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Private Rentenversicherung für Kinder – möglichst früh vorsorgen

Foto von Iris Schulte-Renger
Iris Schulte-Renger
09.01.2026 – 17:27 Uhr aktualisiert
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Sparschwein im Vordergrund symbolisiert die private Rentenversicherung für Kinder der Familie im Hintergrund AB
Sparschwein im Vordergrund symbolisiert die private Rentenversicherung für Kinder der Familie im Hintergrund AB
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine private Rentenversicherung für Kinder kann dabei helfen, frühzeitig Kapital für die Zukunft aufzubauen – sinnvoll ist sie aber nur, wenn sie flexibel bleibt und langfristig Rendite entfalten kann.
  • Die staatliche Rente wird künftig kaum reichen, um den Lebensstandard zu halten. Frühzeitige Vorsorge durch Eltern oder Großeltern kann die Lücke mindern.
  • Ob Versicherung, ETF Sparplan oder Kombination – entscheidend ist die langfristige Strategie und – im Falle der privaten Rentenversicherung – ein Vertrag, der sich später auf das Kind übertragen lässt.

Ein Baby in der Wiege, die Zukunft noch ein weißes Blatt. In diesem Moment an die Rente zu denken, wirkt fast absurd – und doch steckt darin eine der klügsten Ideen, die Eltern haben können. Denn wer heute über Altersvorsorge spricht, spricht längst nicht mehr nur über graue Jahre, sondern über finanzielle Unabhängigkeit im Leben. Und die beginnt nicht erst mit dem ersten Job, sondern mit dem ersten Gedanken daran.

Rentenversicherungen im Vergleich

  • Maßgeschneiderte Vergleichsanalyse für Ihre persönliche Altersvorsorge
  • Vergleich von Riester-Rente, Rürup-Rente und flexibler Privatrente

Ein Kind, das heute eingeschult wird, wird das Rentenalter vielleicht in einer Welt erreichen, in der Roboter Routinearbeiten erledigen und Rente aus mehreren Quellen kommt. Die gesetzliche Rente allein wird kaum reichen. Jede zusätzliche Vorsorge wird hier zählen – auch wenn sie winzig beginnen mag. Eine private Rentenversicherung für Kinder wirkt zunächst wie ein Nischenprodukt, ist aber im Kern eine einfache Idee: Jetzt investieren, um später mehr Zeit und Freiheit zu haben.

Warum frühe Vorsorge mehr kann als ein Sparbuch

Der Gedanke ist so alt wie das Sparschwein: Wer früh anfängt, hat später mehr. Der Unterschied zu früher liegt nur in der Form. Wo früher das klassische Sparbuch lag, steht heute eine Mischung aus Zins, Fonds und Versicherung.

Kinder haben einen unschlagbaren Vorteil: Zeit. Geld, das über Jahrzehnte wachsen kann, entfaltet einen Zinseszinseffekt (mehr dazu hier), den kein Erwachsener mehr nachholen kann. Und weil Kinder keine Gesundheitsrisiken haben, starten Verträge meist unter optimalen Bedingungen – ohne Risikozuschläge, ohne Leistungsausschlüsse.

Allerdings: Was langfristig wächst, muss auch lange durchhalten.

Eltern sollten darauf achten, dass der Vertrag beitragsfreie Phasen erlaubt, sich flexibel anpassen lässt und keine hohen Abschlusskosten frisst. Eine gute Police wächst mit dem Leben – nicht gegen das Leben.

Was eine private Rentenversicherung für Kinder überhaupt ist

Die Privatrente für Kinder funktioniert wie das Pendant für Erwachsene: Ein Teil des Einkommens (hier meistens zunächst noch das der Eltern oder Großeltern) fließt regelmäßig in eine Versicherung, die später lebenslange Auszahlungen garantiert. Der Unterschied zu jenen, die spät starten: Der Vertrag läuft über Jahrzehnte, beginnt oft schon mit kleinen Summen und wird häufig erst mit dem 18. Lebensjahr des Kindes aktiv übergeben.

Im deutschen Rentensystem gehört sie zur sogenannten „dritten Schicht“ der Altersvorsorge – also der freiwilligen, privat finanzierten Ebene:

  • Erste Schicht: gesetzliche Rentenversicherung oder berufsständische Versorgung, steuerlich gefördert, aber verpflichtend.
  • Zweite Schicht: betriebliche und staatlich geförderte Modelle wie Riester oder Rürup (hier mehr dazu).
  • Dritte Schicht: die private Vorsorge – individuell, ohne Förderung, dafür steuerlich begünstigt bei der Auszahlung.

