Steuerparadies: Starinvestor Paulson liebäugelt mit Puerto Rico
Der Hedgefonds-Manager John Paulson will Kreisen zufolge nach Puerto Rico umziehen, um weniger Steuern zu zahlen.
Foto: dpaDer eingefleischte New Yorker John Paulson denkt offenbar über einen Umzug nach Puerto Rico nach. Dort würde ihn ein neues Gesetz von der Kapitalertragssteuer befreien, die Paulson sonst auf die in seine eigenen Hedgefonds investierten 9,5 Mrd. Dollar zahlen müsste. Das erfuhr Bloomberg News von vier Personen, die mit Paulson über den möglichen Standortwechsel gesprochen haben.
Zehn vermögende Amerikaner haben sich bereits das ein Jahr alte puerto-ricanische Gesetz zu Nutze gemacht, dem zufolge zugezogene Bewohner auf Kapitalerträge weder vor Ort noch in den USA Bundessteuern zahlen müssen, sagt Alberto Baco Bague, Wirtschafts- und Handelsminister von Puerto Rico.
Der Grenzsteuersatz für wohlhabende New Yorker kann 50 Prozent übersteigen. Puerto Rico, das etwa vier Flugstunden von New York entfernt ist, gilt daher zunehmend als eine Alternative, um Steuern zu sparen.
Der 57-jährige Paulson habe sich Immobilien in San Juans begehrtestem Stadtteil Condado angeschaut, sagen die Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten. In dem exklusiven Viertel wird ein 778 Quadratmeter großes Penthouse mit sechs Tiefgaragenplätzen für fünf Millionen Dollar angeboten. Paulsons Hedgefonds-Gesellschaft wollte sich zu seinen privaten Plänen nicht äußern.