie lässt sich mit maximal 500 Euro aufladen, um Ausgaben auf Klassenfahrten oder beim Schüleraustausch zu bestreiten. Das Girokonto für Studenten und Azubis bietet dagegen eine kostenlose Young Visa Kreditkarte. Sie ermöglicht weltweit bargeld- und kontaktloses Bezahlen. Voraussetzung ist ein monatlicher Geldeingang von 300 Euro in Form von Lohn oder BAföG. Beide Konten erlauben gebührenfreies Geldabheben an allen Cash Group Automaten und bei vielen Handelspartnern sowie Überweisungen per photo TAN. Über 18-Jährige können zudem Wertpapiere im Online Depot handeln.

Das dichte Filialnetz der Commerzbank ist ein großer Vorteil für alle, die öfter Bargeld einzahlen möchten. Denn das ist bei Direktbanken nur schwer möglich. Für Jugendliche mit Nähe zu einer Filiale ist das Commerzbank-Jugendkonto daher besonders praktisch. Nachteilig ist, dass im Ausland außerhalb des Euroraums Gebühren für Bargeldabhebungen sowohl mit der Girocard als auch mit der Kreditkarte anfallen. Für Studierende mit häufigen Auslandsaufenthalten können Alternativen mit Verzicht auf Fremdwährungsgebühren besser geeignet sein.

DKB: Jugendkonto mit globaler Kartenakzeptanz

Auch die DKB bietet Jugendlichen zwei Kontomodelle: ein kostenloses u18-Konto, das bereits ab der Geburt eröffnet werden kann, und ein Girokonto für Studenten unter 28 Jahren. Letzteres ist bei einem monatlichen Geldeingang ab 700 Euro kostenlos, ansonsten kostet es 4,50 Euro pro Monat. Sowohl zum Jugendkonto als auch zum Studentenkonto gibt es eine kostenlose Visa Debitkarte dazu, mit der weltweit an Visa Akzeptanzstellen gebührenfrei Bargeld abgehoben werden kann. Beim Studentenkonto ohne Aktivstatus (weniger als 700 Euro monatlicher Geldeingang) beschränkt die DKB die kostenlose Bargeldversorgung allerdings auf den Euro-Raum. Im Unterschied zum Jugendkonto kann das Studentenkonto überzogen werden.

Negativ ist, dass Eltern zur Eröffnung eines u18-Kontos selbst Kunde der DKB sein müssen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Bargeldeinzahlungen nur noch in Filialen der Reisebank möglich sind. Das kostet 9,90 Euro für Einzahlungsbeträge bis 999,99 Euro beziehungsweise einen Prozent ab 1.000 Euro, mindestens aber zwölf Euro. An DKB-Geldautomaten sind keine Einzahlungen mehr möglich, die letzten wurden dauerhaft außer Betrieb genommen.

Positiv ist jedoch das gebührenfreie aktive Studentenkonto mit globaler Kartenakzeptanz wie beim u18-Konto. Für junge Erwachsene, die Wert auf digitales Banking und internationale Nutzbarkeit von Konto und Karte legen, sind die DKB-Konten eine gute Wahl. Wer regelmäßig Bargeld einzahlen muss, sollte aber wegen der hohen Gebühren eine Alternative wählen.

ING: Mobiles Bezahlen ab 16 Jahren

Die ING stellt Jugendlichen ab sieben Jahren ein Junior Konto zur Verfügung. Für volljährige Studierende unter 28 Jahren gibt es das kostenlose Studentenkonto. Beide Varianten enthalten eine kostenlose VISA Card [Debitkarte], mit der sich an fast allen Automaten in Deutschland und im Euro-Raum gebührenfrei Bargeld abheben lässt. Außerhalb der Euro-Zone fällt ein Auslandseinsatzentgelt an. Beim Jugendkonto ist ab 16 Jahren mobiles Bezahlen per Apple Pay und Google Pay möglich. 

Die Stärken des ING-Jugendkontos und des ING-Studentenkontos liegen im kostenlosen Bargeldzugang bei fast allen Banken im Euro-Raum, in der kostenlosen Kontoführung und in der App mit Jugendschutz-Features. Ein Schwachpunkt sind die eingeschränkten Einzahlungsmöglichkeiten. Bargeld lässt sich zwar bei anderen Kreditinstituten auf das ING-Konto einzahlen, aber meist nicht gebührenfrei. 

Zu beachten ist, dass Eltern bereits ING-Kunden sein und ein Junior-Produkt (Tagesgeldkonto oder Depot) besitzen müssen, um ein Jugendkonto eröffnen zu können. Geeignet ist das Jugendkonto deshalb vor allem für Teenager, deren Eltern schon ING-Kunden sind, und die ab 16 Jahren mobile Bezahlfunktionen nutzen wollen – eine Funktion, die viele Jugendkonten erst ab 18 Jahren bieten. Auch für Studierende mit Affinität zum digitalem Banking ist das ING-Konto ideal, für Jugendliche mit viel Einzahlungsbedarf aber weniger.