Genau hier liegen die privaten Rentenversicherungen für Kinder. Sie sind frei gestaltbar, nicht an Arbeitgeber gebunden und in der Regel so flexibel, dass sie später angepasst oder ruhend gestellt werden können.

Wenn Eltern oder Großeltern mitdenken

Die häufigsten Vertragsstarter sind, wie bereits angesprochen, nicht die Kinder, sondern deren Eltern oder Großeltern. Sie schließen die Versicherung auf das Leben des Kindes ab, zahlen Beiträge und legen oft auch fest, wann die Police übergeben wird. Manche Versicherer erlauben später die Übertragung auf das Kind, andere gestalten den Vertrag von Beginn an „zugunsten des Kindes“.

Das ist entscheidend, denn nur so wird aus einer elterlichen Anlage tatsächlich eine Altersvorsorge fürs Kind.

Die Formulierung im Vertrag spielt hier eine zentrale Rolle – ebenso die Frage, wie flexibel sich Beiträge aussetzen oder erhöhen lassen.

Und weil der Markt sich rasant verändert, lohnt der Blick auf die Tarife, die derzeit das Bild bestimmen.

Orientierung im Tarifdschungel

Private Rentenversicherungen haben die Analyse-Spezialisten von Franke und Bornberg in vier Grundformen näher untersucht – von klassisch bis fondsorientiert. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in der Balance aus Sicherheit und Renditechance. Die Bandbreite reicht vom sicheren, verzinsten Kapitalstock bis zum reinen Fondsinvestment ohne Garantie.

Damit Eltern sich orientieren können, zeigt die Auswertung von Franke und Bornberg in diesem Ratgeber, welche Tarifarten aktuell am Markt zum Beispiel sind – und welche Bandbreite an Möglichkeiten existiert, die eine erste Orientierung bieten können, wenn es um Struktur und Mechanik dieser Produkte geht.

Rentenversicherungen im Vergleich

  • Maßgeschneiderte Vergleichsanalyse für Ihre persönliche Altersvorsorge
  • Vergleich von Riester-Rente, Rürup-Rente und flexibler Privatrente

Die folgenden Tabellen stammen aus einer Marktanalyse für private Rentenversicherungen der sogenannten dritten Schicht – also der freiwilligen privaten Vorsorge. Sie zeigen, wie unterschiedlich Sicherheit und Renditechancen gewichtet sein können. Eltern und Großeltern, die für ein Kind vorsorgen möchten, können sich daran orientieren, welche Varianten grundsätzlich existieren – auch wenn die gezeigten Tarife in der Praxis meist für Erwachsene gedacht sind.

Neue Klassik – Stabilität als Fundament

Die sogenannte Neue Klassik verbindet Tradition und Moderne. Sie basiert wie frühere Lebensversicherungen auf einem festen Kapitalstock, verzichtet aber auf starre Garantiezinsen. Stattdessen arbeitet sie mit flexiblen Überschüssen, die von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängen. Das sorgt für etwas mehr Renditepotenzial – ohne das Prinzip der Sicherheit aufzugeben.

Gerade für langfristige Vorsorgeverträge zugunsten von Kindern kann dieses Modell interessant sein. Die eingezahlten Beiträge bleiben weitgehend geschützt, während Überschüsse zusätzliche Erträge ermöglichen. So entsteht ein stabiler, planbarer Aufbau, der trotzdem Spielraum für Wachstum lässt:

Gesellschaft und Produktnamegarantierte Rente/
Rente inkl. Überschuss
Gesamtpunkte
und Note
EUROPA Lebensversicherung AG

