Depot bei Smartbroker+ oder Consorsbank? Online Broker im Vergleich

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Iris Schulte-Renger
13.01.2026 – 12:06 Uhr aktualisiert
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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:

  • Smartbroker+ bietet günstige Gebühren vor allem für Kleinanleger und ETF-Sparer.
  • Das Gebührenmodell des Start-ups ist übersichtlich und unkompliziert.
  • Wer viel und häufig handelt, findet bei der Consorsbank passende Angebote.

Bei den Konditionen gibt es deutliche Unterschiede zwischen der Direktbank und dem Neobroker.

Die Consorsbank bietet ein Depot und Verrechnungskonto an, die beide ohne Einschränkungen kostenlos sind. Das Preismodell ist allerdings komplex und umfasst verschiedene Stufen, unterteilt in zwei Silber-, drei Gold- und sechs Platinum-Preiskategorien. Neukunden zahlen zwölf Monate lang 0,95 Euro pro Order (zuzüglich marktüblicher Spreads).

Eine Standard-Order bei der Consorsbank kostet 4,95 Euro plus 0,25 Prozent vom Ordervolumen, mindestens jedoch 9,95 Euro und maximal 69 Euro. Zusätzlich fallen je nach Handelsplatz Gebühren, Maklercourtage und sonstige Transaktionsentgelte an. Sparpläne kosten 1,50 Prozent der Sparplanrate.

Das VIP-Angebot für aktive Kunden bleibt ein starkes Merkmal der Consorsbank. Durch das neue Preismodell wird es transparenter, da aktive Kunden nun klar sehen können, welchen Rabatt sie durch ihre Tradingaktivität erreichen. Allerdings sind viele Handelsplätze teurer geworden. Eine Order über Tradegate kostet jetzt 0,95 Euro Handelsplatzentgelt (vorher 0 Euro), über Xetra 1,95 Euro (vorher 1,50 Euro) und über Parkettbörsen 2,95 Euro (vorher 2,50 Euro). Auch Zertifikate-Trades außerhalb des Starpartner-Angebotes sind teurer geworden, von 0,75 Euro auf 1,95 Euro Handelsplatzentgelt.

Für Trading-Einsteiger bietet die Consorsbank ein Young-Trader-Konto an, das für 24 Monate ab Eröffnung 0 Euro Orderkosten beinhaltet.

Dieses spezielle Konto ist darauf ausgerichtet, jungen Investoren einen kostengünstigen Einstieg in den Handel zu ermöglichen.

Consorsbank und Smartbroker+ im Vergleich

InfoConsorsbankSmartbroker
Depotführung0 €0 €
Order­kosten4,95 € zzgl. 0,25 % des Ordervolumens (mindestens 9,95 €)4 €
PreismodellPauschale + ProvisionPauschale
Mindestpreis0,95 € zzgl. marktüblicher Spreads: 12 Monatelang für Neukunden über die Börse Tradegate Exchange0 € für Orders
ab 500 € mit Gettex,
max. 1 € für Orders
unter 500 € mit Gettex;
sonst 4 €
Höchstpreis
(zzgl. Handelsplatzgebühren)
69 €4 €
(zzgl. gegebenenfalls vom Börsenplatz abhängige Entgelte, etwa bei Xetra)
DepoteröffnungVideoident, PostidentVideoident, Postident
Webseiteconsorsbank.desmartbrokerplus.de
Quelle: Eigene Recherche; Webseiter der Anbieter
Stand: Januar 2026

Welcher Broker ist günstiger?

Die Depotführung ist bei Consorsbank uneingeschränkt kostenlos. Aber auch bei Smartbroker+ ist das Depot gratis.

Handelsplatz-Angebot

Die Consorsbank bietet Kunden weltweit über 30 Handelsplätze. Dadurch ist die Auswahl groß und Anleger können jene Börse mit dem niedrigsten Spread wählen.

