Klarna Kreditkarte: Vor- und Nachteile im Vergleich

11.01.2026 – 10:05 Uhr aktualisiert
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Klarna Kreditkarte Vergleich
Klarna Kreditkarte Vergleich
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Klarna Card ist eine kostenlose virtuelle Visa Debitkarte, die nicht zusätzlich als physische Plastikkarte erhältlich ist.
  • Nutzer können flexibel zwischen sofortiger Abbuchung, späterer Rückzahlung oder Ratenzahlung wählen.
  • Bei Anbietern wie TF Bank, Advanzia und Barclays gibt es auch kostenfreie Kreditkarten, zum Teil mit attraktiveren Zusatzleistungen.

Der Name Klarna steht für einfache Online-Zahlungen, Sofortüberweisungen und Teilzahlungsmöglichkeiten. Dass das schwedische Fintech auch eine eigene Kreditkarte im Angebot hat, überrascht viele. Tatsächlich bietet Klarna mit seiner „Card“ eine Visa Debitkarte an, die kostenfrei verfügbar ist. Alle Zahlungen werden in der Klarna-App verwaltet. Die virtuelle Karte verbindet auf diese Weise moderne Zahlungsabwicklung per App mit bekannten Klarna-Funktionen.

Die Klarna Kreditkarte im Überblick

Die Klarna Card ist keine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen, sondern eine sogenannte Debitkarte. Das bedeutet: Zahlungen werden zeitnah entweder von einem bestehenden Konto oder von einem verknüpften Klarna-Guthaben (Klarna-Konto) abgebucht. Optional lässt sich die Rückzahlung bis zu 30 Tage aufschieben oder über 6, 12, 24 oder 36 Monate verteilen. Die Klarna Card ist eine virtuelle Kreditkarte, die in der Klarna App verwaltet wird – ideal für Apple Pay oder Google Pay. Eine physische Version wird nicht angeboten. Als physische Karte gibt es nur die klassische Bankkarte für das Klarna Guthaben. 

Einsetzen lässt sich die Klarna Card weltweit, sowohl online als auch an Kassen. Kunden profitieren von der nahtlosen Einbindung der Card in die Klarna-App. Dort können sie ihre Ausgaben verfolgen und Rückzahlungen organisieren.

Konditionen der Klarna Kreditkarte

LeistungKonditionen
Virtuelle Karte0 €
Physische Karte
Jahresgebühr0 €
Bargeldabhebung am Automaten2 Abhebungen pro Monat kostenlos,
für jede weitere Abhebung 2 €
Kartenzahlung weltweit0 €
Fremdwährungsgebühr0 %
UmrechnungskursKurs, zu dem der Betrag von Visa in Euro belastet wird
Rückzahlungsmöglichkeitensofort, später oder in Raten
Zins bei Ratenzahlung8,65 % p. a. effektiv
Webseiteklarna.com/de
Quelle: Webseite und Preis-Leistungsverzeichnis des Anbieters. Stand: Januar 2026

Vorteile und Nachteile der Klarna Card

Vorteile:

  • Kein Kontowechsel nötig: Die Klarna Card kann mit einem bestehenden Girokonto verknüpft werden. Für ihre Beantragung muss kein Klarna-Konto eröffnet werden.
  • Keine laufenden Gebühren: Es fällt keine Jahresgebühr an, weder für die virtuelle Karte noch für die Kartennutzung im In- und Ausland. Wer ausschließlich digital bezahlt, nutzt das Angebot komplett kostenlos.
  • Weltweit kostenlos einsetzbar: Zahlungen in Fremdwährungen sind gebührenfrei, es wird lediglich der Visa-Wechselkurs zugrunde gelegt. Das ist ein Pluspunkt für Reisende.
  • Flexible Rückzahlung: Nutzer können direkt über die App entscheiden, ob sie Einkäufe sofort, später oder in Raten begleichen möchten.
  • Nahtlose App-Integration: Die Klarna-App bietet volle Kontrolle über Transaktionen, Rückzahlungen, PIN-Verwaltung und Sicherheitsfunktionen wie Kartensperrung.
  • Sofort nutzbar: Die Klarna Card funktioniert sofort nach der Freischaltung mit Apple Pay oder Google Pay.

Nachteile:

  • Kein echter Kreditrahmen: Es handelt sich bei der Klarna Card um eine Debitkarte, nicht um eine klassische Kreditkarte mit Verfügungsrahmen. Das kann bei Mietwagenbuchungen oder Hotelreservierungen problematisch sein.
  • Bargeldabhebungen kosten: Die virtuelle Klarna Card Bargeldabhebungen am Automaten, aber nur zwei Abhebungen pro Monat sind kostenfrei; danach fallen 2 Euro pro Transaktion an.
  • Nur mit Klarna-App nutzbar: Die Klarna Kreditkarte erfordert die Nutzung der Klarna-App zur Verwaltung der Karte und zur Auswahl von Zahlungsoptionen wie „Sofort bezahlen“ oder „Ratenkauf“. Für Nutzer, die Klarna nicht verwenden oder die App nicht einsetzen möchten, bietet die Karte kaum Nutzen.

