Earth Hour-Aktion: Auf der Erde gehen die Lichter aus

Earth Hour-Aktion
Auf der Erde gehen die Lichter aus

Heute gehen auf der ganzen Welt die Lichter aus - mit der Earth Hour wollen Umweltschützer den Klimaschutz beleuchten. Kritiker und Experten bezweifeln allerdings den Wert der Aktion.
  • 5

Bangkok/ SyndneyAls hätten die Erdlinge sich das Spektakel für andere Weltall-Bewohner ausgedacht: Die weltumspannende Licht-Aus-Aktion an diesem Samstag dürfte aus großer Ferne besonders spektakulär sein. Ein bisschen wie eine „La Ola“ im Fußballstadion - wenn Zuschauer reihenweise mit Aufstehen und Hinsetzen eine Wellenbewegung imitieren - müsste es aussehen, wenn rund um den Erdball in unzähligen Städten nacheinander für eine Stunde die Lichter ausgehen. Auch ohne Logenplatz im All hat die Aktion in diesem Jahr wieder Millionen Anhänger gefunden.

Als Zeichen für den Klimaschutz begann die „Earth Hour“ 2007 in Australien und hat sich zum Riesenerfolg entwickelt. Im vergangenen Jahr waren bereits mehr als 4500 Städte in 128 Ländern dabei, zählte die Umweltstiftung WWF, die diese Aktionen weltweit koordiniert. Im laufenden Jahr sollen es noch mehr werden.

Jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit sollen die Mitmacher für eine Stunde den Strom abschalten. Den Anfang machen die Chatham-Inseln 800 Kilometer östlich von Neuseeland, die ihre Lichter ausmachen, wenn es in Deutschland erst 07.45 Uhr am morgen ist. Weiter geht es über die Pazifik-Inseln, Neuseeland, Australien, Asien, Europa bis nach Nord-und Südamerika. Berühmte Bauwerke sind dabei - das Sydney Opernhaus, das Brandenburger Tor - und jede Menge Promis.

In Australien ist das Unterwäsche-Model Miranda Kerr in diesem Jahr Botschafterin der Earth Hour. „Wir bitten die Prominenten, ihre Fans nicht nur zum Mitmachen und Abschalten aufzurufen, sondern wir fordern sie auch zu einer Klimaschutzaktion auf, die über die Stunde hinaus reicht“, sagt Andy Ridley aus Sydney, der Erfinder der Aktion.

„Ich will weiter recyceln und Bio-Waren auf dem Markt kaufen“ versprach Kerr artig. Dass sie für ihre Arbeit das ganze Jahr um die Welt jettet und dabei Zehntausende Tonnen CO2-Emissionen verursacht, blieb bei dem Auftritt unerwähnt.

Seite 1:

Auf der Erde gehen die Lichter aus

Seite 2:

Kommentare zu " Earth Hour-Aktion: Auf der Erde gehen die Lichter aus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @motuslupi

    Kerzen und Teddybären sind genauso ausverkauft wie Geigerzaähler und Jodtabletten.
    That's the German Angst!

  • Wenn die rot-grünen Träume war werden und morgen alle AKWs abgeschaltet würden, können die Bürger Deutschlands die Earth Hour 24/7 genießen.
    Keine Heizung, Warmwasser, Kühlschrank, Gefriersschrank, Waschmaschine, Trockner, TV, Computer, Kassen, Geldautomaten, Tankstellen, Arbeit.
    Alles funktioniert nur mit Strom! Und der ist dann weg.
    Die 3 Windmühlen und subventionierten Solarzellen reichen nicht aus. Gute Nacht, Deutschland!

  • sind Kerzen und Teddybären etwa vergriffen?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%