Rentenversicherung Tarif E-RCP
187,61 €

336,00 €
98/100
sehr gut
Allianz Lebensversicherung AG

PrivatRente Perspektive RSKU1
174,69 €

311,99 €
94/100
sehr gut
Continentale Lebensversicherung AG

Rente Classic Pro Tarif RCP (Baustein Beitragsrückgewähr)
186,97 €

311,42 €
92/100
sehr gut
neue leben Lebensversicherung AG

Aktivplan Tarif NARH25 (Klassik)
185,29 €

310,20 €
92/100
sehr gut
HanseMerkur Lebensversicherung AG

Vario Care Tarif R (Baustein Beitragsrückgewähr)
196,82 €

240,99 €
78/100
gut
Gothaer Lebensversicherung AG

GarantieRente
130,71 €

287,70 €
70/100
befriedigend
Quelle: Franke und Bornberg / fb research; Musterfall: Rentenversicherungen der Dritten Schicht – Neue Klassik; Eintrittsalter 32 Jahre, Laufzeit 35 Jahre; Beitrag 150 Euro monatlich; Überschusssystem Ansparphase: verzinsliche Ansammlung; Überschusssystem Rentenphase: Dynamik; (Abweichungen möglich, falls Musterfall nicht angeboten); Todesfallmodell Ansparphase: Beitragsrückgewähr / Vertragsguthaben; Todesfallmodell Rentenphase: Rentengarantiezeit 10 Jahre
Abweichungen möglich, falls Musterfall nicht angeboten
Stand: Mai 2025

Solche Tarife gelten als „ruhiger Pol“ unter den Rentenversicherungen. Sie sind risikoarm, liefern stabile, planbare Erträge und eignen sich vor allem für Eltern oder Großeltern, die Wert auf Verlässlichkeit legen. Für Kinder bieten sie einen sicheren Einstieg in die private Vorsorge – mit stetigem Wachstum, das über viele Jahre wirken kann.

Klassik mit Indexpartizipation – Sicherheit mit Börsenanschluss

Manche Eltern möchten kein „Entweder-oder“. Sie wollen beides: ein sicheres Fundament und die Chance auf mehr. Genau hier setzen die sogenannten klassischen Policen mit Indexpartizipation an.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Ein Teil der Überschüsse wird an einen Aktienindex gekoppelt, etwa den Dax oder Euro Stoxx. Steigt der Markt, profitiert die Police; fällt er, bleibt das Kapital geschützt. So bleibt das Grundvermögen sicher, während ein Teil des Ertrags von den Kursen abhängt.

Für langfristige Kindervorsorge kann dieser Ansatz interessant sein. Die Garantien sorgen für Verlässlichkeit, der Indexanteil bringt Luft nach oben – ohne dass Eltern aktiv an der Börse investieren müssen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen ist das ein Kompromiss, der langfristig Stabilität und Potenzial vereint.

Wie sich diese Idee in Zahlen übersetzt, zeigt die Franke und Bornberg-Analyse zu den Tarifen mit Indexpartizipation:

Gesellschaft und Produktname
garantierte Rente /
mögliche Rente 6 %
Gesamtpunkte und Note
Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG

ERGO Rente Index
186,69 €

567,73 €
98/100
sehr gut
Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG

ERGO Rente Balance (Klassik) (Baustein Rentenfaktor Plus)
161,12 €

543,54 €
92/100
sehr gut
neue leben Lebensversicherung AG

Plan X Tarif NARX25
185,29 €

537,76 €
90/100
sehr gut
Württembergische Lebensversicherung AG

PrivatRente IndexClever IR
186,57 €

536,34 €
90/100
sehr gut
Allianz Lebensversicherung AG

Privatrente IndexSelect RIIU1K
175,63 €

453,99 €
88/100
sehr gut
Ergo Lebensversicherung AG

ERGO Rente Balance (Klassik)
137,37 €

551,68 €
88/100
sehr gut
Stuttgarter Lebensversicherung AG

FlexRente index-safe incl. GrüneRente Tarif 63oG
157,57 €

567,00 €
86/100
sehr gut
Stuttgarter Lebensversicherung AG

FlexRente index-safe Tarif 63oG
157,57 €

567,00 €
86/100
sehr gut
Stuttgarter Lebensversicherung AG

FlexRente index-safe incl. GrüneRente Tarif 33oG
157,57 €

567,00 €
86/100
sehr gut
Nürnberger Lebensversicherung AG

DAX®-Rente Tarif NIR3301
162,22 €

543,76 €
82/100
gut
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.

Klassik modern Tarif IR (Baustein Beitragsrückgewähr)
145,50 €

477,00 €
78/100
gut
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.