Beantragung und Voraussetzungen

Die Klarna Card lässt sich ausschließlich über die Klarna-App beantragen. Diese muss zunächst heruntergeladen werden. Danach lässt sich der Anmeldeprozess durchführen. In der Regel findet eine SCHUFA-Prüfung statt, da Klarna für die „Später zahlen“-Funktion Bonitätsinformationen benötigt. 

Voraussetzung für die Nutzung der Klarna Card ist die Verknüpfung eines bestehenden Bankkontos oder des Klarna-Guthabens mit der Klarna App. Die virtuelle Karte wird nach Genehmigung sofort zur Verfügung gestellt und ist direkt einsatzbereit.

Kreditlimit und Verfügbarkeit

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kreditkarten arbeitet die Klarna Card ohne festen Kreditrahmen. Die Möglichkeit, Einkäufe später oder in Raten zu bezahlen, wird für jede Transaktion neu geprüft, basierend auf Bonität und bisherigem Zahlungsverhalten. Allerdings zeigt das System den Nutzern ihre individuellen Limits nicht vorab an. Welche Zahlungsoptionen verfügbar sind, erfahren sie erst während des Bestellvorgangs. 

Zusätzlich entscheidet Klarna anhand interner Prüfkriterien, ob ein Einkauf mit der Karte freigegeben wird oder nicht. Das kann dazu führen, dass Zahlungen abgelehnt werden, obwohl ein ausreichendes Guthaben auf dem verknüpften Konto vorhanden ist. Für hohe Summen oder regelmäßig wiederkehrende Zahlungen ist die Klarna Card daher weniger gut geeignet als klassische Kreditkarten mit verbindlichem Verfügungsrahmen.

Zinsen und Rückzahlungsbedingungen

Sofortzahlungen mit direkter Lastschriftabbuchung sowie bis zu 30 Tage aufgeschobene Zahlungen sind zinsfrei. Bei Ratenzahlung variieren die Zinskonditionen. Je nach Bonität und Laufzeit kann ein effektiver Jahreszins von 0,00 bis 8,65 Prozent anfallen. Die genauen Konditionen werden nutzerindividuell festgelegt und im Kaufprozess angezeigt.

Bei Zahlungsverzug fallen eine Mahngebühr von 5 Euro (ab der zweiten Mahnung) und Verzugszinsen an. Das kann bei hohen offenen Beträgen schnell teuer werden. Um solche Belastungen zu vermeiden, ist es ratsam, Rückzahlungsfristen genau im Blick zu behalten und Zahlungserinnerungen in der App zu aktivieren.

Zusatzleistungen der Klarna Kreditkarte

Die Klarna Card bietet keine Reise-, Einkaufs- oder Handyversicherungen, die bei Kreditkarten anderer Anbieter häufig inkludiert sind. Auch auf ein klassisches Bonuspunkte- oder Prämienprogramm müssen Klarna Card-Nutzer verzichten. Es gibt also keine Möglichkeit, durch Umsätze Punkte zu sammeln, die gegen Prämien oder Dienstleistungen eingetauscht werden können.

Drei kostenlose Alternativen zur Klarna Kreditkarte

Obwohl die Klarna Card mit ihrer App-Integration oder auch den flexiblen Zahlungsoptionen punktet, bleibt sie in weiteren Bereichen hinter anderen Kartenangeboten zurück. Das gilt insbesondere für den klassischen Kreditrahmen und für Zusatzleistungen wie Versicherungen. Wer Bargeld abheben möchte, einen festen Verfügungsrahmen benötigt oder Absicherung auf Reisen wünscht, für den könnte eine der folgenden drei ebenfalls kostenlosen Kreditkarten eine Alternative sein.

1. TF Bank Mastercard Gold

Die TF Bank Mastercard Gold ist eine dauerhaft beitragsfreie Kreditkarte mit echtem Kreditrahmen und einem zinsfreien Zahlungsziel von bis zu 51 Tagen. Sie eignet sich besonders für Vielreisende, da sie weltweit ohne Fremdwährungsgebühren eingesetzt werden kann. Zusätzlich beinhaltet die Karte eine kostenlose Reiseversicherung, die unter anderem eine Auslandsreise-Krankenversicherung sowie Schutz bei Reiserücktritt und Gepäckverlust umfasst. Die Abrechnung erfolgt monatlich per Rechnung, ein Girokonto bei der TF Bank ist nicht erforderlich.

Im Vergleich zur Klarna Card punktet die TF Bank Mastercard Gold vor allem mit dem inkludierten Versicherungsschutz und dem echten Kreditrahmen. Damit ist sie gut für Hotel- und Mietwagenbuchungen geeignet. Zwar fehlt ein Cashback auf alltägliche Einkäufe, jedoch bietet die TF Bank Cashback-Aktionen auf Reise- und Mietwagenbuchungen. Der effektive Jahreszins für die Rückzahlung in Teilbeträgen beträgt bei der TF Bank Mastercard Gold 24,79 Prozent, das ist deutlich mehr als bei Klarna. Eine mobile App zur Kartenverwaltung ist vorhanden, auch wenn sie weniger Funktionen bietet als Apps anderer FinTechs. 