Gleiches gilt für Smartbroker+, denn auch dieser Broker offeriert zahlreiche Börsen: 29 deutsche und internationale Handelsplätze stehen zur Verfügung.

ETF je Ausführung: Smartbroker+ ist günstiger

Die Consorsbank bietet ein großes Sparplan-Portfolio an. Mit etwa 1.500 ETF-Sparplänen und ETC-Sparplänen steht bei der Consorsbank eine breite Auswahl zur regelmäßigen Geldanlage zur Verfügung. Besonders attraktiv: Mittlerweile können alle Sparpläne komplett kostenlos bespart werden (abgesehen von Spreads und Zuwendungen). Diese Vielfalt ermöglicht es, nahezu jede Anlagestrategie umzusetzen und individuell anzupassen. Die Sparraten beginnen bei 10 Euro.

Smartbroker+ nimmt ebenfalls nur die martüblichen Spreads und Zuwendungen bei ETF-Sparplänen. Die monatlichen Raten beginnen bei 1 Euro.

So schneiden Smartbroker+ und Consorsbank im Vergleich ab

AnbieterKosten /Order*Depotkosten p. a.
Finanzen.net Zero0 €0 €
Justtrade0 €0 €
Smartbroker+0 €10 €
Traders Place0 €0 €
XTB0 €0 €
Consorsbank0,95 €20 €
Flatex**1 € an vielen Handelsplätzen***0 €****
Trade Republic1 € Fremdkostenpauschale0 €
Mexem1,80 € Mindestgebühr0 €
Freedom242 € ab Ordervolumen 1 €0 €
1 Ab 500 € Ordervolumen bei Gettex
2 Handeln für 0,95 € pro Trade über Tradegate für 12 Monate. Danach 4,95 € Grundgebühr + 0,25 % der Order (Mindestgebühr 9,95 €)
*Vermögende Kunden, die selten eine Anlageentscheidung treffen: 4 Orders pro Jahr à durchschnittlich 5.000 €, durchschnittlicher Depotwert 100.000 €
** Risiko: Investitionen in Wertpapiere bergen Risiken
*** 3 Jahre lang für Neukunden 1 € pro Order an vielen Handelsplätzen zzgl. 2 € Fremdkostenpauschale sowie marktübliche Spreads und Zuwendungen
**** Depotgebühr ist exkl. Verwahrgebühr für Xetra-Gold, ADR´s, GDR´s

Beim Vergleich von FMH landet Smartbroker+ drei Plätze vor der Consorsbank, was mit den möglichen Orderkosten von 0 Euro zu tun haben dürfte (über Gettex bei einem Ordervolumen von mindestens 500 Euro).

Hohes Ordervolumen: Consorsbank teuerster Anbieter im Test

Im ersten Szenario schneidet Captrader als Bester ab, gefolgt von Interactive Brokers. Smartbroker liegt auf Platz drei. Alle drei Online-Broker bewertet FMH mit “Sehr gut”. Die Orderkosten liegen bei Smartbroker mit vier Euro sogar niedriger als bei Captrader und Interactive Brokers.

Ist die Depoteröffnung kompliziert?

Die Depoteröffnung ist sowohl bei Consorsbank als auch bei Smartbroker+ kostenfrei und nach wenigen Schritten erledigt, hier dargestellt am Beispiel Smartbroker+:

Die Eröffnung eines Depots bei Smartbroker+ gestaltet sich als ein schneller und einfacher Prozess. Zunächst klickt man auf „Depot eröffnen“, gibt seine E-Mail-Adresse ein und wählt ein Passwort. Anschließend wird die Smartbroker+ App heruntergeladen, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. In der App werden persönliche Daten wie Name, Telefonnummer, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und Anschrift eingegeben.