Klassik modern Next Tarif IR (Baustein Beitragsrückgewähr)
145,50 €

477,00 €
78/100
gut
Quelle: Franke und Bornberg / fb research; Musterfall: Rentenversicherungen der Dritten Schicht – Klassik mit Indexbeteiligung; Eintrittsalter 32 Jahre, Laufzeit 35 Jahre; Beitrag 150 Euro monatlich; Todesfallmodell Ansparphase: Beitragsrückgewähr/Vertragsguthaben; Todesfallmodell Rentenphase: Rentengarantiezeit 10 Jahre; Überschusssystem Ansparphase: Indexpartizipation; Überschusssystem Rentenphase: Dynamik
Abweichungen möglich, falls Musterfall nicht angeboten
Stand: Mai 2025

Solche Modelle gelten als Mittelweg für alle, die das Auf und Ab der Märkte nicht fürchten, aber ihr Kapital nicht vollständig dem Risiko aussetzen wollen. Der Ertrag hängt von der Entwicklung des gewählten Index ab – fällt er schwach aus, bleibt nur die garantierte Basis. Langfristig kann sich der Zinseszinseffekt dennoch bemerkbar machen, wenn die Märkte wachsen.

Hybride Modelle – Sicherheit mit Rendite-Ambition

Noch flexibler sind die sogenannten hybriden Policen. Sie funktionieren wie eine Mischform: Ein Großteil der Beiträge bleibt sicher angelegt, ein kleinerer Teil fließt in Fonds oder ETFs. Damit sichern diese Tarife meist 80 Prozent der Einzahlungen ab, während der Rest renditeorientiert investiert wird.

Rentenversicherungen im Vergleich

  • Maßgeschneiderte Vergleichsanalyse für Ihre persönliche Altersvorsorge
  • Vergleich von Riester-Rente, Rürup-Rente und flexibler Privatrente

Für Kinderverträge ist das Prinzip interessant, weil es beide Welten verbindet. Selbst wenn Märkte schwächeln, bleibt der größte Teil des Guthabens erhalten. Läuft es gut, entsteht eine zusätzliche Rendite. Der Nachteil: Diese Modelle sind komplexer, und die Erträge schwanken stärker. Dafür bieten viele Versicherer flexible Einstellmöglichkeiten – etwa, wie stark der Fondsanteil gewichtet wird oder ob er mit der Zeit steigen soll.

Gerade Eltern, die langfristig denken, können so die Chancen der Kapitalmärkte nutzen, ohne auf Stabilität zu verzichten. Wichtig bleibt, dass sich der Vertrag später auf das Kind übertragen lässt oder von Anfang an zugunsten des Kindes ausgestaltet ist.

Die folgende Auswertung zeigt die Bandbreite dieser hybriden Modelle:

Gesellschaft und ProduktnameGarantierte Rente /
mögliche Rente 6 %
Gesamtpunkte und Note
EUROPA Lebensversicherung AG

Fondsgebundene Rentenversicherung mit Garantie Tarif E-RIG
150,09 €

536,00 €
98/100
sehr gut
LV 1871 Lebensversicherung von 1871 a. G. München

MeinPlan (Hybrid) Tarif FRV (Baustein Beitragsrückgewähr)
146,92 €

500,21 €
94/100
sehr gut
AXA Lebensversicherung AG

Relax Rente Chance ALVI1
145,72 €

601,61 €
91/100
sehr gut
AXA Lebensversicherung AG

Relax Rente Comfort Plus ALVI1
145,72 €

571,17 €
91/100
sehr gut
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung (Zweigniederlassung der AXA Lebensversicherung AG)

Relax Rente Chance ALVI1
145,72 €

601,61 €
91/100
sehr gut
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung (Zweigniederlassung der AXA Lebensversicherung AG)

Relax Rente Comfort Plus ALVI1
145,72 €

571,17 €
91/100
sehr gut
ERGO Lebensversicherung AG

ERGO Rente Dynamik Tarif ERD
149,35 €

493,76 €
91/100
sehr gut
ERGO Lebensversicherung AG

ERGO Rente Dynamik Tarif ERD (Baustein Chance Plus)
149,35 €

493,76 €
91/100
sehr gut
Allianz Lebensversicherung AG

PrivatRente KomfortDynamik RFKU1 (E270)
148,68 €

468,78 €
89/100
sehr gut
Allianz Lebensversicherung AG

PrivatRente InvestFlex mit Garantie RF1GD (E194)
148,68 €

458,30 €
89/100
sehr gut
Continentale Lebensversicherung AG

Rente Invest Garant Tarif RIG
149,57 €

488,63 €
88/100
sehr gut
Baloise Lebensversicherung AG

Baloise Best Invest (Hybrid) Tarif FRN
123,46 €

530,00 €
87/100
sehr gut
ERGO Lebensversicherung AG

ERGO Rente Balance (Hybrid) (Baustein Rentenfaktor Plus)
128,90 €

514,06 €
87/100
sehr gut
Gothaer Lebensversicherung AG

GarantieRente Invest
148,76 €

817,40 €
87/100
sehr gut
Württembergische Lebensversicherung AG

PrivatRente Genius Vorsorge (Hybrid)Tarif ARH
149,23 €

453,63 €
86/100
sehr gut
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.