2. Advanzia Mastercard Gold

Die Advanzia Mastercard Gold ist eine kostenlose Kreditkarte mit echtem Kreditrahmen und einem zinsfreien Zahlungsziel von bis zu 7 Wochen. Zahlungen sind weltweit in allen Währungen ohne Auslandseinsatzgebühr möglich. Ein umfangreiches Versicherungspaket ist inklusive, das unter anderem Reiseschutz, eine Auslands-Krankenversicherung und eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung umfasst. Die monatliche Abrechnung erfolgt per Rechnung. Rückzahlungen werden per Überweisung geleistet, eine Teilzahlung ist ebenfalls möglich. Bargeldabhebungen sind weltweit gebührenfrei, werden jedoch ab dem Tag der Abhebung verzinst.

Im Vergleich zur Klarna Card überzeugt die Advanzia Mastercard Gold mit ihren Reiseversicherungen und dem Kreditrahmen. Dadurch eignet sie sich besonders für Urlaubs- und Geschäftsreisen. Teilzahlungen sind bei der Advanzia Mastercard Gold mit 19,44 Prozent p. a. Effektivzins ab Transaktionstag allerdings teurer als bei Klarna. Dafür müssen Klarna Card-Nutzer auf Versicherungen verzichten.

3. Barclays Visa 

Die Barclays Visa ist eine kostenlose Kreditkarte mit echtem Kreditrahmen, die weltweit ohne Auslandseinsatzgebühr zum Bezahlen eingesetzt werden kann. Wie bei der Klarna Card gibt es auch bei der Barclays Visa keine Versicherungen und kein Cashback-Programm. Dafür sind weltweit Bargeldabhebungen am Automaten möglich, was die Klarna Card nicht bietet. Ein weiterer Vorteil der Barclays Visa: Geldabheben am Automaten ist zinsfrei, wenn der abgehobene Betrag innerhalb von 59 Tagen vollständig zurückgezahlt wird.

Nutzer der Barclays Visa haben zudem volle Flexibilität bei der Rückzahlung: Sie können den gesamten Betrag auf einmal, in flexiblen Raten oder in fixen Raten zurückzahlen. Die Zinsen bei Inanspruchnahme des Kreditrahmens und Rückzahlung in Teilbeträgen liegen mit 20,91 Prozent p. a. effektiven Jahreszins allerdings deutlich über denen von Klarna. Der Sollzinssatz bei Ratenkauf ist dagegen abhängig von der Dauer der Kundenbeziehung, der Bonität und dem Rückzahlungsverhalten. Er bleibt über die Laufzeit des Ratenkaufs gleich. Die Barclays App bietet ähnliche Komfortfunktionen wie die von Klarna. Über sie lassen sich Zahlungen verwalten, Umsätze einsehen sowie Apple Pay und Google Pay nutzen. 

Fazit: Für wen lohnt sich die Klarna Card?

Die Klarna Card ist eine moderne Debitkarte, die sich gut in das Ökosystem des Zahlungsanbieters einfügt. Sie eignet sich für alle, die Klarna ohnehin nutzen und ihre Ausgaben gerne per App im Blick behalten. Vorteile wie kostenfreie Kartenzahlung weltweit, keine Jahresgebühr und sofortige Nutzung der virtuellen Karte nach Genehmigung machen diese virtuelle Karte attraktiv. 

Allerdings fehlen bei der Klarna Card neben klassischen Kreditkartenfunktionen wie einem fester Verfügungsrahmen auch Zusatzleistungen. Wer auf ein breiteres Leistungsspektrum mit Versicherungen, echtem Kreditrahmen und weltweit gebührenfreier Nutzung Wert legt, findet bei TF Bank, Advanzia und Barclays passendere Angebote.


Häufig gestellte Fragen zur Klarna Kreditkarte

Ist die Klarna Card wirklich kostenlos?

Ja, bei der Klarna Card fallen weder eine Jahresgebühr noch Kosten für Zahlungen im In- und Ausland an. Auch die Klarna App ist kostenlos. 

Handelt es sich bei der Klarna Card um eine richtige Kreditkarte mit Kreditrahmen?

Nein, die Klarna Card ist eine Visa Debitkarte. Es gibt keinen festen Verfügungsrahmen. Zahlungen werden entweder sofort, später oder über Raten beglichen. Die Rückzahlung lässt sich in der App flexibel steuern. Zinsen und Gebühren variieren je nach Option.

Kann ich mit der Klarna Card kostenlos Bargeld abheben?

Ja, mit der virtuellen Klarna Card sind zwei Abhebungen pro Monat kostenlos am Automaten möglich. Jede weitere kostet 2 Euro. Dies gilt weltweit, also für Abhebungen in Euro wie in Fremdwährungen. Automatenbetreiber können zusätzlich Gebühren verlangen.

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