N26: Für digitalaffine Jugendliche ohne Filialbedarf

Bei N26 gibt es kein klassisches Jugendkonto. Stattdessen bietet die Bank mit dem Partner Bling eine Prepaid Mastercard für Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren an (mehr dazu hier). Sie wird mit dem Elternkonto bei N26 verbunden und per App verwaltet. Eltern können Limits setzen, Händlerkategorien sperren und Sparziele visualisieren. Das gesamte Guthaben ist über die Einlagensicherung von Société Générale abgesichert. Die Bling Card kostet ab 2,99 Euro pro Monat im Jahresabo und ist damit als einzige Lösung in diesem Vergleich nicht kostenfrei. Vorteile sind volle Kostenkontrolle und eine App mit Eltern- und Kind-Ansicht. Nachteile sind die fehlende Girokonto-Funktion und Gebühren bei Zahlungen in Fremdwährungen.

Ab 18 Jahren können Jugendliche bei N26 ein kostenloses Girokonto für Studenten und Azubis eröffnen. Es enthält eine Virtual Card für gebührenfreie Zahlungen in Fremdwährungen, eine intuitive App mit Spar-Features und einen Dispokredit. Auch Mobile Payment mit Apple Pay oder Google Pay ist nahtlos integriert. Bargeld lässt sich bundesweit bei rund 12.000 Partnerfilialen, darunter REWE, Penny, dm, Rossmann und viele weitere, sowohl abheben als auch einzahlen. Abhebungen sind gebührenfrei, Einzahlungen kosten eine Gebühr von 1,5  Prozent des Betrags. Auch ohne eigenes Filialnetz bleibt N26 durch dieses System flexibel und weitreichend nutzbar. 

Das N26 Girokonto für Studenten und Azubis ist geeignet für digitalaffine junge Erwachsene, die Wert auf moderne App-Funktionen, kontaktloses Bezahlen und eine deutschlandweite Bargeldversorgung legen. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die regelmäßig Beratung oder eine lokale Filiale benötigen, sind klassische Banken die bessere Wahl.

Rechtliches zum Jugendkonto: Eigentum, Steuern, Altersgrenzen

Ein Jugendkonto ist rechtlich ein Girokonto, das speziell für Minderjährige oder junge Erwachsene ausgelegt ist. Minderjährige benötigen zur Kontoeröffnung die Zustimmung der Eltern, während Volljährige selbst entscheiden können. Das Guthaben auf einem Jugendkonto gehört stets dem Kontoinhaber, auch wenn es von den Eltern eingezahlt wurde. Die Sorgeberechtigten verwalten das Guthaben treuhänderisch und dürfen es nicht für eigene Zwecke nutzen.

Wie bei Erwachsenen steht Jugendlichen ein Sparerfreibetrag von 1.000 Euro pro Jahr zu. Sind die Kapitalerträge höher, sorgt eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt für Steuerfreiheit. Bei Kindern ohne weitere Einkünfte sind dann Kapitalerträge bis etwa 13.000 Euro steuerfrei. Dies ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn für das Kind ein Depot besteht.

Überziehungsmöglichkeiten sind bei einem Jugendkonto ausgeschlossen, denn einen Dispositionskredit gibt es erst ab 18 Jahren und nach Bonitätsprüfung. Mobile Payment und Kreditkarten sind bei einem Jugendkonto erst ab bestimmten Altersgrenzen zugänglich – meist ab 14 beziehungsweise 16 Jahren. Viele Banken bieten die Möglichkeit, ein Kinder- oder Jugendkonto nahtlos in ein Konto für Azubis und Studenten zu überführen, sodass bei Eintritt der Volljährigkeit kein Kontowechsel nötig ist. 


Häufig gestellte Fragen zu Jugendkonten

Können Jugendliche selbständig Verträge mit der Bank schließen?

Nein. Jugendliche unter 18 Jahren sind beschränkt geschäftsfähig. Sie benötigen für die Kontoeröffnung die Zustimmung der Eltern. Auch Kontoänderungen können Jugendliche nicht ohne Eltern wirksam beantragen. Erst die Volljährigkeit ab 18 Jahren ermöglicht ihnen eigenständige Vertragsabschlüsse ohne Eltern. Dennoch verlangen Banken oft Nachweise, zum Beispiel über die Immatrikulation bei Studenten.

Wie sicher sind digitale Bezahlmethoden für Jugendliche?

Apple Pay und Google Pay sind bei Jugendkonten technisch genauso sicher wie bei Erwachsenenkonten. Ihre Nutzung wird meist erst ab 16 Jahren freigeschaltet. Eltern haben über die Banking-App direkte Eingriffsmöglichkeiten, um Limits zu definieren oder bestimmte Zahlungsarten zu sperren. Missbrauch ist so kaum möglich. Sowohl die Comdirect als auch die Commerzbank unterstützen Apple Pay und Google Pay bei ihren Jugendkonten und bieten zusätzlich transparente Kontrollfunktionen für Eltern.

Wer haftet für Zahlungen bei einem Jugendkonto?

Bei Minderjährigen haften die Eltern für Verfügungen, die über das vereinbarte Guthaben hinausgehen. Das Guthaben auf dem Konto gehört rechtlich dem Jugendlichen. Ab 18 Jahren liegt die volle Haftung beim Kontoinhaber. Sicherheitsfunktionen der Banken schützen zusätzlich vor Missbrauch.

Was passiert nach Erreichen der Altersgrenze?

Nach Ablauf der Jugendkonto-Konditionen wird das Konto meist automatisch in ein reguläres Girokonto umgewandelt. Die Konditionen ändern sich dann, insbesondere bei Gebühren und Karten. Einige Banken wie Commerzbank oder Comdirect erlauben Azubis und Studenten eine Weiternutzung bis ins junge Erwachsenenalter. Ein Wechsel ist jederzeit möglich.


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