Fonds modern Tarif FGR
138,00 €

467,00 €
85/100
sehr gut
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.

Fonds modern NEXT Tarif FGR
138,00 €

458,00 €
85/100
sehr gut
Quelle: Franke und Bornberg / fb research; Musterfall: Rentenversicherungen der Dritten Schicht – Hybrid mit Garantie (80 % der Beitragssumme), Eintrittsalter 32 Jahre, Laufzeit 35 Jahre, Beitrag 150 Euro monatlich, Todesfallmodell Ansparphase: Vertragsguthaben / Beitragsrückgewähr / Vertragsguthaben, mind. BRG, Todesfallmodell Rentenphase: Rentengarantiezeit 10 Jahre, Überschusssystem Ansparphase: Fondsansammlung, Überschusssystem Rentenphase: Dynamik, klassische Verrentung; Fonds: ETF Europa/Welt (Abweichungen möglich, falls Musterfall nicht angeboten)
Stand: Mai 2025

Hybridmodelle sind eine Art Brücke zwischen klassischer und fondsgebundener Versicherung. Für langfristige Anlagen – etwa für Kinder – sind sie dann interessant, wenn Stabilität gewünscht ist, aber die Anlage stärker wachsen soll als bei einer reinen Garantiepolice. Wichtig ist, die Kosten im Blick zu behalten, denn bei komplexen Modellen fallen Verwaltung und Fondsmanagement stärker ins Gewicht.

Fondsorientierte Tarife – alles auf Wachstum

Das vierte Modell verzichtet ganz auf Sicherheiten und setzt ganz auf Kapitalmärkte. Fondsorientierte Rentenversicherungen (mehr dazu auch hier) investieren die Beiträge vollständig in Investmentfonds – meist breit gestreut über ETFs. Das Risiko liegt beim Anleger, aber auch die Chance ist größer.

Gerade bei sehr frühem Start, etwa wenn Eltern direkt nach der Geburt beginnen, spielt dieser Ansatz seine Stärke aus. Über Jahrzehnte können Fonds deutliche Renditen erzielen, weil Kursschwankungen sich langfristig glätten. Entscheidend ist, dass der Vertrag genug Flexibilität bietet – also die Fondsauswahl angepasst und die Beitragszahlung ausgesetzt werden kann, wenn sich die finanzielle Situation ändert.

Rentenversicherungen im Vergleich

  • Maßgeschneiderte Vergleichsanalyse für Ihre persönliche Altersvorsorge
  • Vergleich von Riester-Rente, Rürup-Rente und flexibler Privatrente

Solche Policen sind nichts für Zögerliche, aber sie sind ein Beispiel dafür, wie moderner Vermögensaufbau mit Versicherungsschutz kombiniert werden kann. Für Eltern, die sich mit Fondsanlagen auskennen, kann das die renditestärkste Form der privaten Vorsorge fürs Kind sein.

Die Franke und Bornberg Bewertung zweier fondsorientierter Tarife veranschaulicht, wie die möglichen Renditen steigen können, wenn Garantien entfallen:

Gesellschaft und
Produktname
mögliche Rente
bei 6 %
Gesamtpunkte
und Note
die Bayerische LV

Hallo Zukunft Tarif FRVGZB/FRVRZB
499,70 €89/100
sehr gut
die Bayerische LV

Blue Invest Tarif FRBIGZ / FRBIRZ
348,05 €57/100
befriedigend
Quelle: Franke und Bornberg / fb research; Musterfall: Rentenversicherungen der Dritten Schicht – Fonds, Eintrittsalter 32 Jahre, Laufzeit 35 Jahre
Beitrag 150 Euro monatlich, Todesfallmodell Ansparphase: Vertragsguthaben/Beitragsrückgewähr, Todesfallmodell Rentenphase: Rentengarantiezeit 10 Jahre, Überschusssystem Ansparphase: Fondsansammlung, Überschusssystem Rentenphase: Dynamik, klassische Verrentung; Fonds: ETF Europa/Welt (Abweichungen möglich, falls Musterfall nicht angeboten)
Stand: Mai 2025