Im nächsten Schritt folgen Angaben zu Beruf, Einkommen und Handelserfahrungen. Zur Verifizierung der Identität ist ein gültiges Ausweisdokument erforderlich, entweder der Personalausweis oder der Reisepass, wobei letzterer zusätzlich einen Adressnachweis erfordert. Das bevorzugte Verifizierungsverfahren ist das Video-Ident, da es schneller als das Post-Ident-Verfahren ist.

Nach erfolgreicher Verifizierung und Datenübermittlung erfolgt die Anmeldung im Smartbroker+ Depot. Hierfür benötigt man die E-Mail-Adresse und das bei der Registrierung gewählte Passwort. Zusätzlich wird die Geräte-PIN des Smartphones abgefragt.

Nach Abschluss dieser Schritte kann der Handel an den über 25 deutschen und internationalen Handelsplätzen von Smartbroker+ beginnen.

Depot zu Smartbroker+ oder Consorsbank übertragen

Der Depotwechsel dauert in der Regel etwa eine Woche, maximal dürfen es in Deutschland sechs Wochen sein. Der Depotübertrag erfolgt zudem in nur wenigen Schritten.

Consorsbank lohnt sich für Viel-Trader

Ein Pluspunkt der Consorsbank ist die große Auswahl an Handelsplätzen: Mehr als 30 internationale Handelsplattformen haben Anleger zur Verfügung. Wer gerne im europäischen Ausland handelt, hat bei der Consorsbank einen weiteren Vorteil: Die Konditionen in Frankreich und Spanien sind die gleichen wie in Deutschland.

Negativ fallen jedoch die komplizierte Preisgestaltung und die Orderkosten auf. Kunden müssen sich genau mit den Konditionen einzelner Trades beschäftigen, um hohe Gebühren zu vermeiden.

Die Direktbank empfiehlt sich daher nur erfahrenen Tradern. Sie können die Kostenstruktur gegebenenfalls zu ihrem Vorteil nutzen und legen besonderen Wert auf eine große Auswahl an Handelsplätzen – besonders im Ausland. Für Viel-Trader gewährt Consorsbank zahlreiche Ermäßigungen, die die Kosten reduzieren. Diese schlagen jedoch erst ab mindestens 26 Trades pro Jahr zu Buche.

ETF-Sparer und Kleinanleger profitieren bei Smartbroker+

Bei Smartbroker+ sind die Gebühren übersichtlich gestaltet. Anleger können sich auf die Orderkosten von maximal 4 Euro pro Trade an inländischen Handelsplätzen verlassen.

Bei der Consorsbank ist jeder Trade mit einer Rechenaufgabe verbunden, um die Kosten genau zu bestimmen.

Unterm Strich kommen Anleger im Vergleich zur Consorsbank bei Smartbroker+ günstiger weg. ETF-Sparer kommen bei beiden Anbietern gut weg.

Bei Smartbroker+ neuerdings auch ein Tagesgeldkonto sowie die Möglichkeit, echte Kryptowährungen zu handeln.


Häufige Fragen zum Consorsbank Depot und Smartbroker+

Gibt es bei der Consorsbank eine Trading-Software?

Die Consorsbank stellt ihren Kunden die professionelle Handelssoftware Active Trader zur Verfügung. Sie ist sowohl für iOS und Android-Geräte kostenlos und eignet sich für Einsteiger und Profis.

Wie sind die Einlagen bei Consorsbank und Smartbroker+ geschützt?

Die gesetzliche Einlagensicherung für das Verrechnungskonto beläuft sich auf 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Die Consorsbank ist über die deutsche Niederlassung der BNP Paribas zudem freiwilliges Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Deshalb geht die Einlagensicherung über die gesetzlich vorgeschriebenen 100.000 Euro hinaus. Gleiches gilt für Smartbroker+, dessen Partner die Baader Bank ist. Alle Wertpapiere im Depot werden juristisch als Sondervermögen behandelt. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Bank gehören diese Wertpapiere nicht zur Konkursmasse und sind somit geschützt.


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