USA
Der große Profiteur des Weltkriegs

Bevor die USA in den Krieg eintraten, betonte die Regierung ihre Neutralität. Doch der Handel mit Kriegsgütern machte aus dem Land eine Weltmacht. Keine andere Nation profitierte so sehr von dem Konflikt.
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Im Jahr 1914 erzielten die USA einen Exportüberschuss von rund einer Milliarde Dollar. 1916 lag dieser bei 1,6 Milliarden Dollar – pro Woche. Denn inzwischen lieferten US-Firmen nicht weniger als 40 Prozent des Kriegsmaterials an Großbritannien, Frankreich und Russland. Die USA zahlten für ihren Einsatz auf dem europäischen Kontinent einen hohen Blutzoll. Aber wirtschaftlich war der Krieg für Amerika ein Segen.

Als 1918 klar war, dass es eigentlich nur Verlierer gab, konnten die USA von sich behaupten, zur Großmacht aufgestiegen zu sein. „Während die Europäer einander totschlugen und ruinierten für vergleichsweise belanglose Landstriche, stieg durch friedlichen Handel eine Nation zur alle überflügelnden Weltmacht auf, die, für europäische Verhältnisse, gar keine Armee hatte“, urteilt der Historiker Jörg Friedrich in seinem Buch „Der Weg nach Versailles“.

Zu Kriegsbeginn betrug die schwebende Schuld der USA in London 30 Millionen Pfund Sterling. Die Briten trieben diese Anfang August, direkt nach Ausbruch des Kriegs, ein, was den Wechselkurs des Pfund von 4,87 auf 7 US-Dollar trieb. Jedes Gut, dass Großbritannien in die Staaten lieferte, verteuerte sich somit um 45 Prozent. Doch die Bankiers brauchten nur bis Dezember, um die Wechselkurse wieder auf Normalniveau zu bringen. Denn die Warenströme liefen schnell in die andere Richtung: von den USA nach Großbritannien.

Als das Fiskaljahr der Vereinigten Staaten am 30. Juni 1914 endete, wies das Land einen Exportüberschuss von einer Milliarde Dollar aus (nach heutigem Geldwert). Drei Jahre später war die Summe auf 82 Milliarden Dollar gestiegen. Nie zuvor in ihrer Geschichten erlebten die Amerikaner einen ähnlich hohen Zuwachs. Nachgefragt wurden vor allem Rüstungsgüter. Der Handel mit Munition etwa stieg in dieser Zeit um das 300-fache.

Kommentare zu " USA: Der große Profiteur des Weltkriegs"

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  • LUSITANIA-AFFÄRE
    Schmutziges Geschäft

    Ein Täuschungsmanöver brachte Amerika in den Ersten Weltkrieg: Der Untergang des britischen Passagierschiffes "Lusitania" war von Winston Churchill vorgeplant, behaupten britische Autoren.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42787456.html

  • interessant zu erwähnen wäre, dass die Lusitania kein Kreuzfahrtschiff war, sondern im Auftrag der englischen Marine als Kriegsschiff gebaut wurde und auch als solches registriert war. Die Lusitania wurde zur Tarnung der Cunard-Linie als Kreuzfahrtschiff übergeben, brachte aber reichlich Munition und Kriegsgerät von den "neutralen" USA nach England. Auf ihrer letzten Fahrt packte man reichlich zahlende Gäste auf das Schiff, fuhr es den deutschen U-Booten direkt vor die Rohre. Seltsam auch, dass es trotz nur einem Torpedo-Treffer binnen Minuten sank. So konnte man die US-Öffentlichkeit zum Kriegseintritt bewegen. Hört sich sehr nach Tonkin-Zwischenfall an, mit dem die USA im August 1964 den Krieg gegen Nordvietnam provozierten.
    Erwähnen würde ich auch den Staatsstreich der int. Hochfinanz, der im Dezember 1913 mit dem Federal Reserve Act überhaupt erst die finanz. Basis für diesen (und andere) Kriege schuf.
    Sehr empfehlenswert das Buch
    "Die_Kreatur_von_Jekyll_Island_-_Die_US-Notenbank_Federal_Reserve" von G._Edward_Griffin

    "Es wird Krieg gegen Deutschland geben, spätestens im Herbst 1914"
    Marineminister Winston Churchill zum Chef der Cunard-Linie im Frühjahr 1913

    "Falls das amerikanische Volk jemals die Kontrolle über die Herausgabe ihrer Währung auf Banken übertragen sollte, werden diese und die Firmen, die sich um sie bilden, unter dem Einsatz von Inflation und Deflation, dem Volk solange ihr Eigentum wegnehmen, bis die Kinder obdachlos auf dem Kontinent, den ihre Väter einst in Besitz nahmen, aufwachen.
    Die Herausgabe von Geld soll von den Banken weggenommen werden, und zurück auf den Kongress und das Volk übertragen werden.
    Ich glaube aufrichtig, dass Banken, mit dem Recht Geld herauszugeben, gefährlicher für die individuellen Freiheitsrechte sind als eine stehende Armee."

    Thomas Jefferson, dritter Präsident der USA, 1776

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