Fondsorientierte Verträge bieten kein garantiertes Minimum, aber im besten Fall über Jahrzehnte steigende Erträge. Der Nachteil liegt im Risiko: Wer kurz vor Rentenbeginn eine Marktschwäche erwischt, kann weniger Kapital herausbekommen als erhofft. Für Kinder, deren Anlagehorizont mehrere Jahrzehnte beträgt, ist dieses Risiko aber vergleichsweise gering.

Private Rentenversicherung für Kinder: Solider Baustein statt Allheilmittel

Eine private Rentenversicherung für Kinder kann ein kluger Anfang sein – aber sie sollte nie der einzige Weg zur Altersvorsorge bleiben. Gerade weil Abschluss- und Verwaltungskosten Renditen bremsen können, lohnt es, die Police als Ergänzung zu anderen Anlagen zu verstehen. ETF Sparpläne (mehr Infos hier) oder Junior-Depots (mehr zum Thema gibt’s hier) bieten meist mehr Ertragsspielraum, übernehmen aber kein Langlebigkeitsrisiko.

Sinnvoll wird die Kombination: Ein stabiler, sicherer Grundstock über eine private Rentenversicherung – und daneben ein freier, renditeorientierter Baustein auf Fondsbasis. So entsteht ein System, das Schwankungen abfedert und gleichzeitig Wachstum ermöglicht.

Eltern sollten zudem prüfen, ob sich der Vertrag später auf das Kind übertragen lässt. Nur dann wird aus einer gut gemeinten Vorsorge tatsächlich ein eigenes Fundament fürs spätere Leben.

Wer diese Punkte beachtet, kann schon heute einen Grundstein legen, der über Generationen wirkt – und versteht die private Rentenversicherung als das, was sie ist: ein Baustein unter mehreren, aber ein stabiler.


Häufig gestellte Fragen zum Thema „Private Rentenversicherung für Kinder“

Ab wann lohnt sich eine private Rentenversicherung für Kinder wirklich?

Der Zinseszinseffekt entfaltet seine Wirkung nur über Zeit – deshalb ist ein früher Start grundsätzlich von Vorteil. Schon kleine monatliche Beiträge können über Jahrzehnte zu einem beachtlichen Kapital heranwachsen. Sinnvoll wird der Abschluss, wenn Eltern oder Großeltern finanziellen Spielraum haben und langfristig denken. Wichtig ist, dass der Vertrag beitragsfreie Phasen zulässt, falls sich die Lebenssituation ändert. Wer früh beginnt, muss sich allerdings bewusst sein: Die Auszahlung liegt oft ein halbes Leben entfernt – Flexibilität bleibt daher entscheidend.

Gibt es steuerliche Vorteile bei einer privaten Rentenversicherung für Kinder?

Ja, aber sie greifen erst im Erwachsenenalter – während der Ansparphase sind Beiträge in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Später, in der Auszahlungsphase, wird nur der sogenannte Ertragsanteil versteuert, also ein Teil der Rente. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab: Je später die Auszahlung startet, desto geringer fällt die Steuerlast aus. Damit kann sich eine frühe Vorsorge doppelt lohnen – durch lange Laufzeiten und steuerliche Entlastung im Alter. Eltern sollten dennoch prüfen, ob alternative Anlageformen – etwa ETF Sparpläne – steuerlich flexibler sind und daher als weiterer Baustein sinnvoll sein könnten.

Wie sicher ist eine private Rentenversicherung im Vergleich zu anderen Anlagen für Kinder?

Rentenversicherungen gelten als sehr sichere Anlageform, weil sie Kapitalerhalt und lebenslange Auszahlung kombinieren. Im Gegensatz zu Fonds- oder Aktiensparplänen übernehmen Versicherer das sogenannte Langlebigkeitsrisiko – also das Risiko, dass das Geld im Alter nicht reicht. Dafür sind die Renditen meist niedriger, besonders in den ersten Jahren durch Abschluss- und Verwaltungskosten. Für Kinder kann die Kombination beider Welten ideal sein: eine solide Basis durch Versicherungsschutz und wachstumsorientierte Bausteine über Fonds oder Junior-Depots.


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